Wachstumshormon-FreisetzerEinzelnsubkutane InjektionEvidenz B

Ipamorelin

Ein Wachstumshormon-Anreger. Ipamorelin bringt die Hirnanhangsdrüse dazu, körpereigenes Wachstumshormon stoßweise auszuschütten — gezielt, ohne Cortisol und Prolaktin mit anzuheben. Genutzt für Regeneration und Körperzusammensetzung.

Erhältlich als 5 mg · 10 mg

Humanstudien vorhanden11 QuellenRechner verfügbarExternes Produkt verfügbar
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Ipamorelin 5 mg — Vial mit gefriergetrocknetem Pulver
Ipamorelin · 5 mg

In 30 Sekunden verstanden

Was ist es?
Wachstumshormon-Freisetzer · Einzelsubstanz
Wofür erforscht?
Muskelaufbau und Wachstumshormon
Datenlage
Stufe B — Klinische Humanstudien
Einschränkung
Klinische Studien zur Magenbeweglichkeit, kontrollierte Dosisfindung.
Darreichungsform
subkutane Injektion
Vialgröße

Alle Zahlen unten — Startdosis, Einheiten, Anmischen, Lagerung und Bedarf — gelten für die gewählte Größe.

Startdosis
0,1 mg
einmal täglich · Woche 1-2
Aufziehen bis
6 Einheiten (0,06 mL)
Konzentration
1,67 mg/mL
Anmischen
3 mL
Bereich
0,1-0,25 mg

Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.

Schema

Dosierungsschema

Standard – schrittweiser Aufbau

Literaturschemaeinmal täglich · subkutane Injektion5 mg + 3 mL = 1,67 mg/mL
WocheTagesdosisEinheiten je Injektion
Woche 1-20,1 mg6 Einheiten (0,06 mL)
Woche 3-40,15 mg9 Einheiten (0,09 mL)
Woche 5-80,2 mg12 Einheiten (0,12 mL)
Woche 9-120,25 mg15 Einheiten (0,15 mL)
Extern

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Wirkung

Was Ipamorelin tut

Ipamorelin bindet an den Rezeptor für Wachstumshormon-Freisetzer (GHSR-1a) und veranlasst die Hirnanhangsdrüse, körpereigenes Wachstumshormon stoßweise auszuschütten — also in dem Rhythmus, in dem der Körper es ohnehin freisetzt.

Anders als ältere Wirkstoffe dieser Gruppe arbeitet Ipamorelin sehr gezielt: In wirksamen Dosierungen regt es die Ausschüttung von ACTH, Cortisol und Prolaktin nicht nennenswert an. Nach subkutaner Injektion erreicht der Wachstumshormonspiegel nach etwa 40 Minuten seinen Höchstwert und ist nach zwei bis drei Stunden wieder auf dem Ausgangsniveau.

Dieser kurze, stoßweise Verlauf passt zur einmal täglichen Gabe. In Tierstudien stumpfte selbst eine dauerhafte tägliche Anwendung die Ausschüttung nicht merklich ab; Pausen werden dennoch vorsorglich empfohlen. Über dieselben Rezeptoren wirkt Ipamorelin zusätzlich auf den Magen-Darm-Trakt und kann die Magenentleerung beschleunigen.

Beobachteter Nutzen

Nebenwirkungen

Datenlage

Wie gut ist das belegt?

B
Klinische Humanstudien
In kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.

Klinische Studien zur Magenbeweglichkeit, kontrollierte Dosisfindung.

Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.

Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
  1. AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
  2. BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
  3. CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
  4. DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
  5. EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.

Für eine bessere EinstufungFür Stufe A fehlen mehrere große kontrollierte Studien oder eine arzneimittelrechtliche Zulassung.

Grundlage

Worauf sich alle Zahlen beziehen

Für Ipamorelin wird empfohlen, das 5-mg-Vial mit 3 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 1,67 mg/mL.

Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.

Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.

Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.

Rechner

Eigene Dosis umrechnen

Aufziehen bis

Gerechnet mit 1,67 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →

Zubereitung

Anmischen

  1. 3 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
  2. Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
  3. Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
  4. Die Lösung muss klar sein. Ergibt 1,67 mg/mL.
  5. Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.

Bei 1,67 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,017 mg.

Haltbarkeit

Lagerung

  • Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -8 °C
  • Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C
  • Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Bedarf

Was du dafür brauchst

  • Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
  • 12 Wochen: 4 Vials, 84 Insulinspritzen, 88 Alkoholtupfer, 12 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 2 × 10-mL-Flaschen).
  • 24 Wochen: 8 Vials, 168 Insulinspritzen, 176 Alkoholtupfer, 24 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 3 × 10-mL-Flaschen).
  • Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
  • Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Praxis

Wichtige Hinweise

Handhabung

Injektionstechnik

Beleg

Quellen

1Humanstudie
1präklinische Untersuchung
2Übersichtsarbeiten
7weitere Quellen
2020neueste Quelle
11Quellen insgesamt

Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.

Allgemeine Grundlagen (4)

Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.

  • Johns Hopkins Arthritis CenterHow to Give a Subcutaneous Injection (patient educational resource)Quelle öffnen ↗
  • NCBI BookshelfBest practices for injection: asepsis, preparation, and administration techniquesQuelle öffnen ↗
  • Pharmacologic Considerations (PMC)ÜbersichtsarbeitSubcutaneous drug injection: review of pharmacologic considerations and site rotation practicesQuelle öffnen ↗
  • Bachem (Peptide Manufacturer)Handling and Storage Guidelines for Peptides (technical best-practices)Quelle öffnen ↗
Verwandt

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Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.

Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Ursprüngliche Zusammenstellung ↗

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10.09.2026: Rückmeldelink, Quellenverweise und Linkvorschau ergänzt. Das ist keine medizinische Prüfung des Eintrags.