CoenzymEinzelnsubkutane InjektionEvidenz C

NAD+

Der zentrale Energieträger der Zelle. NAD+ wird für Energiegewinnung, DNA-Reparatur und die Neubildung von Mitochondrien gebraucht. Der Spiegel sinkt mit dem Alter — die Gabe soll ihn wieder auffüllen.

Erhältlich als 500 mg · 1000 mg

Begrenzte Humandaten16 QuellenRechner verfügbarExternes Produkt verfügbar
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NAD+ 500 mg — Vial mit gefriergetrocknetem Pulver
NAD+ · 500 mg

In 30 Sekunden verstanden

Was ist es?
Coenzym · Einzelsubstanz
Wofür erforscht?
Energie, Ausdauer und Mitochondrien · Langlebigkeit und Zellalterung
Datenlage
Stufe C — Begrenzte Humandaten
Einschränkung
Pilotstudien und Fallberichte, keine kontrollierten Studien.
Darreichungsform
subkutane Injektion
Vialgröße

Alle Zahlen unten — Startdosis, Einheiten, Anmischen, Lagerung und Bedarf — gelten für die gewählte Größe.

Startdosis
50 mg
einmal täglich · Woche 1
Aufziehen bis
30 Einheiten (0,30 mL)
Konzentration
166,7 mg/mL
Anmischen
3 mL
Bereich
50-100 mg

Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.

Schema

Dosierungsschema

Standard – schrittweiser Aufbau

Literaturschemaeinmal täglich · subkutane Injektion500 mg + 3 mL = 166,7 mg/mL
WocheTagesdosisEinheiten je Injektion
Woche 150 mg30 Einheiten (0,30 mL)
Woche 275 mg45 Einheiten (0,45 mL)
Woche 3-8100 mg60 Einheiten (0,60 mL)
Woche 9-12100 mg60 Einheiten (0,60 mL)
Woche 13-16100 mg60 Einheiten (0,60 mL)
Extern

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Wirkung

Was NAD+ tut

NAD+ ist ein Coenzym und steht im Mittelpunkt des Energiestoffwechsels — bei der Glykolyse, im Citratzyklus und in der Atmungskette. Ebenso wird es für die DNA-Reparatur und die Neubildung von Mitochondrien gebraucht. Mit dem Alter und unter Stoffwechselbelastung sinkt der zelluläre NAD+-Spiegel, was zu schlechterer Mitochondrienfunktion und geringerer Widerstandsfähigkeit der Zellen beitragen kann.

Die klinische Forschung arbeitete bislang überwiegend mit hochdosierten Infusionen von 500 bis 1000 mg, etwa in der Suchtbehandlung. Eine Pilotstudie zeigte, dass 750 mg über sechs Stunden infundiert gut vertragen wurden, rasch abgebaut wurden und keine akute Giftigkeit zeigten. Infusionen erfordern allerdings ärztliche Aufsicht und Ausstattung.

Als praktikable Alternative haben sich subkutane oder intramuskuläre Injektionen niedrigerer Dosierungen etabliert, im Bereich von einigen zehn bis wenigen hundert Milligramm. Vorsichtige Schemata beginnen bei 50 bis 100 mg einige Male pro Woche.

Beobachteter Nutzen

Nebenwirkungen

Datenlage

Wie gut ist das belegt?

C
Begrenzte Humandaten
Kleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.

Pilotstudien und Fallberichte, keine kontrollierten Studien.

Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.

Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
  1. AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
  2. BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
  3. CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
  4. DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
  5. EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.

Für eine bessere EinstufungFür Stufe B fehlen kontrollierte Studien am Menschen.

Grundlage

Worauf sich alle Zahlen beziehen

Für NAD+ wird empfohlen, das 500-mg-Vial mit 3 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 166,7 mg/mL.

Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.

Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.

Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.

Rechner

Eigene Dosis umrechnen

Aufziehen bis

Gerechnet mit 166,7 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →

Zubereitung

Anmischen

  1. 3 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
  2. Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
  3. Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
  4. Die Lösung muss klar sein. Ergibt 166,7 mg/mL.
  5. Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.

Bei 166,7 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 1,667 mg.

Haltbarkeit

Lagerung

  • Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
  • Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C, innerhalb von 14 Tage aufbrauchen
  • Wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden.
  • Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Bedarf

Was du dafür brauchst

  • Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
  • 12 Wochen: 16 Vials, 84 Insulinspritzen, 100 Alkoholtupfer, 48 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 5 × 10-mL-Flaschen).
  • 24 Wochen: 33 Vials, 168 Insulinspritzen, 201 Alkoholtupfer, 99 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 10 × 10-mL-Flaschen).
  • Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
  • Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Praxis

Wichtige Hinweise

Handhabung

Injektionstechnik

Beleg

Quellen

4Übersichtsarbeiten
4amtliche Angaben
8weitere Quellen
16Quellen insgesamt

Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.

Allgemeine Grundlagen (3)

Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.

  • CDC Subcutaneous Injection GuideAmtliche AngabeTechnique diagram and site guidance for subcutaneous injections (45-90° angle, no aspiration)Quelle öffnen ↗
  • NCBI BookshelfBest practices for injections: asepsis, site preparation, administration, and rotation to prevent lipohypertrophyQuelle öffnen ↗
  • PMC (Subcutaneous Drug Injection Review)ÜbersichtsarbeitLiterature review of factors influencing pain at injection site and volume considerations for subcutaneous routeQuelle öffnen ↗
Verwandt

Ähnliche Peptide

Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.

Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Ursprüngliche Zusammenstellung ↗

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10.09.2026: Rückmeldelink, Quellenverweise und Linkvorschau ergänzt. Das ist keine medizinische Prüfung des Eintrags.