Epitalon (Epithalon)
Ein Peptid aus der Alternsforschung. Epitalon aktiviert die Telomerase, die die Chromosomenenden verlängert, und stellt die nächtliche Melatoninausschüttung wieder her.

In 30 Sekunden verstanden
- Was ist es?
- Bioregulator · Einzelsubstanz
- Wofür erforscht?
- Langlebigkeit und Zellalterung
- Datenlage
- Stufe C — Begrenzte Humandaten
- Einschränkung
- Zellversuche und Berichte aus russischer Langzeitforschung.
- Darreichungsform
- subkutane Injektion
Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.
Dosierungsschema
Standard – schrittweiser Aufbau
| Phase | Tagesdosis | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| Tag 1-20 (Cycle On) | 5 mg | 100 Einheiten (1,00 mL) |
| Woche 4-26 (Cycle Off) | 0 mg | - |
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Was Epitalon (Epithalon) tut
Der Hauptansatzpunkt von Epitalon ist die Aktivierung der Telomerase, die die Telomere an den Chromosomenenden verlängert. In Zellversuchen setzte Epitalon die Telomerase in Gang und verlängerte die Telomere in menschlichen Zellkulturen, sodass sich die Zellen über die sonst übliche Teilungsgrenze hinaus weiter teilen konnten.
Darüber hinaus wirkt Epitalon auf das Hormonsystem: Es regt die nächtliche Melatoninausschüttung der Zirbeldrüse an und normalisiert damit bei gealterten Versuchstieren den Tagesrhythmus der Hormone.
Berichtet werden außerdem antioxidative Wirkungen, Einflüsse auf die Genregulation und eine Modulation des Immunsystems.
Beobachteter Nutzen
- Unterstützt über die Telomerase-Aktivierung den Erhalt der Telomere und die Teilungsfähigkeit von Zellen.
- Stellt eine gesunde Melatoninbildung und die Steuerung des Tagesrhythmus wieder her.
Nebenwirkungen
- In den vorliegenden Untersuchungen wurden keine nennenswerten unerwünschten Wirkungen berichtet.
- Gelegentlich leichte Reaktionen an der Einstichstelle.
- Die Datenlage beim Menschen ist begrenzt; ein Großteil der Belege stammt aus Zell- und Tierversuchen.
Wie gut ist das belegt?
Zellversuche und Berichte aus russischer Langzeitforschung.
Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.
Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
- AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
- BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
- CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
- DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
- EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.
Für eine bessere EinstufungFür Stufe B fehlen kontrollierte Studien am Menschen.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Für Epitalon (Epithalon) wird empfohlen, das 10-mg-Vial mit 2 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 5 mg/mL.
Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.
Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.
Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.
Eigene Dosis umrechnen
Gerechnet mit 5 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →
Anmischen
- 2 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
- Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
- Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
- Die Lösung muss klar sein. Ergibt 5 mg/mL.
- Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.
Bei 5 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,05 mg.
Lagerung
- Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
- Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C
- Wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden.
- Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Was du dafür brauchst
- Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
- 12 Wochen: 11 Vials, 84 Insulinspritzen, 95 Alkoholtupfer, 22 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 3 × 10-mL-Flaschen).
- 24 Wochen: 11 Vials, 168 Insulinspritzen, 179 Alkoholtupfer, 22 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 3 × 10-mL-Flaschen).
- Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
- Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Wichtige Hinweise
- Dosis, Datum und Einstichstelle jedes Mal notieren — nur so bleibt der Verlauf nachvollziehbar.
- Schrittweise steigern und Aufbaustufen nicht überspringen.
- Angemischte Vials nie über das angegebene Haltbarkeitsfenster hinaus verwenden.
- Bei trüber Lösung, Flocken oder Verfärbung das Vial verwerfen.
Injektionstechnik
- Vialdeckel und Einstichstelle mit einem Alkoholtupfer reinigen und vollständig trocknen lassen.
- Eine Hautfalte abheben und die Nadel im Winkel von 45 bis 90 Grad in das Unterhautfettgewebe einführen.
- Bei subkutaner Gabe nicht aspirieren. Langsam und gleichmäßig injizieren.
- Nach dem Injizieren einige Sekunden warten, bevor die Nadel zurückgezogen wird — so geht keine Dosis verloren.
- Einstichstellen systematisch wechseln (Bauch, Oberschenkel, Oberarm), um Verhärtungen zu vermeiden.
- Für jede Injektion eine neue sterile Nadel verwenden und sie sofort in einen Kanülenbehälter entsorgen.
Quellen
Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.
- Int J Mol Sci (MDPI)2025Overview of Epitalon: Highly Bioactive Pineal Tetrapeptide with Promising Properties (2025)Quelle öffnen ↗
- PMC/BiogerontologyEpitalon increases telomere length in human cell lines through telomerase upregulationQuelle öffnen ↗
- Neuroendocrinology Letters (PubMed)Synthetic tetrapeptide Epitalon restores neuroendocrine regulation in senescent monkeysQuelle öffnen ↗
- Bull Exp Biol Med (PubMed)Geroprotective effect of epithalamine in elderly with accelerated aging (12-year RCT)Quelle öffnen ↗
- Alzheimer’s Drug Discovery FoundationEpithalamin/Epithalon Cognitive Vitality Report (mechanisms, dosing, safety)Quelle öffnen ↗
- JPT Peptide TechnologiesPeptide Stability: How Long Do Peptides Last? (storage best practices)Quelle öffnen ↗
- Tydes LaboratoryBacteriostatic Water and Peptide Reconstitution (28-day use guideline)Quelle öffnen ↗
- WikipediaEpitalon (overview of Hayflick limit studies and telomerase activation)Quelle öffnen ↗
- Immunize.org (IAC)How to Administer Subcutaneous Injections (CDC-backed guidelines)Quelle öffnen ↗
Allgemeine Grundlagen (4)
Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.
- Johns Hopkins Arthritis CenterHow to Give a Subcutaneous Injection (patient education guide)Quelle öffnen ↗
- CDCVaccine administration: subcutaneous route (angle/site; no aspiration)Quelle öffnen ↗
- NCBI BookshelfBest practices for injection (asepsis, preparation, and administration)Quelle öffnen ↗
- Subcutaneous Drug Injection Review (PMC)ÜbersichtsarbeitPharmacologic considerations of the subcutaneous routeQuelle öffnen ↗
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Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.
Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Ursprüngliche Zusammenstellung ↗