Cartalax
Ein kurzes Bioregulator-Peptid mit Bezug zum Knorpel. Seine Sequenz entspricht einem Abschnitt im Kollagen des Knorpelgewebes. Belege stammen aus Zellkulturen, nicht vom Menschen.

In 30 Sekunden verstanden
- Was ist es?
- Bioregulator · Einzelsubstanz
- Wofür erforscht?
- Verletzung, Sehnen und Gelenke
- Datenlage
- Stufe E — Zell- und Laborversuche
- Einschränkung
- Zellkulturen mit Bindegewebs- und Knorpelzellen.
- Darreichungsform
- subkutane Injektion
Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.
Dosierungsschema
Standard – schrittweiser Aufbau
| Woche / Phase | Tagesdosis | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| Woche 1-2 | 2,0 mg | 30 Einheiten (0,30 mL) |
| Woche 3-4 | 3,0 mg | 45 Einheiten (0,45 mL) |
| Woche 5-8 | 4,0 mg | 60 Einheiten (0,60 mL) |
| Woche 9-12 | 5,0 mg | 75 Einheiten (0,75 mL) |
Was Cartalax tut
Cartalax besteht aus den drei Aminosäuren Alanin, Glutaminsäure und Asparaginsäure und zählt zu den Chawinson-Bioregulatoren — sehr kurzen Peptiden, die bereits in nanomolarer Konzentration mit der DNA in Wechselwirkung treten und die Genaktivität beeinflussen sollen.
Die Sequenz entspricht einem Abschnitt in der Alpha-1-Kette des Kollagens vom Typ XI, einem Strukturprotein, das für die Unversehrtheit von Knorpel wichtig ist.
In vorklinischen Zellkulturen mit Bindegewebs- und Knorpelzellen wurde berichtet, dass Cartalax den Teilungsmarker Ki-67 sowie die Sirtuine SIRT-1 und SIRT-6 hochreguliert, die zelltodfördernden Signale p53 und Caspase-3 senkt und die Bildung von MMP-9 hemmt — jenes Enzyms, das mit dem Abbau der extrazellulären Matrix in Verbindung steht.
Beobachteter Nutzen
- Könnte die Teilungsfähigkeit von Bindegewebszellen unterstützen und Alterungsmarker in gealterten Zellkulturen verringern.
- Vorklinische Daten deuten auf einen Einfluss auf das Gleichgewicht der extrazellulären Matrix hin, über die Hemmung von MMP-9 und die Aktivität kollagenbezogener Gene.
Nebenwirkungen
- Die Chawinson-Bioregulatoren gelten in Anwendungsbeobachtungen als gut verträglich; gelegentlich leichte Reaktionen an der Einstichstelle wie Rötung oder Juckreiz.
- Deutliche Einschränkung: Es gibt keine großen randomisierten Studien am Menschen. Die Datenlage stammt fast ausschließlich aus Zellkulturen und Nagetiermodellen.
Wie gut ist das belegt?
Zellkulturen mit Bindegewebs- und Knorpelzellen.
Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.
Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
- AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
- BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
- CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
- DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
- EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.
Für eine bessere EinstufungFür Stufe D fehlen Ergebnisse aus Tiermodellen.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Für Cartalax wird empfohlen, das 20-mg-Vial mit 3 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 6,67 mg/mL.
Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.
Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.
Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.
Eigene Dosis umrechnen
Gerechnet mit 6,67 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →
Anmischen
- 3 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
- Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
- Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
- Die Lösung muss klar sein. Ergibt 6,67 mg/mL.
- Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.
Bei 6,67 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,067 mg.
Lagerung
- Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -8 °C
- Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C
- Wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden.
- Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Was du dafür brauchst
- Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
- 12 Wochen: 17 Vials, 84 Insulinspritzen, 101 Alkoholtupfer, 51 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 6 × 10-mL-Flaschen).
- 24 Wochen: 38 Vials, 168 Insulinspritzen, 206 Alkoholtupfer, 114 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 12 × 10-mL-Flaschen).
- Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
- Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Wichtige Hinweise
- Dosis, Datum und Einstichstelle jedes Mal notieren — nur so bleibt der Verlauf nachvollziehbar.
- Schrittweise steigern und Aufbaustufen nicht überspringen.
- Angemischte Vials nie über das angegebene Haltbarkeitsfenster hinaus verwenden.
- Bei trüber Lösung, Flocken oder Verfärbung das Vial verwerfen.
Injektionstechnik
- Vialdeckel und Einstichstelle mit einem Alkoholtupfer reinigen und vollständig trocknen lassen.
- Eine Hautfalte abheben und die Nadel im Winkel von 45 bis 90 Grad in das Unterhautfettgewebe einführen.
- Bei subkutaner Gabe nicht aspirieren. Langsam und gleichmäßig injizieren.
- Nach dem Injizieren einige Sekunden warten, bevor die Nadel zurückgezogen wird — so geht keine Dosis verloren.
- Einstichstellen systematisch wechseln (Bauch, Oberschenkel, Oberarm), um Verhärtungen zu vermeiden.
- Für jede Injektion eine neue sterile Nadel verwenden und sie sofort in einen Kanülenbehälter entsorgen.
Quellen
Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.
- Neuroendocrinology Letters (2002)2002Khavinson VK. Peptides and Ageing. Overview of bioregulatory peptide development and geroprotective mechanisms.Quelle öffnen ↗
- Bulletin of Experimental Biology and Medicine (2016)Laborversuch2016Lin’kova NS et al. Peptide Regulation of Skin Fibroblast Functions during Their Aging In Vitro. AED peptide effects on Ki‑67, CD98hc, caspase‑3, and MMP‑9.Quelle öffnen ↗
- Bulletin of Experimental Biology and Medicine (2014)Laborversuch2014Khavinson VK et al. Peptides regulate the expression of signaling molecules in kidney cell cultures during in vitro aging (p53, p16, SIRT‑6).Quelle öffnen ↗
- Molecular Biology Reports (2020)2020Ashapkin V, Khavinson V et al. Gene expression in human mesenchymal stem cell aging cultures: modulation by short peptides.Quelle öffnen ↗
- International Journal of Molecular Sciences (2023)2023Linkova N, Khavinson V et al. Peptide Regulation of Chondrogenic Stem Cell Differentiation.Quelle öffnen ↗
- Advances in Gerontology (2020)2020Khavinson VK, Linkova NS et al. Short peptides: regulation of skin function during aging (collagen, SIRT‑1/‑6, MMP regulation).Quelle öffnen ↗
- Advances in Therapy (PubMed)Subcutaneous injection factors and tolerability; practical volume considerations.Quelle öffnen ↗
- StatPearls (NCBI Bookshelf)Medication routes of administration; cautions for large single‑site SC volumes.Quelle öffnen ↗
Allgemeine Grundlagen (4)
Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.
- CDCVaccine administration: subcutaneous route (angle/site; no aspiration).Quelle öffnen ↗
- BachemHandling and Storage Guidelines for Peptides (lyophilized and reconstituted stability).Quelle öffnen ↗
- NCBI BookshelfBest practices for injection (asepsis, preparation, and administration).Quelle öffnen ↗
- PubChemCompound summary for Cartalax (AED peptide; CID 87815447): molecular formula C₁₂H₁₉N₃O₈, MW 333.29.Quelle öffnen ↗
Ähnliche Peptide
Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.
Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Ursprüngliche Zusammenstellung ↗