Vesugen (Lys-Glu-Asp)
Ein Bioregulator für die Gefäße. Vesugen soll die Erneuerung der Gefäßinnenwand unterstützen; berichtet werden zudem Wirkungen auf Gedächtnis und Aufmerksamkeit bei älteren Menschen.

In 30 Sekunden verstanden
- Was ist es?
- Bioregulator · Einzelsubstanz
- Datenlage
- Stufe C — Begrenzte Humandaten
- Einschränkung
- Berichte zu oraler Anwendung bei älteren Menschen, sonst Zellversuche.
- Darreichungsform
- subkutane Injektion
Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.
Dosierungsschema
Standard – schrittweiser Aufbau
| Woche | Tagesdosis | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| Woche 1 | 0,5 mg | 7,5 Einheiten (0,075 mL) |
| Woche 2 | 1,0 mg | 15 Einheiten (0,15 mL) |
| Woche 3 | 1,5 mg | 22,5 Einheiten (0,225 mL) |
| ab Woche 4 | 1,5-2,0 mg | 22,5-30 Einheiten (0,225-0,30 mL) |
Was Vesugen (Lys-Glu-Asp) tut
Vesugen ist ein Dreifachpeptid aus Lysin, Glutaminsäure und Asparaginsäure, abgeleitet von Aminosäuren, die in Proteinen der Gefäßwand vorkommen.
Untersuchungen deuten darauf hin, dass es die Vermehrung der Zellen der Gefäßinnenwand unterstützt, indem es die Bildung von Ki-67 beeinflusst — eines Proteins, das eng mit der Zellteilung verbunden ist. Vermutet wird eine Wechselwirkung mit dem Steuerbereich des Ki-67-Gens und damit ein epigenetischer Einfluss.
Weitere Studien legen nahe, dass Vesugen die Bildung von Endothelin-1 normalisieren und die Menge an Sirtuin-1 in den Zellen der Gefäßinnenwand erhöhen kann.
Beobachteter Nutzen
- Könnte über die Regulation des Ki-67-Gens die Vermehrung und Erneuerung der Gefäßinnenwandzellen unterstützen.
- Untersuchungen deuten auf nervenschützende Eigenschaften hin: Die orale Anwendung verbesserte bei älteren Menschen mit funktionellen Störungen des Zentralnervensystems Gedächtnis und Aufmerksamkeit.
- In Zellmodellen der Alzheimer-Erkrankung stellte es die Anpassungsfähigkeit der Synapsen wieder her.
Nebenwirkungen
- In den berichteten Untersuchungen im Allgemeinen gut verträglich.
- Gelegentlich leichte Reaktionen an der Einstichstelle wie Rötung oder Juckreiz.
- Große kontrollierte Studien am Menschen fehlen.
Wie gut ist das belegt?
Berichte zu oraler Anwendung bei älteren Menschen, sonst Zellversuche.
Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.
Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
- AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
- BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
- CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
- DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
- EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.
Für eine bessere EinstufungFür Stufe B fehlen kontrollierte Studien am Menschen.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Für Vesugen (Lys-Glu-Asp) wird empfohlen, das 20-mg-Vial mit 3 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 6,67 mg/mL.
Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.
Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.
Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.
Eigene Dosis umrechnen
Gerechnet mit 6,67 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →
Anmischen
- 3 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
- Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
- Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
- Die Lösung muss klar sein. Ergibt 6,67 mg/mL.
- Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.
Bei 6,67 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,067 mg.
Lagerung
- Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
- Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C
- Wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden.
- Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Was du dafür brauchst
- Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
- 12 Wochen: 8 Vials, 84 Insulinspritzen, 92 Alkoholtupfer, 24 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 3 × 10-mL-Flaschen).
- 24 Wochen: 16 Vials, 168 Insulinspritzen, 184 Alkoholtupfer, 48 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 5 × 10-mL-Flaschen).
- Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
- Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Wichtige Hinweise
- Dosis, Datum und Einstichstelle jedes Mal notieren — nur so bleibt der Verlauf nachvollziehbar.
- Schrittweise steigern und Aufbaustufen nicht überspringen.
- Angemischte Vials nie über das angegebene Haltbarkeitsfenster hinaus verwenden.
- Bei trüber Lösung, Flocken oder Verfärbung das Vial verwerfen.
Injektionstechnik
- Vialdeckel und Einstichstelle mit einem Alkoholtupfer reinigen und vollständig trocknen lassen.
- Eine Hautfalte abheben und die Nadel im Winkel von 45 bis 90 Grad in das Unterhautfettgewebe einführen.
- Bei subkutaner Gabe nicht aspirieren. Langsam und gleichmäßig injizieren.
- Nach dem Injizieren einige Sekunden warten, bevor die Nadel zurückgezogen wird — so geht keine Dosis verloren.
- Einstichstellen systematisch wechseln (Bauch, Oberschenkel, Oberarm), um Verhärtungen zu vermeiden.
- Für jede Injektion eine neue sterile Nadel verwenden und sie sofort in einen Kanülenbehälter entsorgen.
Quellen
Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.
- Bull Exp Biol Med (2016)2016Short Peptides Regulate Gene Expression (Khavinson et al.)Quelle öffnen ↗
- Adv Gerontol (2014)2014Epigenetic aspects of peptidergic regulation of vascular endothelial cell proliferation during agingQuelle öffnen ↗
- Molecules (2021)Systematische Übersicht2021Peptide Regulation of Gene Expression: A Systematic Review (MDPI)Quelle öffnen ↗
- Adv Gerontol (2016)2016Molecular aspects of vasoprotective peptide KED activity during atherosclerosis and restenosisQuelle öffnen ↗
- Bull Exp Biol Med (2021)2021Peptide KED: Molecular-Genetic Aspects of Neurogenesis Regulation in Alzheimer’s DiseaseQuelle öffnen ↗
- Bull Exp Biol Med (2017)Laborversuch2017Tripeptides Restore the Number of Neuronal Spines under Conditions of In Vitro Modeled Alzheimer’s DiseaseQuelle öffnen ↗
- DailyMedBacteriostatic Water injection, solution (FDA labeling)Quelle öffnen ↗
- PMC (2024)2024Practical advice in the development of a lyophilized protein drug productQuelle öffnen ↗
Allgemeine Grundlagen (7)
Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.
- MedlinePlusAmtliche AngabeSubcutaneous (SQ) injections: technique and site guidanceQuelle öffnen ↗
- NCBI BookshelfBest practices for injection (WHO guidelines)Quelle öffnen ↗
- Int J Mol Sci (2022)2022Neuroepigenetic Mechanisms of Action of Ultrashort Peptides in Alzheimer’s DiseaseQuelle öffnen ↗
- Pharmaceuticals (2021)Tiermodell2021Neuroprotective Effects of Tripeptides-Epigenetic Regulators in Mouse Model of Alzheimer’s DiseaseQuelle öffnen ↗
- CDCVaccine administration: subcutaneous injection techniqueQuelle öffnen ↗
- Biogerontology (2010)2010Peptide bioregulation of aging: Results and prospects (Anisimov & Khavinson)Quelle öffnen ↗
- Stem Cell Rev Rep (2020)2020Peptide Regulation of Cell DifferentiationQuelle öffnen ↗
Ähnliche Peptide
Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.
Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Ursprüngliche Zusammenstellung ↗