HormonachseEinzelnsubkutane InjektionEvidenz A

HCG

Ein Ersatz für das körpereigene LH-Signal. HCG hält die Hoden aktiv, wenn eine Testosterontherapie die eigene Steuerung unterdrückt — gegen Hodenschrumpfung und für den Erhalt der Fruchtbarkeit.

Humanstudien vorhanden12 QuellenRechner verfügbarExternes Produkt verfügbar
Passende Produkte verfügbar1 passendes Produkt bei Europa-Peptide, dem externen AnbieterProdukte ansehen ↓
HCG 5000 IU — Vial mit gefriergetrocknetem Pulver
HCG · 5000 IU

In 30 Sekunden verstanden

Was ist es?
Hormonachse · Einzelsubstanz
Wofür erforscht?
Hormonachse, Testosteron und Fruchtbarkeit
Datenlage
Stufe A — Umfangreiche Humanstudien
Einschränkung
Seit Jahrzehnten zugelassenes Arzneimittel mit klinischer Datenlage.
Darreichungsform
subkutane Injektion
Startdosis
500 IE
dreimal wöchentlich · Woche 1-12
Aufziehen bis
20 Einheiten (0,20 mL)
Konzentration
2500 IE/mL
Anmischen
2 mL
Bereich
500 IE

Zum IE-Rechner auf dieser Seite →IE werden nicht als mg an den vollständigen Rechner übertragen.

Schema

Dosierungsschema

Standard – schrittweiser Aufbau

Literaturschemadreimal wöchentlich · subkutane Injektion5000 IU + 2 mL = 2500 IE/mL
Woche / PhaseDosis je InjektionEinheiten je Injektion
Woche 1-12500 IE20 Einheiten (0,20 mL)

Standard – schrittweiser Aufbau

Literaturschemadreimal wöchentlich · subkutane Injektion5000 IU + 2 mL = 2500 IE/mL
Woche / PhaseDosis je InjektionEinheiten je Injektion
Woche 1-41.500 IE60 Einheiten (0,60 mL)
Woche 5-82.000 IE80 Einheiten (0,80 mL)
Woche 9-121.000 IE40 Einheiten (0,40 mL)
Extern

Passende Produkte bei Europa-Peptide

Externe Produktangebote passend zu diesem Eintrag. Die Links führen zu Europa-Peptide.

Werbung · Partnerlinks: Peptikon kann für einen vermittelten Kauf eine Provision erhalten. Für dich entstehen keine Mehrkosten. Kauf, Versand, Produktqualität und Vertragsabwicklung erfolgen ausschließlich über Europa-Peptide.

Wirkung

Was HCG tut

HCG ist ein Glykoprotein-Hormon, das dem luteinisierenden Hormon LH stark ähnelt. Es bindet an dieselben LH-Rezeptoren der Leydig-Zellen im Hoden und regt dort die körpereigene Testosteronbildung an.

Der praktische Unterschied liegt in der Wirkdauer: Körpereigenes LH hat eine Halbwertszeit von etwa 30 Minuten, HCG dagegen von rund 36 Stunden. Daraus ergibt sich eine anhaltende Stimulation der Keimdrüsen.

Das macht HCG geeignet, um während einer Testosterontherapie die Hodenfunktion zu erhalten, wenn die eigene LH-Bildung unterdrückt ist. Studien zeigen, dass niedrig dosiertes HCG von 250 bis 500 IE jeden zweiten Tag das Testosteron im Hodengewebe nahe dem Ausgangswert hält.

Höhere Dosierungen von 1500 bis 5000 IE mehrmals wöchentlich werden eingesetzt, um Spermienbildung und eigene Testosteronproduktion wiederherzustellen — bei hypogonadotropem Hypogonadismus oder zur Erholung nach der Anwendung anaboler Steroide.

Beobachteter Nutzen

Nebenwirkungen

Datenlage

Wie gut ist das belegt?

A
Umfangreiche Humanstudien
Zugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.

Seit Jahrzehnten zugelassenes Arzneimittel mit klinischer Datenlage.

Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.

Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
  1. AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
  2. BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
  3. CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
  4. DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
  5. EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.

Für eine bessere EinstufungHöher geht diese Skala nicht — Stufe A ist die oberste.

Grundlage

Worauf sich alle Zahlen beziehen

Für HCG wird empfohlen, das 5000-IU-Vial mit 2 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 2500 IE/mL.

Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.

Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.

Angewendet wird dreimal wöchentlich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.

Rechner

Eigene Dosis umrechnen

Aufziehen bis

Gerechnet mit 2500 IE/mL auf einer U-100-Spritze. Der vollständige Rechner unterstützt nur mg; IE werden nicht übertragen.

Zubereitung

Anmischen

  1. 2 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
  2. Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
  3. Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
  4. Die Lösung muss klar sein. Ergibt 2500 IU/mL.
  5. Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.

Bei 2500 IE/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 25 IE.

Haltbarkeit

Lagerung

  • Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -8 °C
  • Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C, innerhalb von 60 Tage aufbrauchen
  • Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Bedarf

Was du dafür brauchst

  • Gerechnet mit dem Standardschema oben und 3 Anwendungen pro Woche:
  • 12 Wochen: 4 Vials, 36 Insulinspritzen, 40 Alkoholtupfer, 8 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 1 × 10-mL-Flasche).
  • 24 Wochen: 8 Vials, 72 Insulinspritzen, 80 Alkoholtupfer, 16 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 2 × 10-mL-Flaschen).
  • Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
  • Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Praxis

Wichtige Hinweise

Handhabung

Injektionstechnik

Beleg

Quellen

1Übersichtsarbeit
2amtliche Angaben
9weitere Quellen
2025neueste Quelle
12Quellen insgesamt

Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.

Allgemeine Grundlagen (2)

Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.

  • NCBI BookshelfBest practices for medication injection: aseptic technique, preparation, and safe administration proceduresQuelle öffnen ↗
  • British Journal of Clinical Pharmacology (1995)1995Lijesen GK et al: Meta‑analysis concluding no scientific evidence supports HCG for weight loss (obesity diet context)Quelle öffnen ↗
Verwandt

Ähnliche Peptide

Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.

Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Ursprüngliche Zusammenstellung ↗

Fehler in diesem Eintrag melden · Quellenarten verstehen
Änderungshinweis zur Darstellung

10.09.2026: Rückmeldelink, Quellenverweise und Linkvorschau ergänzt. Das ist keine medizinische Prüfung des Eintrags.