NAD+
Der zentrale Energieträger der Zelle. NAD+ wird für Energiegewinnung, DNA-Reparatur und die Neubildung von Mitochondrien gebraucht. Der Spiegel sinkt mit dem Alter — die Gabe soll ihn wieder auffüllen.
Erhältlich als 500 mg · 1000 mg


In 30 Sekunden verstanden
- Was ist es?
- Coenzym · Einzelsubstanz
- Wofür erforscht?
- Energie, Ausdauer und Mitochondrien · Langlebigkeit und Zellalterung
- Datenlage
- Stufe C — Begrenzte Humandaten
- Einschränkung
- Pilotstudien und Fallberichte, keine kontrollierten Studien.
- Darreichungsform
- subkutane Injektion
Alle Zahlen unten — Startdosis, Einheiten, Anmischen, Lagerung und Bedarf — gelten für die gewählte Größe.
Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.
Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.
Dosierungsschema
Standard – schrittweiser Aufbau
| Woche | Tagesdosis | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| Woche 1 | 50 mg | 30 Einheiten (0,30 mL) |
| Woche 2 | 75 mg | 45 Einheiten (0,45 mL) |
| Woche 3-8 | 100 mg | 60 Einheiten (0,60 mL) |
| Woche 9-12 | 100 mg | 60 Einheiten (0,60 mL) |
| Woche 13-16 | 100 mg | 60 Einheiten (0,60 mL) |
Dosierungsschema
Standard – schrittweiser Aufbau
| Woche | Tagesdosis | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| Woche 1 | 50 mg | 15 Einheiten (0,15 mL) |
| Woche 2 | 75 mg | 22,5 Einheiten (0,225 mL) |
| Woche 3-8 | 100 mg | 30 Einheiten (0,30 mL) |
| Woche 9-12 | 100 mg | 30 Einheiten (0,30 mL) |
| Woche 13-16 | 100 mg | 30 Einheiten (0,30 mL) |
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Was NAD+ tut
NAD+ ist ein Coenzym und steht im Mittelpunkt des Energiestoffwechsels — bei der Glykolyse, im Citratzyklus und in der Atmungskette. Ebenso wird es für die DNA-Reparatur und die Neubildung von Mitochondrien gebraucht. Mit dem Alter und unter Stoffwechselbelastung sinkt der zelluläre NAD+-Spiegel, was zu schlechterer Mitochondrienfunktion und geringerer Widerstandsfähigkeit der Zellen beitragen kann.
Die klinische Forschung arbeitete bislang überwiegend mit hochdosierten Infusionen von 500 bis 1000 mg, etwa in der Suchtbehandlung. Eine Pilotstudie zeigte, dass 750 mg über sechs Stunden infundiert gut vertragen wurden, rasch abgebaut wurden und keine akute Giftigkeit zeigten. Infusionen erfordern allerdings ärztliche Aufsicht und Ausstattung.
Als praktikable Alternative haben sich subkutane oder intramuskuläre Injektionen niedrigerer Dosierungen etabliert, im Bereich von einigen zehn bis wenigen hundert Milligramm. Vorsichtige Schemata beginnen bei 50 bis 100 mg einige Male pro Woche.
Beobachteter Nutzen
- Kann über das Auffüllen der NAD+-Vorräte die zelluläre Energiegewinnung und die Mitochondrienfunktion unterstützen.
- Einzelfallberichte und Pilotstudien deuten im Bereich von 100 bis 300 mg täglich auf Wirkungen bei geistiger Leistungsfähigkeit und Stoffwechselgesundheit hin.
- Hochdosierte Infusionsschemata von 500 bis 1500 mg täglich über etwa zehn Tage wurden in offenen Studien bei Suchterkrankungen eingesetzt, mit Berichten über weniger Verlangen und bessere Stimmung.
- In den veröffentlichten Studien zu NAD+ und NADH traten keine schweren unerwünschten Ereignisse auf.
Nebenwirkungen
- Zu schnelle Steigerung hoher Dosen kann Schlaflosigkeit, Unruhe oder Erschöpfung auslösen — deshalb langsam aufbauen.
- Leichte Reaktionen an der Einstichstelle wie Rötung, Juckreiz oder Wundgefühl; ein Wechsel der Stelle hilft meist.
- Vereinzelt vorübergehende Kopfschmerzen oder Hitzegefühl, in der Regel dosisabhängig.
- Dosierungen über etwa 200 bis 300 mg täglich sollten der überwachten therapeutischen Anwendung vorbehalten bleiben, da sich Stoffwechselprodukte anreichern können.
Wie gut ist das belegt?
Pilotstudien und Fallberichte, keine kontrollierten Studien.
Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.
Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
- AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
- BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
- CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
- DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
- EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.
Für eine bessere EinstufungFür Stufe B fehlen kontrollierte Studien am Menschen.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Für NAD+ wird empfohlen, das 500-mg-Vial mit 3 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 166,7 mg/mL.
Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.
Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.
Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Für NAD+ wird empfohlen, das 1000-mg-Vial mit 3 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 333,3 mg/mL.
Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.
Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.
Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.
Eigene Dosis umrechnen
Gerechnet mit 166,7 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →
Eigene Dosis umrechnen
Gerechnet mit 333,3 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →
Anmischen
- 3 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
- Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
- Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
- Die Lösung muss klar sein. Ergibt 166,7 mg/mL.
- Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.
Bei 166,7 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 1,667 mg.
Anmischen
- 3 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
- Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
- Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
- Die Lösung muss klar sein. Ergibt 333,3 mg/mL.
- Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.
Bei 333,3 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 3,333 mg.
Lagerung
- Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
- Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C, innerhalb von 14 Tage aufbrauchen
- Wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden.
- Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Lagerung
- Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
- Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C, innerhalb von 14 Tage aufbrauchen
- Wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden.
- Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Was du dafür brauchst
- Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
- 12 Wochen: 16 Vials, 84 Insulinspritzen, 100 Alkoholtupfer, 48 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 5 × 10-mL-Flaschen).
- 24 Wochen: 33 Vials, 168 Insulinspritzen, 201 Alkoholtupfer, 99 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 10 × 10-mL-Flaschen).
- Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
- Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Was du dafür brauchst
- Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
- 12 Wochen: 8 Vials, 84 Insulinspritzen, 92 Alkoholtupfer, 24 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 3 × 10-mL-Flaschen).
- 24 Wochen: 17 Vials, 168 Insulinspritzen, 185 Alkoholtupfer, 51 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 6 × 10-mL-Flaschen).
- Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
- Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Wichtige Hinweise
- Dosis, Datum und Einstichstelle jedes Mal notieren — nur so bleibt der Verlauf nachvollziehbar.
- Schrittweise steigern und Aufbaustufen nicht überspringen.
- Angemischte Vials nie über das angegebene Haltbarkeitsfenster hinaus verwenden.
- Bei trüber Lösung, Flocken oder Verfärbung das Vial verwerfen.
Injektionstechnik
- Vialdeckel und Einstichstelle mit einem Alkoholtupfer reinigen und vollständig trocknen lassen.
- Eine Hautfalte abheben und die Nadel im Winkel von 45 bis 90 Grad in das Unterhautfettgewebe einführen.
- Bei subkutaner Gabe nicht aspirieren. Langsam und gleichmäßig injizieren.
- Nach dem Injizieren einige Sekunden warten, bevor die Nadel zurückgezogen wird — so geht keine Dosis verloren.
- Einstichstellen systematisch wechseln (Bauch, Oberschenkel, Oberarm), um Verhärtungen zu vermeiden.
- Für jede Injektion eine neue sterile Nadel verwenden und sie sofort in einen Kanülenbehälter entsorgen.
Quellen
Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.
- Pharmaceuticals (Basel)Clinical evidence for targeting NAD+ therapeutically: metabolic pathways and therapeutic potentialQuelle öffnen ↗
- Current Psychiatry Research and ReviewsNAD+ and enkephalinase infusions attenuate burden in substance use disorder (pilot of 50 cases)Quelle öffnen ↗
- Fagron Academy (US)ÜbersichtsarbeitNAD+ dosing review: routes, protocols, and case study insights from clinical practiceQuelle öffnen ↗
- Jinfiniti (NAD+ Dosage Chart)Amtliche AngabeNAD+ injection dosage guidance: chart, timing, and safety considerations for titrationQuelle öffnen ↗
- Olympia PharmacyAmtliche AngabeNAD+ injection (Nicotinamide Adenine Dinucleotide): compounding pharmacy information and dosing guidanceQuelle öffnen ↗
- Sigma-Aldrich Product Informationβ‑Nicotinamide adenine dinucleotide (NAD+) product specification and stability dataQuelle öffnen ↗
- Empower PharmacyAmtliche AngabeNAD+ injection (lyophilized): compounding specifications and reconstitution guidanceQuelle öffnen ↗
- PMC (Pharmacology & Potential Implications of NAD+)ÜbersichtsarbeitComprehensive review of NAD+ metabolism, aging, and therapeutic applicationsQuelle öffnen ↗
- AgelessRxNAD+ injection clinical overview and administration protocolsQuelle öffnen ↗
- Frontiers in Aging NeuroscienceA pilot study investigating changes in human plasma and urine NAD+ metabolome during 6‑hour IV infusion (750 mg dose)Quelle öffnen ↗
- Pure Bio LabsNAD+ vial (500 mg): high‑purity peptide product specificationsQuelle öffnen ↗
- American Journal of Physiology (PubMed)Systematische ÜbersichtEvaluation of safety and effectiveness of NAD+ in different clinical conditions: a systematic reviewQuelle öffnen ↗
- CDC Pink Book (Chapter 6)Vaccine administration: needle selection and injection technique for subcutaneous routeQuelle öffnen ↗
Allgemeine Grundlagen (3)
Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.
- CDC Subcutaneous Injection GuideAmtliche AngabeTechnique diagram and site guidance for subcutaneous injections (45-90° angle, no aspiration)Quelle öffnen ↗
- NCBI BookshelfBest practices for injections: asepsis, site preparation, administration, and rotation to prevent lipohypertrophyQuelle öffnen ↗
- PMC (Subcutaneous Drug Injection Review)ÜbersichtsarbeitLiterature review of factors influencing pain at injection site and volume considerations for subcutaneous routeQuelle öffnen ↗
Ähnliche Peptide
Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.
Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Ursprüngliche Zusammenstellung ↗