Testagen
Ein Bioregulator aus Hirnanhangsdrüsen-Auszügen. In Tiermodellen normalisierte er Schilddrüsenwerte und beeinflusste die Hormonachse zu den Keimdrüsen. Daten zum Menschen fehlen.

In 30 Sekunden verstanden
- Was ist es?
- Bioregulator · Einzelsubstanz
- Wofür erforscht?
- Hormonachse, Testosteron und Fruchtbarkeit
- Datenlage
- Stufe D — Überwiegend Tierstudien
- Einschränkung
- Vogelmodelle; keine klinischen Studien am Menschen.
- Darreichungsform
- subkutane Injektion
Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.
Dosierungsschema
Standard – schrittweiser Aufbau
| Woche | Tagesdosis | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| Woche 1-2 | 0,1 mg | 1,5 Einheiten (0,015 mL) |
| Woche 3-4 | 0,15 mg | 2,25 Einheiten (0,0225 mL) |
| Woche 5-8 | 0,2 mg | 3 Einheiten (0,03 mL) |
| Woche 9-12 (Optional) | 0,25-0,3 mg | 3,75-4,5 Einheiten (0,0375-0,045 mL) |
Was Testagen tut
Testagen besteht aus vier Aminosäuren und gehört zu den kurzen Bioregulatoren, die aus Auszügen des Hirnanhangsdrüsen-Vorderlappens abgeleitet wurden.
Vorklinische Untersuchungen an Vogelmodellen zeigen, dass dieses Vierfachpeptid bei Tieren ohne Hirnanhangsdrüse die Schilddrüsenhormonwerte normalisieren und die Hormonsignale entlang der Achse zwischen Hirnanhangsdrüse und Keimdrüsen beeinflussen kann.
Man vermutet, dass diese Peptide über die Regulation von Genen wirken, die Hormonbildung und -ausschüttung steuern.
Entscheidend: Es gibt keine klinischen Studien am Menschen. Das heutige Verständnis ist vollständig aus vorklinischen und Zellversuchen abgeleitet.
Beobachteter Nutzen
- Vorklinische Studien deuten auf eine Normalisierung der Schilddrüsenhormonwerte in Modellen ohne Hirnanhangsdrüse hin.
- Die Forschung weist auf eine mögliche Beeinflussung männlicher Fortpflanzungshormone über die Wege der Hirnanhangsdrüse hin.
Nebenwirkungen
- Es liegen keine veröffentlichten Daten zu Sicherheit oder Wirksamkeit am Menschen vor; das Nebenwirkungsprofil ist unbekannt.
- Gelegentlich leichte Reaktionen an der Einstichstelle wie Rötung oder Juckreiz.
Wie gut ist das belegt?
Vogelmodelle; keine klinischen Studien am Menschen.
Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.
Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
- AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
- BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
- CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
- DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
- EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.
Für eine bessere EinstufungFür Stufe C fehlen Daten am Menschen — auch kleine Studien oder Fallserien.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Für Testagen wird empfohlen, das 20-mg-Vial mit 3 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 6,67 mg/mL.
Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.
Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.
Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.
Eigene Dosis umrechnen
Gerechnet mit 6,67 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →
Anmischen
- 3 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
- Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
- Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
- Die Lösung muss klar sein. Ergibt 6,67 mg/mL.
- Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.
Bei 6,67 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,067 mg.
Lagerung
- Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
- Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C
- Wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden.
- Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Was du dafür brauchst
- Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
- 12 Wochen: 1 Vials, 84 Insulinspritzen, 85 Alkoholtupfer, 3 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 1 × 10-mL-Flasche).
- 24 Wochen: 3 Vials, 168 Insulinspritzen, 171 Alkoholtupfer, 9 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 1 × 10-mL-Flasche).
- Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
- Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Wichtige Hinweise
- Dosis, Datum und Einstichstelle jedes Mal notieren — nur so bleibt der Verlauf nachvollziehbar.
- Schrittweise steigern und Aufbaustufen nicht überspringen.
- Angemischte Vials nie über das angegebene Haltbarkeitsfenster hinaus verwenden.
- Bei trüber Lösung, Flocken oder Verfärbung das Vial verwerfen.
Injektionstechnik
- Vialdeckel und Einstichstelle mit einem Alkoholtupfer reinigen und vollständig trocknen lassen.
- Eine Hautfalte abheben und die Nadel im Winkel von 45 bis 90 Grad in das Unterhautfettgewebe einführen.
- Bei subkutaner Gabe nicht aspirieren. Langsam und gleichmäßig injizieren.
- Nach dem Injizieren einige Sekunden warten, bevor die Nadel zurückgezogen wird — so geht keine Dosis verloren.
- Einstichstellen systematisch wechseln (Bauch, Oberschenkel, Oberarm), um Verhärtungen zu vermeiden.
- Für jede Injektion eine neue sterile Nadel verwenden und sie sofort in einen Kanülenbehälter entsorgen.
Quellen
Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.
- MDPI MoleculesThe Inhibitory Effect and Adsorption Properties of Testagen Peptide on Copper Surfaces (structural characterization)Quelle öffnen ↗
- MDPI MoleculesSystematische ÜbersichtPeptide Regulation of Gene Expression: A Systematic Review (bioregulatory peptide mechanisms)Quelle öffnen ↗
- PubMedEffects of hypophyseal Lys‑Glu‑Asp‑Gly peptide on immunity, hemostasis, and thyroid function in hypophysectomized chickensQuelle öffnen ↗
- PubMedEffects of Lys‑Glu‑Asp‑Gly peptide on hormonal activity and thyroid morphology in hypophysectomized mature and old birdsQuelle öffnen ↗
- GenScriptPeptide Storage and Handling Guidelines (reconstitution and stability best practices)Quelle öffnen ↗
- JPT Peptide TechnologiesHow Long Do Peptides Last? (stability and storage considerations)Quelle öffnen ↗
- PMCSubcutaneous Drug Delivery: Pharmacologic Considerations and Clinical PracticeQuelle öffnen ↗
Allgemeine Grundlagen (4)
Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.
- CDCVaccine Administration: Subcutaneous Injection Technique (angle, site, no aspiration)Quelle öffnen ↗
- MedlinePlusAmtliche AngabeSubcutaneous (SQ) Injections: Patient Instructions (site rotation and technique)Quelle öffnen ↗
- PMCÜbersichtsarbeitSubcutaneous Injection Route: Pharmacokinetics and Clinical Applications ReviewQuelle öffnen ↗
- NCBI BookshelfBest Practices for Injection (asepsis, preparation, and administration)Quelle öffnen ↗
Ähnliche Peptide
Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.
Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Ursprüngliche Zusammenstellung ↗