GewebeschutzEinzelnsubkutane InjektionEvidenz B

Ara-290

Ein Peptid für geschädigte Nerven. Ara-290 dämpft Entzündung und Zelltod, ohne die Blutbildung anzuregen. In Studien besserten sich Nervenschmerzen, und geschädigte Nervenfasern wuchsen messbar nach.

Humanstudien vorhanden13 QuellenRechner verfügbar
Ara-290 16 mg — Vial mit gefriergetrocknetem Pulver
Ara-290 · 16 mg

In 30 Sekunden verstanden

Was ist es?
Gewebeschutz · Einzelsubstanz
Wofür erforscht?
Nerven und Neuropathie
Datenlage
Stufe B — Klinische Humanstudien
Einschränkung
Kontrollierte Studien bei diabetischer und sarkoidosebedingter Nervenschädigung.
Darreichungsform
subkutane Injektion
Startdosis
2 mg
einmal täglich · Woche 1
Aufziehen bis
25 Einheiten (0,25 mL)
Konzentration
8 mg/mL
Anmischen
2 mL
Bereich
2 mg - 4 mg

Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.

Schema

Dosierungsschema

Standard – schrittweiser Aufbau

Literaturschemaeinmal täglich · subkutane Injektion16 mg + 2 mL = 8 mg/mL
WocheTagesdosisEinheiten je Injektion
Woche 12 mg25 Einheiten (0,25 mL)
Woche 2-8 (or up to 16)4 mg50 Einheiten (0,50 mL)
Wirkung

Was Ara-290 tut

Ara-290, auch Cibinetid genannt, bindet an den sogenannten Innate Repair Receptor. Dieser besteht aus zwei Bausteinen — dem Erythropoetin-Rezeptor und der CD131-Untereinheit — und unterscheidet sich damit vom klassischen EPO-Rezeptor.

Diese gezielte Bindung schaltet Signalwege an, die den Zelltod hemmen und Entzündung dämpfen. Sie schützen Gewebe und fördern die Reparatur, ohne die Bildung roter Blutkörperchen anzuregen.

Vorklinische Arbeiten zeigen, dass Ara-290 ein entzündliches, gewebeschädigendes Milieu in ein heilungsförderndes umprogrammieren kann. Zusätzlich wurden schmerzlindernde Wirkungen beobachtet — über die Beeinflussung des Immunsystems und die direkte Hemmung von TRPV1-Ionenkanälen, jenen Kanälen, die auch durch Capsaicin aktiviert werden.

Beobachteter Nutzen

Nebenwirkungen

Datenlage

Wie gut ist das belegt?

B
Klinische Humanstudien
In kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.

Kontrollierte Studien bei diabetischer und sarkoidosebedingter Nervenschädigung.

Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.

Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
  1. AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
  2. BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
  3. CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
  4. DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
  5. EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.

Für eine bessere EinstufungFür Stufe A fehlen mehrere große kontrollierte Studien oder eine arzneimittelrechtliche Zulassung.

Grundlage

Worauf sich alle Zahlen beziehen

Für Ara-290 wird empfohlen, das 16-mg-Vial mit 2 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 8 mg/mL.

Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.

Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.

Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.

Rechner

Eigene Dosis umrechnen

Aufziehen bis

Gerechnet mit 8 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →

Zubereitung

Anmischen

  1. 2 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
  2. Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
  3. Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
  4. Die Lösung muss klar sein. Ergibt 8 mg/mL.
  5. Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.

Bei 8 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,08 mg.

Haltbarkeit

Lagerung

  • Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -8 °C
  • Angemischt: im Kühlschrank, innerhalb von 28 Tage aufbrauchen
  • Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Bedarf

Was du dafür brauchst

  • Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
  • 12 Wochen: 21 Vials, 84 Insulinspritzen, 105 Alkoholtupfer, 42 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 5 × 10-mL-Flaschen).
  • 24 Wochen: 42 Vials, 168 Insulinspritzen, 210 Alkoholtupfer, 84 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 9 × 10-mL-Flaschen).
  • Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
  • Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Praxis

Wichtige Hinweise

Handhabung

Injektionstechnik

Beleg

Quellen

1Humanstudie
2Übersichtsarbeiten
1amtliche Angabe
9weitere Quellen
2017neueste Quelle
13Quellen insgesamt

Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.

Allgemeine Grundlagen (4)

Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.

  • NCBI BookshelfStability and storage considerations for lyophilized peptide formulationsQuelle öffnen ↗
  • Johns Hopkins Arthritis CenterHow to give a subcutaneous injection: patient guideQuelle öffnen ↗
  • CDCAmtliche AngabeVaccine administration: subcutaneous route (angle, site, and technique guidance)Quelle öffnen ↗
  • PMC Subcutaneous Drug Delivery ReviewÜbersichtsarbeitPharmacologic considerations of the subcutaneous injection routeQuelle öffnen ↗
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Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.

Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Ursprüngliche Zusammenstellung ↗

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10.09.2026: Rückmeldelink, Quellenverweise und Linkvorschau ergänzt. Das ist keine medizinische Prüfung des Eintrags.