Pinealon
Ein Bioregulator für das Gehirn. Pinealon senkt oxidativen Stress in Nervenzellen; in Untersuchungen besserten sich Gedächtnis, Aufmerksamkeit und geistige Leistung.

In 30 Sekunden verstanden
- Was ist es?
- Bioregulator · Einzelsubstanz
- Wofür erforscht?
- Gedächtnis, Stimmung und Stress · Nerven und Neuropathie
- Datenlage
- Stufe C — Begrenzte Humandaten
- Einschränkung
- Klinische Berichte aus russischer Forschung, keine kontrollierten Studien.
- Darreichungsform
- subkutane Injektion
Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.
Dosierungsschema
Standard – schrittweiser Aufbau
| Days | Tagesdosis | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| Tag 1-5 | 1,0 mg | 15 Einheiten (0,15 mL) |
| Tag 6-14 | 1,5 mg | 22,5 Einheiten (0,225 mL) |
| Tag 15-20 | 2,0 mg | 30 Einheiten (0,30 mL) |
Was Pinealon tut
Pinealon besteht aus den Aminosäuren Glutaminsäure, Asparaginsäure und Arginin. Untersucht wurde es in Zell- und Modellsystemen auf mögliche Wirkungen auf Genaktivität und Eiweißbildung im Zusammenhang mit dem Untergang von Nervenzellen. Das sind Hinweise auf den Wirkmechanismus — ein Anwendungsschema lässt sich daraus nicht ableiten.
Die Untersuchungen deuten darauf hin, dass Pinealon die Anhäufung reaktiver Sauerstoffspezies und den ungeordneten Zelltod in Nervenzellen verringert und zugleich den Zellzyklus in Richtung Zellteilung verschiebt.
Vorklinische Studien zeigen nervenschützende Wirkungen gegen oxidativen Stress, Durchblutungsmangel und geistigen Abbau; in Tiermodellen verbesserten sich Gedächtnisleistung und Lernfähigkeit.
Klinische Untersuchungen bei Menschen mit Schädel-Hirn-Trauma und Hirnleistungsstörungen berichteten unter täglicher oraler oder injizierter Gabe Verbesserungen bei Gedächtnis, Aufmerksamkeit, geistiger Leistung und emotionaler Stabilität.
Beobachteter Nutzen
- Nervenschutz durch geringeren oxidativen Stress und besseren Erhalt der Nervenzellen.
- Verbesserungen bei Gedächtnis, Lernfähigkeit und geistiger Leistung in Tier- und Humanstudien.
- Die Beeinflussung der Caspase-3-Aktivität könnte den programmierten Zelltod in Nervenzellen und anderen Geweben verringern.
- Zur Einordnung: Die Zirbeldrüse steuert die Melatoninausschüttung über den Hell-Dunkel-Rhythmus. Aussagen zur Zirbeldrüsenfunktion sollten deshalb an messbaren Tagesrhythmus-Größen geprüft werden.
Nebenwirkungen
- Im Allgemeinen gut verträglich.
- Gelegentlich leichte Reaktionen an der Einstichstelle wie Rötung oder Juckreiz.
Wie gut ist das belegt?
Klinische Berichte aus russischer Forschung, keine kontrollierten Studien.
Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.
Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
- AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
- BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
- CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
- DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
- EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.
Für eine bessere EinstufungFür Stufe B fehlen kontrollierte Studien am Menschen.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Für Pinealon wird empfohlen, das 20-mg-Vial mit 3 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 6,67 mg/mL.
Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.
Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.
Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.
Eigene Dosis umrechnen
Gerechnet mit 6,67 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →
Anmischen
- 3 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
- Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
- Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
- Die Lösung muss klar sein. Ergibt 6,67 mg/mL.
- Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.
Bei 6,67 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,067 mg.
Lagerung
- Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
- Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C
- Wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden.
- Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Was du dafür brauchst
- Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
- 12 Wochen: 6 Vials, 84 Insulinspritzen, 90 Alkoholtupfer, 18 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 2 × 10-mL-Flaschen).
- 24 Wochen: 14 Vials, 168 Insulinspritzen, 182 Alkoholtupfer, 42 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 5 × 10-mL-Flaschen).
- Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
- Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Wichtige Hinweise
- Dosis, Datum und Einstichstelle jedes Mal notieren — nur so bleibt der Verlauf nachvollziehbar.
- Schrittweise steigern und Aufbaustufen nicht überspringen.
- Angemischte Vials nie über das angegebene Haltbarkeitsfenster hinaus verwenden.
- Bei trüber Lösung, Flocken oder Verfärbung das Vial verwerfen.
Injektionstechnik
- Vialdeckel und Einstichstelle mit einem Alkoholtupfer reinigen und vollständig trocknen lassen.
- Eine Hautfalte abheben und die Nadel im Winkel von 45 bis 90 Grad in das Unterhautfettgewebe einführen.
- Bei subkutaner Gabe nicht aspirieren. Langsam und gleichmäßig injizieren.
- Nach dem Injizieren einige Sekunden warten, bevor die Nadel zurückgezogen wird — so geht keine Dosis verloren.
- Einstichstellen systematisch wechseln (Bauch, Oberschenkel, Oberarm), um Verhärtungen zu vermeiden.
- Für jede Injektion eine neue sterile Nadel verwenden und sie sofort in einen Kanülenbehälter entsorgen.
Quellen
Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.
- Biogerontology (Springer)Peptide bioregulation of aging: 35‑year research overview by Khavinson and AnisimovQuelle öffnen ↗
- Advances in Gerontology (Springer)ÜbersichtsarbeitPeptide bioregulators as geroprotectors: experimental studies reviewQuelle öffnen ↗
- Rejuvenation ResearchPinealon increases cell viability by suppressing ROS and activating proliferationQuelle öffnen ↗
- Khavinson et al., International Journal of Molecular Sciences (2021)Übersichtsarbeit2021Peer-reviewed EDR/Pinealon review of possible gene-expression and protein-synthesis mechanisms in neurodegeneration models.Quelle öffnen ↗
- LIVV Natural Medical ReviewÜbersichtsarbeitPinealon in neurological disorders: clinical applications and protocolsQuelle öffnen ↗
- Innerbody ResearchÜbersichtsarbeitPinealon peptide: comprehensive review of benefits, safety, and clinical useQuelle öffnen ↗
- Paragon Sports MedicinePinealon peptide: brain health, memory, and cognitive enhancement researchQuelle öffnen ↗
- Core Peptides ResearchPinealon effects on neuroprotection, cell vitality, and aging processesQuelle öffnen ↗
- PMC (PubMed Central)TiermodellPinealon protects rat offspring from prenatal hyperhomocysteinemia and cognitive deficitsQuelle öffnen ↗
- Doklady Biological SciencesRegulatory peptides protect brain neurons from hypoxia in vivoQuelle öffnen ↗
- PubMedEffects of synthetic peptides in patients with chronic polymorbidity and organic brain syndromeQuelle öffnen ↗
- Advances in Gerontology (Springer)Effects of peptides on behavior and caspase‑3 activity in brain after carotid artery occlusionQuelle öffnen ↗
- Peptide Sciences ResearchPinealon research: reduction of caspase‑3 and free radical damageQuelle öffnen ↗
- NCBI Bookshelf: Physiology of the Pineal Gland and MelatoninEstablished background on pineal melatonin secretion and light-dark circadian signaling.Quelle öffnen ↗
- Advances in GerontologyÜbersichtsarbeitClinical efficacy of peptide bioregulators: comprehensive review and safety profileQuelle öffnen ↗
Allgemeine Grundlagen (4)
Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.
- PMC (Subcutaneous Drug Injection Review)ÜbersichtsarbeitPharmacologic considerations of the subcutaneous routeQuelle öffnen ↗
- CDCVaccine administration: subcutaneous route (angle/site; no aspiration)Quelle öffnen ↗
- CDC (Subcut Injection PDF)Amtliche AngabeTechnique diagram and site guidance for subcutaneous injectionsQuelle öffnen ↗
- NCBI BookshelfBest practices for injection (asepsis, preparation, and administration)Quelle öffnen ↗
Ähnliche Peptide
Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.
Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Ursprüngliche Zusammenstellung ↗