Vilon
Ein Bioregulator für das Immunsystem. In Zellversuchen beeinflusste Vilon Lymphozyten und die Aktivität von Botenstoffgenen. In einem Tiermodell von 2000 wurde eine längere Lebensdauer berichtet.
Weitere Aktionen

In 30 Sekunden verstanden
- Was ist es?
- Bioregulator · Einzelsubstanz
- Wofür erforscht?
- Immunsystem und Entzündung · Langlebigkeit und Zellalterung
- Datenlage
- Stufe D — Überwiegend Tierstudien
- Einschränkung
- Zellkulturen und Mausstudien; keine belastbaren Humanstudien.
- Darreichungsform
- Darreichungsform nicht belegt
Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.
Dosierungsschema
Standard – schrittweiser Aufbau
| Phase / Cycle | Tagesdosis | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| Cycle 1, Tag 1 | 0,067 mg | 1 Einheiten (0,01 mL) |
| Cycle 1, Tag 2 | 0,133 mg | 2 Einheiten (0,02 mL) |
| Cycle 1, Tag 3 | 0,20 mg | 3 Einheiten (0,03 mL) |
| Cycle 1, Tag 4 | 0,267 mg | 4 Einheiten (0,04 mL) |
| Cycle 1, Tag 5 | 0,33 mg | 5 Einheiten (0,05 mL) |
| Cycle 2+ (Tag 1-5) | 0,33-0,67 mg | 5-10 Einheiten (0,05-0,10 mL) |
Was Vilon tut
Vilon ist ein Doppelpeptid aus Lysin und Glutaminsäure und gehört zu den kurzen Bioregulatoren aus der russischen Alternsforschung.
Zur Benennung: Vilon ist das Dipeptid Lys-Glu; so steht es auch in der Tierstudie von 2000. In der Zellkulturarbeit von 2013 werden zwei Dipeptide unter den Codes AB-O und R-1 geführt, ohne dass die Zusammenfassung sagt, welches davon Vilon ist — diese Zuordnung lässt sich daher nicht zweifelsfrei treffen.
Zellversuche zeigen, dass dieses Dipeptid Lymphozytenpopulationen und die Aktivität von Botenstoffgenen beeinflussen kann. Konkret wurde beobachtet, dass Vilon in Thymuszellkulturen die Zahl der CD5-positiven Zellen erhöht und in Milzzellzubereitungen die Ablesung des Interleukin-2-Gens verstärkt.
Weitere vorklinische Arbeiten deuten auf Wirkungen auf TGF-beta-1 und die Durchlässigkeit von Gefäßen in Nierenmodellen hin.
Das stoßweise Schema mit fünf Tagen pro Monat ist von verwandten Kurzpeptid-Protokollen wie dem für Epitalon abgeleitet — nicht eigens für Vilon untersucht.
Beobachteter Nutzen
- Unterstützt in Zellkulturmodellen die Bildung von Immunzellmarkern wie CD5-positiven Lymphozyten und die Aktivität des Interleukin-2-Gens.
- Könnte unter experimentellem Nierenstress entzündliche Botenstoffe wie TGF-beta-1 beeinflussen.
- In einem Tiermodell von 2000 wurde unter Vilon eine längere Lebensdauer berichtet, dazu weniger spontane Tumoren.
Nebenwirkungen
- In vorklinischen Untersuchungen im Allgemeinen gut verträglich.
- Gelegentlich leichte Reaktionen an der Einstichstelle wie Rötung oder Juckreiz.
- Daten am Menschen sind sehr begrenzt.
Wie gut ist das belegt?
Zellkulturen und Mausstudien; keine belastbaren Humanstudien.
Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.
Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
- AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
- BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
- CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
- DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
- EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.
Für eine bessere EinstufungFür Stufe C fehlen Daten am Menschen — auch kleine Studien oder Fallserien.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Die Tabelle bewahrt eine externe Rechenangabe. Eine Darreichungsform und Dosierung am Menschen sind für diesen Stoff nicht belastbar belegt.
Die Umrechnung bezieht sich nur auf Vialgröße, Anmischmenge und Konzentration; sie ist keine Anwendungsempfehlung.
Eigene Dosis umrechnen
Gerechnet mit 6,67 mg/mL auf der rechnerischen Vial-Konzentration. Vollständiger Rechner →
Lagerung
- Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
- Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C
- Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Was du dafür brauchst
- Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
- 12 Wochen: 3 Vials, 84 Insulinspritzen, 87 Alkoholtupfer, 9 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 1 × 10-mL-Flasche).
- 24 Wochen: 6 Vials, 168 Insulinspritzen, 174 Alkoholtupfer, 18 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 2 × 10-mL-Flaschen).
- Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
- Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Wichtige Hinweise
- Dosis, Datum und Einstichstelle jedes Mal notieren — nur so bleibt der Verlauf nachvollziehbar.
- Schrittweise steigern und Aufbaustufen nicht überspringen.
- Angemischte Vials nie über das angegebene Haltbarkeitsfenster hinaus verwenden.
- Bei trüber Lösung, Flocken oder Verfärbung das Vial verwerfen.
Seitenstand: . Veröffentlichungsjahre stehen bei den einzelnen Quellen.
Quellen
Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.
- Kazakova TB et al. (2002)Laborversuch2002In vitro effect of short peptides on expression of interleukin‑Mengenangabeene in splenocytesQuelle öffnen ↗
- Bulletin of Experimental Biology and Medicine (2005)Tiermodell2005Gavrisheva NA, et al. Vilon und der Wachstumsfaktor TGF-beta bei Nierenschädigung (Tiermodell)Quelle öffnen ↗
- Bulletin of Experimental Biology and Medicine (2013)Laborversuch2013Sevostianova NN, et al. Vilon und ein Abkömmling in der Zellkultur menschlicher und tierischer ThymuszellenQuelle öffnen ↗
- Bulletin of Experimental Biology and Medicine (2000)Tiermodell2000Khavinson VK, et al. Vilon und Lebensdauer von Mäusen (Tiermodell)Quelle öffnen ↗
- Avolio F et al. (2022)2022Peptides regulating proliferative activity and inflammatory pathways in THP‑1 macrophages (Int J Mol Sci)Quelle öffnen ↗
- Journal of Peptide Science (2015)2015Vergleich eines Lys-Glu-Dipeptids mit einer Mischung freier Aminosäuren; ergänzende präklinische Einordnung.Quelle öffnen ↗
Allgemeine Grundlagen (5)
Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.
- Allgemeine Grundlage zur subkutanen Injektion (2024)2024Allgemeine Grundlage zur subkutanen Heparin-Injektion; kein Vilon-Nachweis.Quelle öffnen ↗
- MedlinePlus (NIH)Subcutaneous (SQ) injections: patient informationQuelle öffnen ↗
- Merck KGaA (Millipore Sigma)Handling and storage guidelines for peptides and proteinsQuelle öffnen ↗
- CDCVaccine administration: subcutaneous route (angle/site; no aspiration)Quelle öffnen ↗
- NCBI BookshelfBest practices for injection (asepsis, preparation, and administration)Quelle öffnen ↗
Ähnliche Peptide
Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.
Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Die Dosierungsschemata stammen aus Erfahrungsberichten, nicht aus Studien am Menschen; hier nachgerechnet ist die Umrechnung auf Vialgröße und Spritzeneinheiten.