AOD-9604 + CJC-1295 + Ipamorelin
Eine Mischung für Körperzusammensetzung. AOD-9604 baut Fett ab, CJC-1295 hebt Wachstumshormon und IGF-1 dauerhaft, Ipamorelin sorgt für die stoßweise Ausschüttung — ohne Cortisol mit anzuheben.

In 30 Sekunden verstanden
- Was ist es?
- Wachstumshormon-Freisetzer · Fertigmischung
- Datenlage
- Nicht eingestuft — nicht ausreichend dokumentiert
- Einschränkung
- Die Kombination als solche ist nicht untersucht. Die Einstufung der einzelnen Bestandteile findest du auf deren Seiten.
- Darreichungsform
- subkutane Injektion
Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.
Dosierungsschema
Standard – schrittweiser Aufbau
| Woche | Tagesdosis | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| Woche 1 | 0,2 mg AOD / 0,1 mg CJC / 0,1 mg Ip | 10 Einheiten (0,10 mL) |
| Woche 2 | 0,3 mg AOD / 0,15 mg CJC / 0,15 mg Ip | 15 Einheiten (0,15 mL) |
| Woche 3-12 | 0,4 mg AOD / 0,2 mg CJC / 0,2 mg Ip | 20 Einheiten (0,20 mL) |
Was AOD-9604 + CJC-1295 + Ipamorelin tut
Diese Mischung vereint drei Peptide mit unterschiedlichen Ansatzpunkten. AOD-9604 ist ein abgewandeltes Bruchstück vom hinteren Ende des menschlichen Wachstumshormons, konkret die Aminosäuren 177 bis 191. Es behält die fettabbauende Wirkung, ohne IGF-1 anzuheben oder den Zuckerstoffwechsel zu beeinflussen.
CJC-1295 ist ein langwirksames GHRH-Analogon und hebt Wachstumshormon und IGF-1 anhaltend an, was Aufbauprozesse und den Fettstoffwechsel unterstützt.
Ipamorelin ahmt Ghrelin nach, allerdings sehr gezielt: Es löst die stoßweise Wachstumshormonausschüttung aus, ohne ACTH oder Cortisol nennenswert anzuheben.
Zusammengenommen sollen die drei die körpereigene stoßweise Ausschüttung verstärken und Veränderungen der Körperzusammensetzung bewirken, wie man sie sonst unter zugeführtem Wachstumshormon sieht.
Beobachteter Nutzen
- Unterstützt den Abbau von Fettmasse und verstärkt die Fettverbrennung.
- Könnte über anhaltend erhöhtes Wachstumshormon und IGF-1 den Aufbau fettfreier Masse fördern.
- Gezielte Wachstumshormonausschüttung ohne nennenswerten Anstieg von Cortisol oder Prolaktin.
- AOD-9604 zeigte in Humanstudien ein Sicherheitsprofil wie ein Scheinmedikament.
Nebenwirkungen
- Leichte Reaktionen an der Einstichstelle wie Rötung oder Juckreiz.
- Vorübergehendes Hitzegefühl oder Wärme nach der Injektion.
- Zu Beginn gelegentlich Kopfschmerzen oder Benommenheit.
- Wassereinlagerungen, meist leicht, bei anhaltend erhöhtem Wachstumshormon.
Wie gut ist das belegt?
Die Kombination als solche ist nicht untersucht. Die Einstufung der einzelnen Bestandteile findest du auf deren Seiten.
Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.
Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
- AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
- BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
- CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
- DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
- EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.
Für eine bessere EinstufungFür eine Einstufung fehlen belegte Ergebnisse — ohne die steht hier bewusst keine geratene Note.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Für AOD-9604 + CJC-1295 + Ipamorelin wird empfohlen, das 12-mg-Blend-Vial mit 3 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 4 mg/mL.
Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.
Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.
Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.
Eigene Dosis umrechnen
Gerechnet mit 4 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →
Anmischen
- 3 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
- Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
- Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
- Die Lösung muss klar sein. Ergibt 4 mg/mL.
- Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.
Bei 4 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,04 mg.
Lagerung
- Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
- Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C
- Wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden.
- Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Was du dafür brauchst
- Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
- 12 Wochen: 3 Vials, 84 Insulinspritzen, 87 Alkoholtupfer, 9 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 1 × 10-mL-Flasche).
- 24 Wochen: 6 Vials, 168 Insulinspritzen, 174 Alkoholtupfer, 18 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 2 × 10-mL-Flaschen).
- Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
- Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Wichtige Hinweise
- Dosis, Datum und Einstichstelle jedes Mal notieren — nur so bleibt der Verlauf nachvollziehbar.
- Schrittweise steigern und Aufbaustufen nicht überspringen.
- Angemischte Vials nie über das angegebene Haltbarkeitsfenster hinaus verwenden.
- Bei trüber Lösung, Flocken oder Verfärbung das Vial verwerfen.
Injektionstechnik
- Vialdeckel und Einstichstelle mit einem Alkoholtupfer reinigen und vollständig trocknen lassen.
- Eine Hautfalte abheben und die Nadel im Winkel von 45 bis 90 Grad in das Unterhautfettgewebe einführen.
- Bei subkutaner Gabe nicht aspirieren. Langsam und gleichmäßig injizieren.
- Nach dem Injizieren einige Sekunden warten, bevor die Nadel zurückgezogen wird — so geht keine Dosis verloren.
- Einstichstellen systematisch wechseln (Bauch, Oberschenkel, Oberarm), um Verhärtungen zu vermeiden.
- Für jede Injektion eine neue sterile Nadel verwenden und sie sofort in einen Kanülenbehälter entsorgen.
Quellen
Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.
- Journal of Endocrinology & Metabolism (2014)2014Safety and metabolism of AOD9604: novel nutraceutical ingredient for improved metabolic healthQuelle öffnen ↗
- Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism (PubMed)Prolonged stimulation of GH and IGF-I secretion by CJC-1295 in healthy adultsQuelle öffnen ↗
- European Journal of Endocrinology (PubMed)Ipamorelin: the first selective growth hormone secretagogueQuelle öffnen ↗
- Translational Andrology and Urology (PMC)Role of growth hormone secretagogues in body composition managementQuelle öffnen ↗
- Endocrinology (OUP)hGH and AOD-9604: lipid metabolism and beta-adrenergic pathway insightsQuelle öffnen ↗
- Journal of Endocrinology & Metabolism (2013)2013Safety and tolerability of the hexadecapeptide AOD9604 in humansQuelle öffnen ↗
- Obesity Pharmacotherapy Review (PMC)ÜbersichtsarbeitAOD-9604 clinical trial overview and weight loss outcomesQuelle öffnen ↗
Allgemeine Grundlagen (7)
Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.
- CDCPreventing unsafe injection practices: multi-dose vial handling guidelinesQuelle öffnen ↗
- Subcutaneous Drug Injection Review (PMC)ÜbersichtsarbeitPharmacologic considerations of the subcutaneous routeQuelle öffnen ↗
- CDCAmtliche AngabeVaccine administration: subcutaneous route (angle/site guidance)Quelle öffnen ↗
- MedlinePlusAmtliche AngabeSubcutaneous injections: patient instructions and techniqueQuelle öffnen ↗
- NCBI BookshelfBest practices for injection: asepsis, preparation, and administrationQuelle öffnen ↗
- Central & Peripheral Anti-Obesity Targets (PMC)AOD-9604 RCT summary and mechanistic overviewQuelle öffnen ↗
- PubMedMetabolic studies of AOD-9604 in obese rodents (oral dosing, fat oxidation)Quelle öffnen ↗
Ähnliche Peptide
Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.
Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Ursprüngliche Zusammenstellung ↗