FOXO4-DRI
Ein Peptid gegen gealterte Zellen. FOXO4-DRI bringt gezielt seneszente, funktionsgestörte Zellen zum Absterben und lässt gesunde unbehelligt. Daten zum Menschen fehlen vollständig.

In 30 Sekunden verstanden
- Was ist es?
- Senolytikum · Einzelsubstanz
- Wofür erforscht?
- Langlebigkeit und Zellalterung
- Datenlage
- Stufe D — Überwiegend Tierstudien
- Einschränkung
- Tierstudien; Daten zur Sicherheit am Menschen fehlen vollständig.
- Darreichungsform
- subkutane Injektion
Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.
Dosierungsschema
Standard – schrittweiser Aufbau
| Woche | Tagesdosis | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| Woche 1-4 | 0,25 mg | 7,5 Einheiten (0,075 mL) |
| Woche 5-8 | 0,375 mg | 11 Einheiten (0,11 mL) |
| Woche 9-12 | 0,5 mg | 15 Einheiten (0,15 mL) |
| Woche 13-16 | 0,5 mg | 15 Einheiten (0,15 mL) |
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Was FOXO4-DRI tut
FOXO4-DRI ist ein synthetisches Peptid, das gezielt gealterte, teilungsunfähige Zellen angreift — sogenannte seneszente Zellen. Es blockiert dafür die Verbindung zwischen den Proteinen FOXO4 und p53.
In gesunden Zellen bindet FOXO4 das p53 und hält es im Zellkern fest. Wird diese Bindung in seneszenten Zellen gelöst, wandert p53 zu den Mitochondrien und löst dort den Zelltod aus — gezielt in den gealterten, funktionsgestörten Zellen, während gesunde verschont bleiben.
In Tierstudien verringerte FOXO4-DRI die Zahl seneszenter Zellen, verbesserte die Gewebefunktion und milderte altersbedingte Veränderungen. Die spiegelbildliche Bauweise des Peptids, D-Retro-Inverso genannt, macht es stabiler und widerstandsfähiger gegen den Abbau durch Enzyme.
Beobachteter Nutzen
- Fördert die gezielte Beseitigung seneszenter Zellen in verschiedenen Geweben, auch in gealterten Organen.
- Tierstudien zeigen nach der Beseitigung dieser Zellen bessere Geweberegeneration, weniger Entzündung und verbesserte Organfunktion.
- Bei alten Mäusen verbesserten sich unter Behandlung der Testosteronspiegel und Marker der Zellgesundheit.
Nebenwirkungen
- Entscheidende Einschränkung: Es liegen keinerlei Daten zu Sicherheit oder Wirksamkeit beim Menschen vor. Wie es vertragen wird, ist völlig unbekannt.
- Reaktionen an der Einstichstelle wie leichte Rötung oder Reizung.
Wie gut ist das belegt?
Tierstudien; Daten zur Sicherheit am Menschen fehlen vollständig.
Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.
Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
- AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
- BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
- CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
- DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
- EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.
Für eine bessere EinstufungFür Stufe C fehlen Daten am Menschen — auch kleine Studien oder Fallserien.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Für FOXO4-DRI wird empfohlen, das 10-mg-Vial mit 3 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 3,33 mg/mL.
Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.
Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.
Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.
Eigene Dosis umrechnen
Gerechnet mit 3,33 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →
Anmischen
- 3 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
- Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
- Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
- Die Lösung muss klar sein. Ergibt 3,33 mg/mL.
- Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.
Bei 3,33 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,033 mg.
Lagerung
- Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
- Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C
- Wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden.
- Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Was du dafür brauchst
- Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
- 12 Wochen: 4 Vials, 84 Insulinspritzen, 88 Alkoholtupfer, 12 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 2 × 10-mL-Flaschen).
- 24 Wochen: 8 Vials, 168 Insulinspritzen, 176 Alkoholtupfer, 24 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 3 × 10-mL-Flaschen).
- Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
- Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Wichtige Hinweise
- Dosis, Datum und Einstichstelle jedes Mal notieren — nur so bleibt der Verlauf nachvollziehbar.
- Schrittweise steigern und Aufbaustufen nicht überspringen.
- Angemischte Vials nie über das angegebene Haltbarkeitsfenster hinaus verwenden.
- Bei trüber Lösung, Flocken oder Verfärbung das Vial verwerfen.
Injektionstechnik
- Vialdeckel und Einstichstelle mit einem Alkoholtupfer reinigen und vollständig trocknen lassen.
- Eine Hautfalte abheben und die Nadel im Winkel von 45 bis 90 Grad in das Unterhautfettgewebe einführen.
- Bei subkutaner Gabe nicht aspirieren. Langsam und gleichmäßig injizieren.
- Nach dem Injizieren einige Sekunden warten, bevor die Nadel zurückgezogen wird — so geht keine Dosis verloren.
- Einstichstellen systematisch wechseln (Bauch, Oberschenkel, Oberarm), um Verhärtungen zu vermeiden.
- Für jede Injektion eine neue sterile Nadel verwenden und sie sofort in einen Kanülenbehälter entsorgen.
Quellen
Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.
- Nature Communications BiologyFOXO4-DRI induces keloid senescent fibroblast apoptosis by promoting nuclear exclusion of upregulated p53-serine 15 phosphorylationQuelle öffnen ↗
- Aging (Albany NY)FOXO4-DRI alleviates age-related testosterone secretion insufficiency by targeting senescent Leydig cells in aged miceQuelle öffnen ↗
- Journal of Cellular and Molecular MedicineFOXO4 peptide targets myofibroblast ameliorates bleomycin-induced pulmonary fibrosis in miceQuelle öffnen ↗
- CellClearance of senescent cells by ABT263 rejuvenates aged hematopoietic stem cells in mice (senolytic mechanism context)Quelle öffnen ↗
- Aging (Albany NY)Methods & Protocols - FOXO4-DRI safety note: no human clinical dosing data exist yetQuelle öffnen ↗
- PubMedLaborversuchA liquid chromatography high-resolution mass spectrometry in vitro assay to assess metabolism at the injection site of subcutaneously administered therapeutic peptidesQuelle öffnen ↗
- BachemAmtliche AngabeCare and Handling of Peptides (storage, reconstitution, stability guidance)Quelle öffnen ↗
- American Diabetes AssociationInsulin injection site rotation and lipohypertrophy preventionQuelle öffnen ↗
Allgemeine Grundlagen (5)
Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.
- MedlinePlusSubcutaneous (SQ) injections: technique, site selection, and safetyQuelle öffnen ↗
- CDCVaccine administration: subcutaneous route (angle, site; no aspiration)Quelle öffnen ↗
- CDC (Subcutaneous Injection PDF)Amtliche AngabeTechnique diagram and site guidance for subcutaneous injectionsQuelle öffnen ↗
- NCBI BookshelfBest practices for injection (asepsis, preparation, and administration)Quelle öffnen ↗
- PMCÜbersichtsarbeitSubcutaneous Drug Injection Review: pharmacologic considerations of the subcutaneous routeQuelle öffnen ↗
Ähnliche Peptide
Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.
Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Ursprüngliche Zusammenstellung ↗