TB-500
Ein Regenerationspeptid. TB-500 bringt Zellen dazu, zum Verletzungsort zu wandern, und lässt dort neue Blutgefäße entstehen. Es wird zur Wundheilung und gegen Vernarbung untersucht — bislang ohne große Studien am Menschen.
Erhältlich als 5 mg · 10 mg


In 30 Sekunden verstanden
- Was ist es?
- Geweberegeneration · Einzelsubstanz
- Wofür erforscht?
- Verletzung, Sehnen und Gelenke
- Datenlage
- Stufe D — Überwiegend Tierstudien
- Einschränkung
- Belege aus vorklinischen und veterinärmedizinischen Untersuchungen.
- Darreichungsform
- subkutane Injektion
Alle Zahlen unten — Startdosis, Einheiten, Anmischen, Lagerung und Bedarf — gelten für die gewählte Größe.
Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.
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Dosierungsschema
Standard – schrittweiser Aufbau
| Phase | Tagesdosis | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| Woche 1-2 | 0,5 mg | 30 Einheiten (0,30 mL) |
| Woche 3-4 | 0,6 mg | 36 Einheiten (0,36 mL) |
| Woche 5-8 | 0,75 mg | 45 Einheiten (0,45 mL) |
| Woche 9-12 | 1 mg | 60 Einheiten (0,60 mL) |
Dosierungsschema
Standard – schrittweiser Aufbau
| Phase | Tagesdosis | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| Woche 1-2 | 0,5 mg | 15 Einheiten (0,15 mL) |
| Woche 3-4 | 0,6 mg | 18 Einheiten (0,18 mL) |
| Woche 5-8 | 0,75 mg | 23 Einheiten (0,23 mL) |
| Woche 9-12 | 1 mg | 30 Einheiten (0,30 mL) |
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Was TB-500 tut
TB-500 entspricht dem wirksamen vorderen Abschnitt von Thymosin beta-4, konkret der Sequenz Ac-LKKTETQ. Genau dieser Abschnitt ist im vollständigen Molekül für die Bindung an Aktin und damit für die Beweglichkeit von Zellen verantwortlich.
Vorklinische Arbeiten zeigen, dass TB-500 die Neubildung von Blutgefäßen anregt, die Wundheilung beschleunigt und die Geweberegeneration unterstützt, indem es Zellwanderung und Gefäßbildung verstärkt. In Tiermodellen wurde mehr Kollagen eingelagert und die Heilungsdauer verkürzt.
Neuere Stoffwechseluntersuchungen legen nahe, dass TB-500 als Vorstufe wirkt und erst durch Abspaltung zu einem kürzeren, aktiven Fünf-Aminosäuren-Bruchstück seine Wirkung entfaltet.
Beobachteter Nutzen
- Beschleunigt in vorklinischen Modellen die Wundheilung über verstärkte Gefäßneubildung und Zellwanderung.
- Könnte über die Thymosin-Signalwege indirekt Entzündung und Vernarbung verringern — beobachtet in Tiermodellen.
- In veterinärmedizinischen Untersuchungen im Allgemeinen gut vertragen.
Nebenwirkungen
- Gelegentlich leichte Reaktionen an der Einstichstelle wie Rötung oder Druckempfindlichkeit.
- Die Datenlage beim Menschen ist dünn: Für TB-500 selbst wurden bislang keine großen klinischen Studien abgeschlossen.
Wie gut ist das belegt?
Belege aus vorklinischen und veterinärmedizinischen Untersuchungen.
Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.
Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
- AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
- BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
- CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
- DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
- EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.
Für eine bessere EinstufungFür Stufe C fehlen Daten am Menschen — auch kleine Studien oder Fallserien.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Für TB-500 wird empfohlen, das 5-mg-Vial mit 3 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 1,67 mg/mL.
Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.
Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.
Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Für TB-500 wird empfohlen, das 10-mg-Vial mit 3 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 3,33 mg/mL.
Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.
Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.
Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.
Eigene Dosis umrechnen
Gerechnet mit 1,67 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →
Eigene Dosis umrechnen
Gerechnet mit 3,33 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →
Anmischen
- 3 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
- Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
- Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
- Die Lösung muss klar sein. Ergibt 1,67 mg/mL.
- Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.
Bei 1,67 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,017 mg.
Anmischen
- 3 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
- Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
- Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
- Die Lösung muss klar sein. Ergibt 3,33 mg/mL.
- Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.
Bei 3,33 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,033 mg.
Lagerung
- Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
- Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C
- Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Lagerung
- Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
- Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C
- Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Was du dafür brauchst
- Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
- 12 Wochen: 13 Vials, 84 Insulinspritzen, 97 Alkoholtupfer, 39 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 4 × 10-mL-Flaschen).
- 24 Wochen: 30 Vials, 168 Insulinspritzen, 198 Alkoholtupfer, 90 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 9 × 10-mL-Flaschen).
- Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
- Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Was du dafür brauchst
- Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
- 12 Wochen: 7 Vials, 84 Insulinspritzen, 91 Alkoholtupfer, 21 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 3 × 10-mL-Flaschen).
- 24 Wochen: 15 Vials, 168 Insulinspritzen, 183 Alkoholtupfer, 45 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 5 × 10-mL-Flaschen).
- Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
- Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Wichtige Hinweise
- Dosis, Datum und Einstichstelle jedes Mal notieren — nur so bleibt der Verlauf nachvollziehbar.
- Schrittweise steigern und Aufbaustufen nicht überspringen.
- Angemischte Vials nie über das angegebene Haltbarkeitsfenster hinaus verwenden.
- Bei trüber Lösung, Flocken oder Verfärbung das Vial verwerfen.
Injektionstechnik
- Vialdeckel und Einstichstelle mit einem Alkoholtupfer reinigen und vollständig trocknen lassen.
- Eine Hautfalte abheben und die Nadel im Winkel von 45 bis 90 Grad in das Unterhautfettgewebe einführen.
- Bei subkutaner Gabe nicht aspirieren. Langsam und gleichmäßig injizieren.
- Nach dem Injizieren einige Sekunden warten, bevor die Nadel zurückgezogen wird — so geht keine Dosis verloren.
- Einstichstellen systematisch wechseln (Bauch, Oberschenkel, Oberarm), um Verhärtungen zu vermeiden.
- Für jede Injektion eine neue sterile Nadel verwenden und sie sofort in einen Kanülenbehälter entsorgen.
Quellen
Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.
- FASEB JournalBiological activities of thymosin β4 defined by active peptide sequences (TB‑500 fragment identification)Quelle öffnen ↗
- Journal of Chromatography A (PubMed)Doping control analysis of TB‑500 as synthetic thymosin β4 fragment in biological samplesQuelle öffnen ↗
- WADA Scientific ResearchInvestigation of TB‑500 metabolism, synthesis of metabolites, and detection limitsQuelle öffnen ↗
- Racing Medication & Testing ConsortiumThymosin β4 regulatory bulletin (TB‑500 use in equine sports medicine)Quelle öffnen ↗
- Journal of Investigative Dermatology (PubMed)Thymosin beta4 accelerates wound healing (preclinical wound healing model)Quelle öffnen ↗
- Verified Peptides Storage GuideLyophilized peptide storage best practices (temperature, humidity, light protection)Quelle öffnen ↗
- Empower PharmacyBacteriostatic water injection guidelines (0.9% benzyl alcohol, multi‑dose vial stability)Quelle öffnen ↗
- WADA Prohibited ListTB‑500 classification as prohibited substance in competitive sportsQuelle öffnen ↗
- Journal of Chromatography B (PubMed)Quantification of TB‑500 metabolites and wound healing activity screening (prodrug hypothesis)Quelle öffnen ↗
- CenterWatch Clinical TrialsClinical trial registry for thymosin β4 in acute myocardial infarction (no TB‑500 specific trials)Quelle öffnen ↗
- Nursing Journal (LWW)How to administer subcutaneous injections (clinical technique guidelines)Quelle öffnen ↗
- University of Michigan HealthPatient education guide for subcutaneous injection techniqueQuelle öffnen ↗
Allgemeine Grundlagen (1)
Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.
- NCBI BookshelfBest practices for subcutaneous injection (aseptic technique, site rotation)Quelle öffnen ↗
Ähnliche Peptide
Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.
Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Ursprüngliche Zusammenstellung ↗