SLU-PP-332
Ein Bewegungsimitat aus dem Labor. SLU-PP-332 schaltet dasselbe Ableseprogramm an wie Ausdauertraining: mehr Mitochondrienleistung, mehr Fettverbrennung. Sämtliche Daten stammen aus Mausversuchen.

In 30 Sekunden verstanden
- Was ist es?
- Bewegungsimitat · Einzelsubstanz
- Wofür erforscht?
- Abnehmen und Körperfett · Energie, Ausdauer und Mitochondrien
- Datenlage
- Stufe D — Überwiegend Tierstudien
- Einschränkung
- Ausschließlich Mausversuche, keine Humanstudien begonnen.
- Darreichungsform
- subkutane Injektion
Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.
Dosierungsschema
Standard – schrittweiser Aufbau
| Phase | Tagesdosis | je Injektion Dosis (mg) | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|---|
| Woche 1-2 | 1,25 mg | 0,625 mg | 37,5 Einheiten (0,375 mL) |
| Woche 3-8 | 2,5 mg | 1,25 mg | 75 Einheiten (0,75 mL) |
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Was SLU-PP-332 tut
SLU-PP-332 ist kein Peptid, sondern ein kleines synthetisches Molekül. Es aktiviert die estrogenverwandten Rezeptoren ERRα, ERRβ und ERRγ, am kräftigsten den ERRα.
In Mausstudien schaltete eine einmalige Gabe genau jenes Ableseprogramm an, das sonst Ausdauertraining auslöst: Die Atmungsleistung der Mitochondrien und die Fettsäureverbrennung in der Skelettmuskulatur nahmen zu, Ausdauer und Herz-Kreislauf-Werte verbesserten sich.
Die Substanz gilt damit als Bewegungsimitat — sie spricht Stoffwechselwege an, die sonst durch Training aktiviert werden, ohne dass die mechanische Belastung stattfindet.
Entscheidend: Sämtliche Belege sind vorklinisch. Studien am Menschen wurden nicht durchgeführt.
Beobachteter Nutzen
- In Mausstudien höhere Atmungsleistung der Mitochondrien und stärkere Fettsäureverbrennung in der Skelettmuskulatur.
- Bessere Ausdauerleistung und günstigere Herz-Kreislauf- und Stoffwechselwerte im Tiermodell.
Nebenwirkungen
- Entscheidende Einschränkung: SLU-PP-332 wurde nie am Menschen geprüft. Sämtliche Erkenntnisse stammen aus Mausmodellen; das Sicherheitsprofil beim Menschen ist unbekannt.
- Reaktionen an der Einstichstelle sind möglich.
Wie gut ist das belegt?
Ausschließlich Mausversuche, keine Humanstudien begonnen.
Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.
Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
- AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
- BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
- CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
- DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
- EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.
Für eine bessere EinstufungFür Stufe C fehlen Daten am Menschen — auch kleine Studien oder Fallserien.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Für SLU-PP-332 wird empfohlen, das 5-mg-Vial mit 3 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 1,67 mg/mL.
Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.
Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.
Angewendet wird zweimal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.
Eigene Dosis umrechnen
Gerechnet mit 1,67 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →
Anmischen
- 3 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
- Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
- Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
- Die Lösung muss klar sein. Ergibt 1,67 mg/mL.
- Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.
Bei 1,67 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,017 mg.
Lagerung
- Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
- Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C
- Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Was du dafür brauchst
- Gerechnet mit dem Standardschema oben und 14 Anwendungen pro Woche:
- 12 Wochen: 77 Vials, 168 Insulinspritzen, 245 Alkoholtupfer, 231 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 24 × 10-mL-Flaschen).
- 24 Wochen: 161 Vials, 336 Insulinspritzen, 497 Alkoholtupfer, 483 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 49 × 10-mL-Flaschen).
- Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
- Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Wichtige Hinweise
- Dosis, Datum und Einstichstelle jedes Mal notieren — nur so bleibt der Verlauf nachvollziehbar.
- Schrittweise steigern und Aufbaustufen nicht überspringen.
- Angemischte Vials nie über das angegebene Haltbarkeitsfenster hinaus verwenden.
- Bei trüber Lösung, Flocken oder Verfärbung das Vial verwerfen.
Injektionstechnik
- Vialdeckel und Einstichstelle mit einem Alkoholtupfer reinigen und vollständig trocknen lassen.
- Eine Hautfalte abheben und die Nadel im Winkel von 45 bis 90 Grad in das Unterhautfettgewebe einführen.
- Bei subkutaner Gabe nicht aspirieren. Langsam und gleichmäßig injizieren.
- Nach dem Injizieren einige Sekunden warten, bevor die Nadel zurückgezogen wird — so geht keine Dosis verloren.
- Einstichstellen systematisch wechseln (Bauch, Oberschenkel, Oberarm), um Verhärtungen zu vermeiden.
- Für jede Injektion eine neue sterile Nadel verwenden und sie sofort in einen Kanülenbehälter entsorgen.
Quellen
Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.
- ACS Chemical Biology (2023)2023Synthetic ERRα/β/γ Agonist Induces an ERRα-Dependent Acute Aerobic Exercise Response and Enhances Exercise CapacityQuelle öffnen ↗
- Journal of Pharmacology and Experimental Therapeutics (2024)2024A Synthetic ERR Agonist Alleviates Metabolic SyndromeQuelle öffnen ↗
- Circulation (2024)2024Novel Pan-ERR Agonists Ameliorate Heart Failure Through Enhancing Cardiac Fatty Acid Metabolism and Mitochondrial FunctionQuelle öffnen ↗
- American Journal of Pathology (2023)2023Estrogen-Related Receptor Agonism Reverses Mitochondrial Dysfunction and Inflammation in the Aging KidneyQuelle öffnen ↗
- CDC (2024)2024Vaccine Administration-Best Practices (Subcutaneous Injections)Quelle öffnen ↗
- Advanced Drug Delivery Reviews (2023)2023Strategies for overcoming protein and peptide instability in biodegradable drug delivery systemsQuelle öffnen ↗
- Journal of Chromatography B (2023)Übersichtsarbeit2023Tutorial review for peptide assays: An ounce of prevention is worth a pound of cure?Quelle öffnen ↗
- Clinical Chemistry (2016)2016Recommendations for the generation, quantification, storage and handling of peptides used for mass spectrometry-based assaysQuelle öffnen ↗
- Journal of Pharmaceutical Sciences (2012)2012Use of glass transitions in carbohydrate excipient design for lyophilized biopharmaceuticalsQuelle öffnen ↗
- Acta Pharmacologica Sinica (2015)2015The multiple universes of estrogen-related receptor α and γ in metabolic control and related diseasesQuelle öffnen ↗
Allgemeine Grundlagen (1)
Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.
- CDC (2024)2024Vaccine Administration: Subcutaneous Injection (Job Aid)Quelle öffnen ↗
Ähnliche Peptide
Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.
Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Ursprüngliche Zusammenstellung ↗