Mitochondrien-WirkstoffEinzelnsubkutane InjektionEvidenz B

SS-31

Ein Mitochondrien-Reparaturpeptid. SS-31 stabilisiert die Kraftwerksmembran der Zelle, steigert die Energiegewinnung und senkt die Bildung schädlicher Sauerstoffverbindungen. Beim Barth-Syndrom in den USA beschleunigt zugelassen.

Erhältlich als 10 mg · 30 mg · 50 mg

Humanstudien vorhanden13 QuellenRechner verfügbarExternes Produkt verfügbar
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SS-31 10 mg — Vial mit gefriergetrocknetem Pulver
SS-31 · 10 mg

In 30 Sekunden verstanden

Was ist es?
Mitochondrien-Wirkstoff · Einzelsubstanz
Wofür erforscht?
Energie, Ausdauer und Mitochondrien
Datenlage
Stufe B — Klinische Humanstudien
Einschränkung
Mehrere Phase-2-Studien; Zulassung bislang nur für das seltene Barth-Syndrom.
Darreichungsform
subkutane Injektion
Vialgröße

Alle Zahlen unten — Startdosis, Einheiten, Anmischen, Lagerung und Bedarf — gelten für die gewählte Größe.

Startdosis
5 mg
einmal täglich · Woche 1-2
Aufziehen bis
50 Einheiten (0,50 mL)
Konzentration
10 mg/mL
Anmischen
1 mL
Bereich
5-10 mg

Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.

Schema

Dosierungsschema

Standard – schrittweiser Aufbau

Literaturschemaeinmal täglich · subkutane Injektion10 mg + 1 mL = 10 mg/mL
WocheTagesdosisEinheiten je Injektion
Woche 1-25 mg50 Einheiten (0,50 mL)
Woche 3-810 mg100 Einheiten (1,0 mL)

Fortgeschritten – zügiger Aufbau

Literaturschemaeinmal täglich · subkutane Injektion10 mg + 1 mL = 10 mg/mL
WocheTagesdosisEinheiten je Injektion
Woche 1-25 mg50 Einheiten (0,50 mL)
Woche 3-410 mg100 Einheiten (1,0 mL)
Woche 5-815 mgGeteilt: 2 × 75 Einheiten (0,75 mL je)
Optional Woche 9-1220 mgGeteilt: 2 × 100 Einheiten (1,0 mL je)
Extern

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Wirkung

Was SS-31 tut

SS-31, auch Elamipretid genannt, ist ein aus vier Aminosäuren bestehendes Peptid, das Zellmembranen durchdringen kann und gezielt an gestörten Mitochondrien ansetzt. Es reichert sich in der inneren Mitochondrienmembran an und bindet dort an Cardiolipin — ein besonderes Membranfett, das die Bausteine der Atmungskette ordnet und die Faltenstruktur der Membran aufrechterhält.

Indem SS-31 die Verbindung zwischen Cardiolipin und den Membranproteinen stabilisiert, verbessert es den Elektronentransport, verringert die krankhafte Bildung reaktiver Sauerstoffspezies und steigert die ATP-Gewinnung in stoffwechselaktiven Geweben.

In vorklinischen Modellen schützte SS-31 bei Herzschwäche, bei Durchblutungsschäden nach Wiederdurchblutung, bei Nervenerkrankungen, bei chronischer Nierenerkrankung und bei altersbedingtem Muskelschwund. In Humanstudien war es gut verträglich, ohne dosisbegrenzende Giftigkeit.

Die Studienlage ist gemischt: Phase-II-Studien bei Herzschwäche und bei angeborener Mitochondrienmyopathie verfehlten ihren Hauptendpunkt. Die TAZPOWER-Studie beim Barth-Syndrom zeigte dagegen deutliche Verbesserungen bei Muskelkraft und Gehstrecke, was 2025 zu einer beschleunigten Zulassung in den USA führte.

Beobachteter Nutzen

Nebenwirkungen

Datenlage

Wie gut ist das belegt?

B
Klinische Humanstudien
In kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.

Mehrere Phase-2-Studien; Zulassung bislang nur für das seltene Barth-Syndrom.

Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.

Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
  1. AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
  2. BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
  3. CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
  4. DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
  5. EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.

Für eine bessere EinstufungFür Stufe A fehlen mehrere große kontrollierte Studien oder eine arzneimittelrechtliche Zulassung.

Grundlage

Worauf sich alle Zahlen beziehen

Für SS-31 wird empfohlen, das 10-mg-Vial mit 1 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 10 mg/mL.

Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.

Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.

Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.

Rechner

Eigene Dosis umrechnen

Aufziehen bis

Gerechnet mit 10 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →

Zubereitung

Anmischen

  1. 1 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
  2. Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
  3. Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
  4. Die Lösung muss klar sein. Ergibt 10 mg/mL.
  5. Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.

Bei 10 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,1 mg.

Haltbarkeit

Lagerung

  • Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
  • Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C
  • Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Bedarf

Was du dafür brauchst

  • Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
  • 12 Wochen: 77 Vials, 84 Insulinspritzen, 161 Alkoholtupfer, 77 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 8 × 10-mL-Flaschen).
  • 24 Wochen: 161 Vials, 168 Insulinspritzen, 329 Alkoholtupfer, 161 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 17 × 10-mL-Flaschen).
  • Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
  • Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Praxis

Wichtige Hinweise

Handhabung

Injektionstechnik

Beleg

Quellen

1Übersichtsarbeit
1amtliche Angabe
11weitere Quellen
2025neueste Quelle
13Quellen insgesamt

Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.

Allgemeine Grundlagen (3)

Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.

  • Centers for Disease Control and Prevention (CDC)Vaccine administration: subcutaneous injection technique (angle, site selection, no aspiration)Quelle öffnen ↗
  • Johns Hopkins Arthritis CenterAmtliche AngabePatient guide: how to give a subcutaneous injection (step‑by‑step instructions)Quelle öffnen ↗
  • NCBI Bookshelf (StatPearls)Best practices for injection: aseptic technique, preparation, and administrationQuelle öffnen ↗
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Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.

Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Ursprüngliche Zusammenstellung ↗

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10.09.2026: Rückmeldelink, Quellenverweise und Linkvorschau ergänzt. Das ist keine medizinische Prüfung des Eintrags.