Mitochondrien-WirkstoffEinzelnsubkutane InjektionEvidenz D

MOTS-C

Ein Stoffwechselpeptid aus den Mitochondrien. MOTS-C versetzt die Zelle in einen sparsamen Betriebszustand: mehr Zuckeraufnahme, mehr Fettverbrennung, weniger Fetteinlagerung. Auf Zellebene ähnelt die Wirkung der von Bewegung und Metformin.

Erhältlich als 5 mg · 10 mg · 20 mg · 40 mg

Überwiegend Tierdaten24 QuellenRechner verfügbarExternes Produkt verfügbar
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MOTS-C 5 mg — Vial mit gefriergetrocknetem Pulver
MOTS-C · 5 mg

In 30 Sekunden verstanden

Was ist es?
Mitochondrien-Wirkstoff · Einzelsubstanz
Wofür erforscht?
Abnehmen und Körperfett · Energie, Ausdauer und Mitochondrien
Datenlage
Stufe D — Überwiegend Tierstudien
Einschränkung
Wirkungen nur an Mäusen und Zellen belegt. Am Menschen gibt es Blutspiegelmessungen und eine Phase-1-Studie mit dem abgewandelten Wirkstoff CB4211; eine Phase-2-Studie mit MOTS-c selbst läuft seit 2026.
Darreichungsform
subkutane Injektion
Vialgröße

Alle Zahlen unten — Startdosis, Einheiten, Anmischen, Lagerung und Bedarf — gelten für die gewählte Größe.

Startdosis
0,5 mg
einmal täglich · Woche 1-2
Aufziehen bis
30 Einheiten (0,30 mL)
Konzentration
1,67 mg/mL
Anmischen
3 mL
Bereich
0,5-2 mg

Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.

Schema

Dosierungsschema

Erfahrungsberichte – schrittweiser Aufbau

Erfahrungsberichteinmal täglich · subkutane Injektion5 mg + 3 mL = 1,67 mg/mL
WocheTagesdosisEinheiten je Injektion
Woche 1-20,5 mg30 Einheiten (0,30 mL)
Woche 3-41,0 mg60 Einheiten (0,60 mL)
Woche 5-61,5 mg90 Einheiten (0,90 mL)
Woche 7-82,0 mg120 Einheiten (1,20 mL)

Aus Erfahrungsberichten, nicht aus einer Studie. Eine am Menschen geprüfte Dosis von MOTS-c gibt es nicht; die laufende Phase-2-Studie hat ihre Dosis nicht veröffentlicht.

Extern

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Wirkung

Was MOTS-C tut

MOTS-c ist ein in den Mitochondrien kodiertes Peptid und wirkt als eine Art Stresssignal des Stoffwechsels: Es hilft der Zelle, ihren Energieeinsatz zu optimieren, wenn Nährstoffe knapp sind oder körperliche Belastung ansteht.

Der Hauptweg führt über die Aktivierung von AMPK. MOTS-c hemmt den Folatzyklus, wodurch sich AICAR anreichert — eine Substanz, die AMP ähnelt und AMPK anschaltet. Die aktivierte AMPK versetzt die Zelle in einen sparsamen Betriebszustand: Sie nimmt mehr Glukose auf, verbrennt mehr Fettsäuren und steigert die Atmungsleistung der Mitochondrien, während Fetteinlagerung und Neubildung von Zucker gedrosselt werden.

Unter Belastung kann MOTS-c zusätzlich in den Zellkern wandern und dort Gene für Antioxidantien und Stressantwort hochregulieren. Diese Rückmeldung von den Mitochondrien an den Zellkern erhöht die Menge zellschützender Enzyme. Auf zellulärer Ebene ähneln die Effekte denen von körperlicher Bewegung und von Metformin.

Beobachteter Nutzen

Nebenwirkungen

Datenlage

Wie gut ist das belegt?

D
Überwiegend Tierstudien
Belege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.

Wirkungen nur an Mäusen und Zellen belegt. Am Menschen gibt es Blutspiegelmessungen und eine Phase-1-Studie mit dem abgewandelten Wirkstoff CB4211; eine Phase-2-Studie mit MOTS-c selbst läuft seit 2026.

Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.

Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
  1. AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
  2. BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
  3. CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
  4. DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
  5. EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.

Für eine bessere EinstufungFür Stufe C fehlen Daten am Menschen — auch kleine Studien oder Fallserien.

Grundlage

Worauf sich alle Zahlen beziehen

Für MOTS-C wird empfohlen, das 5-mg-Vial mit 3 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 1,67 mg/mL.

Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.

Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.

Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.

Rechner

Eigene Dosis umrechnen

Aufziehen bis

Gerechnet mit 1,67 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →

Zubereitung

Anmischen

  1. 3 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
  2. Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
  3. Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
  4. Die Lösung muss klar sein. Ergibt 1,67 mg/mL.
  5. Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.

Bei 1,67 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,017 mg.

Haltbarkeit

Lagerung

  • Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
  • Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C
  • Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Bedarf

Was du dafür brauchst

  • Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
  • 12 Wochen: 26 Vials, 84 Insulinspritzen, 110 Alkoholtupfer, 78 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 8 × 10-mL-Flaschen).
  • 24 Wochen: 59 Vials, 168 Insulinspritzen, 227 Alkoholtupfer, 177 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 18 × 10-mL-Flaschen).
  • Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
  • Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Praxis

Wichtige Hinweise

Im Sport verbotenMOTS-c steht namentlich auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur (Abschnitt S4.4.1, AMPK-Aktivatoren) und ist im Wettkampf wie außerhalb jederzeit untersagt. Eine medizinische Ausnahmegenehmigung ist nicht möglich, da der Stoff nirgends zugelassen ist.
Handhabung

Injektionstechnik

Beleg

Quellen

2Humanstudien
2Übersichtsarbeiten
3amtliche Angaben
17weitere Quellen
2026neueste Quelle
24Quellen insgesamt

Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.

Allgemeine Grundlagen (8)

Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.

  • CDCAmtliche AngabeVaccine Administration: Administering Vaccines (subcutaneous route guidance; angle, site, no aspiration)Quelle öffnen ↗
  • CDCAmtliche AngabeSubcutaneous Injection Technique (PDF diagram and site guidance)Quelle öffnen ↗
  • NCBI BookshelfBest Practices for Injections: asepsis, preparation, administration, and site rotationQuelle öffnen ↗
  • BachemHandling and Storage Guidelines for Peptides (manufacturer best‑practices for lyophilized and reconstituted peptides)Quelle öffnen ↗
  • Rapid Communications in Mass Spectrometry (2019)2019Knoop A, et al. Development of an MS‑based detection method for the mitochondrion‑derived peptide MOTS‑c in plasma for doping control (DOI: 10.1002/rcm.8337)Quelle öffnen ↗
  • PMC (Pharmacologic Review)ÜbersichtsarbeitPharmacologic considerations of the subcutaneous route for biologics and peptidesQuelle öffnen ↗
  • MedlinePlus Medical Encyclopedia (2023)Amtliche Angabe2023Subcutaneous (SQ) injections - Patient instructions for proper techniqueQuelle öffnen ↗
  • International Journal of Molecular Sciences (2022)2022MOTS-c, the Most Recent Mitochondrial Derived Peptide in Human Aging and Age-Related Diseases (Mohtashami Z, Singh MK, Salimiaghdam N, et al.)Quelle öffnen ↗
Verwandt

Ähnliche Peptide

Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.

Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Das Dosierungsschema stammt aus Erfahrungsberichten; eine am Menschen geprüfte Dosis gibt es nicht.

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Änderungshinweis zur Darstellung

10.09.2026: Rückmeldelink, Quellenverweise und Linkvorschau ergänzt. Das ist keine medizinische Prüfung des Eintrags.