Tesamorelin 5mg + Ipamorelin 5mg
Eine Mischung gegen Bauchfett mit verstärkter Wirkung. Tesamorelin senkt nachweislich das viszerale Fett, Ipamorelin verstärkt die Wachstumshormonstöße — ohne Cortisol mit anzuheben.

In 30 Sekunden verstanden
- Was ist es?
- Wachstumshormon-Freisetzer · Fertigmischung
- Datenlage
- Nicht eingestuft — nicht ausreichend dokumentiert
- Einschränkung
- Die Kombination als solche ist nicht untersucht. Die Einstufung der einzelnen Bestandteile findest du auf deren Seiten.
- Darreichungsform
- subkutane Injektion
Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.
Dosierungsschema
Standard – schrittweiser Aufbau
| Woche | Tesamorelin Dosis | Ipamorelin Dosis | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|---|
| Woche 1-2 | 0,25 mg | 0,125 mg | 23 Einheiten (0,23 mL) |
| Woche 3-4 | 0,5 mg | 0,25 mg | 45 Einheiten (0,45 mL) |
| Woche 5-6 | 1,0 mg | 0,5 mg | 90 Einheiten (0,90 mL) |
| Woche 7-10 | 1,5 mg | 0,75 mg | 135 Einheiten (1,35 mL) |
| Woche 11-16 | 2,0 mg | 1,0 mg | 180 Einheiten (1,80 mL) |
Was Tesamorelin 5mg + Ipamorelin 5mg tut
Tesamorelin ist ein synthetisches GHRH-Analogon aus 44 Aminosäuren und regt die Hirnanhangsdrüse zur Wachstumshormonausschüttung an.
Ipamorelin ist ein Peptid aus fünf Aminosäuren, das Ghrelin nachahmt. Über den Rezeptor GHS-R1a löst es gezielt die Wachstumshormonausschüttung aus, ohne Cortisol, Prolaktin oder ACTH nennenswert zu beeinflussen.
Die Kombination aus einem GHRH-Analogon und einem ghrelinartigen Freisetzer erzeugt verstärkte Ausschüttungsstöße, die über das hinausgehen, was jeder Wirkstoff allein bewirkt. Untersuchungen am Menschen zeigen, dass Ipamorelin seinen Höchstwert etwa 40 Minuten nach der Gabe erreicht.
Beobachteter Nutzen
- Verstärkte stoßweise Wachstumshormonausschüttung über zwei einander ergänzende Wege.
- Tesamorelin verringerte in Studien zur HIV-bedingten Lipodystrophie bei 2 mg täglich das Rumpffett und das viszerale Bauchfett.
- Ipamorelin wirkt sehr gezielt auf das Wachstumshormon, mit kaum einem Einfluss auf Cortisol oder andere Hormone.
Nebenwirkungen
- Unter Tesamorelin häufig Reaktionen an der Einstichstelle wie Rötung und Juckreiz, dazu Gelenkschmerzen und Wassereinlagerungen in den Beinen.
- Ipamorelin ist im Allgemeinen gut verträglich; vorübergehendes Hitzegefühl oder Kopfschmerzen sind möglich.
Wie gut ist das belegt?
Die Kombination als solche ist nicht untersucht. Die Einstufung der einzelnen Bestandteile findest du auf deren Seiten.
Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.
Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
- AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
- BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
- CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
- DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
- EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.
Für eine bessere EinstufungFür eine Einstufung fehlen belegte Ergebnisse — ohne die steht hier bewusst keine geratene Note.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Für Tesamorelin 5mg + Ipamorelin 5mg wird empfohlen, das 10mg-Blend-Vial mit 3 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 3,33 mg/mL.
Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.
Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.
Angewendet wird täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.
Eigene Dosis umrechnen
Gerechnet mit 3,33 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →
Anmischen
- 3 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
- Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
- Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
- Die Lösung muss klar sein. Ergibt 3,33 mg/mL.
- Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.
Bei 3,33 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,033 mg.
Lagerung
- Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -8 °C
- Angemischt: im Kühlschrank
- Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Was du dafür brauchst
- Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
- 12 Wochen: 10 Vials, 84 Insulinspritzen, 94 Alkoholtupfer, 30 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 3 × 10-mL-Flaschen).
- 24 Wochen: 27 Vials, 168 Insulinspritzen, 195 Alkoholtupfer, 81 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 9 × 10-mL-Flaschen).
- Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
- Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Wichtige Hinweise
- Dosis, Datum und Einstichstelle jedes Mal notieren — nur so bleibt der Verlauf nachvollziehbar.
- Schrittweise steigern und Aufbaustufen nicht überspringen.
- Angemischte Vials nie über das angegebene Haltbarkeitsfenster hinaus verwenden.
- Bei trüber Lösung, Flocken oder Verfärbung das Vial verwerfen.
Injektionstechnik
- Vialdeckel und Einstichstelle mit einem Alkoholtupfer reinigen und vollständig trocknen lassen.
- Eine Hautfalte abheben und die Nadel im Winkel von 45 bis 90 Grad in das Unterhautfettgewebe einführen.
- Bei subkutaner Gabe nicht aspirieren. Langsam und gleichmäßig injizieren.
- Nach dem Injizieren einige Sekunden warten, bevor die Nadel zurückgezogen wird — so geht keine Dosis verloren.
- Einstichstellen systematisch wechseln (Bauch, Oberschenkel, Oberarm), um Verhärtungen zu vermeiden.
- Für jede Injektion eine neue sterile Nadel verwenden und sie sofort in einen Kanülenbehälter entsorgen.
Quellen
Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.
- PMCThe Safety and Efficacy of Growth Hormone Secretagogues - GHRH + GHRP synergy; dual pathway GH stimulation mechanismsQuelle öffnen ↗
- Endocrine ReviewsGrowth Hormone Secretagogues - Synergistic amplification of GH release with combined GHRH and ghrelin mimeticsQuelle öffnen ↗
- NCBI LiverToxTesamorelin - Synthetic GHRH analog; recommended dose 2 mg SC daily for HIV lipodystrophyQuelle öffnen ↗
- PubMedIpamorelin, the first selective growth hormone secretagogue - High GH potency and selectivity; no cortisol/ACTH effectQuelle öffnen ↗
- FDA Egrifta (tesamorelin) LabelAmtliche AngabeSC abdomen injection; rotate sites; storage and reconstitution guidanceQuelle öffnen ↗
- PubMedPharmacokinetic-pharmacodynamic modeling of ipamorelin - Human GH release peaked ~0.67 h post-doseQuelle öffnen ↗
- JAMAPhase-3-StudieTesamorelin for Abdominal Fat in HIV - Phase 3 trials demonstrating visceral fat reduction with tesamorelinQuelle öffnen ↗
Allgemeine Grundlagen (4)
Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.
- CDCVaccine Administration: Subcutaneous Injection - Subcutaneous injection technique (45° angle, pinch skin, no aspiration)Quelle öffnen ↗
- CDCAmtliche AngabeVaccine Administration During - General subcutaneous route guidance (angle/site)Quelle öffnen ↗
- NCBI BookshelfAmtliche AngabeBest Practices for Injection - Asepsis, preparation, and administration guidanceQuelle öffnen ↗
- PMCÜbersichtsarbeitSubcutaneous Drug Injection Review - Pharmacologic considerations of the subcutaneous routeQuelle öffnen ↗
Ähnliche Peptide
Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.
Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Ursprüngliche Zusammenstellung ↗