PT-141 (10 mg) + Melanotan II (10 mg) Stack
Zwei verwandte Wirkstoffe aus getrennten Vials. PT-141 steigert das sexuelle Verlangen über das Gehirn, Melanotan II bräunt die Haut ohne UV-Strahlung. Da beide dieselbe Rezeptorfamilie ansprechen, addieren sich auch die Nebenwirkungen.

In 30 Sekunden verstanden
- Was ist es?
- Melanocortin-Wirkstoff · Kombination
- Wofür erforscht?
- Libido und Sexualität
- Datenlage
- Nicht eingestuft — nicht ausreichend dokumentiert
- Einschränkung
- Die Kombination als solche ist nicht untersucht. Die Einstufung der einzelnen Bestandteile findest du auf deren Seiten.
- Darreichungsform
- subkutane Injektion
Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.
Dosierungsschema
Standard – schrittweiser Aufbau
| Phase | Dosis | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| Initial / Titration | 0,5-0,75 mg | 15-22 Einheiten (0,15-0,22 mL) |
| Standard | 1-1,5 mg | 30-45 Einheiten (0,30-0,45 mL) |
| Full / FDA-Approved | 1,75 mg | 52 Einheiten (0,52 mL) |
Standard – schrittweiser Aufbau
| Woche | Tagesdosis | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| Woche 1 | 0,25 mg | 7,5 Einheiten (0,075 mL)* |
| Woche 2 | 0,5 mg | 15 Einheiten (0,15 mL) |
| Woche 3-4 | 0,75 mg | 22 Einheiten (0,22 mL) |
| Woche 5+ (Aufbau) | 1 mg | 30 Einheiten (0,30 mL) |
| Erhaltung | 0,5-1 mg (2-3×/Woche) | 15-30 Einheiten (0,15-0,30 mL) |
Was PT-141 (10 mg) + Melanotan II (10 mg) Stack tut
Dieser Stack kombiniert zwei nah verwandte Melanocortin-Wirkstoffe aus getrennten Vials, die jeweils eigens angemischt werden.
PT-141, auch Bremelanotid genannt, wirkt vorwiegend an MC3R und MC4R im Zentralnervensystem. Über eine verstärkte Dopaminfreisetzung in Belohnungs- und Erregungsregionen steigert es das sexuelle Verlangen. Anders als PDE-5-Hemmer greift es nicht unmittelbar in den Stickstoffmonoxid-Weg ein.
Melanotan II wirkt zusätzlich stark an MC1R auf den Pigmentzellen und regt dort Bildung und Verteilung von Melanin an — die Haut bräunt auch ohne UV-Strahlung.
Da beide an derselben Rezeptorfamilie ansetzen, addieren sich ihre Nebenwirkungen. Übelkeit, Hitzegefühl und Blutdruckanstieg können bei gemeinsamer Anwendung deutlicher ausfallen als bei einem Wirkstoff allein.
Beobachteter Nutzen
- PT-141 steigert das sexuelle Verlangen über zentrale Melanocortin-Rezeptoren.
- Melanotan II erhöht die Hautpigmentierung ohne UV-Strahlung.
- Beide Wirkstoffe können bei Männern spontane Erektionen auslösen — eine Folge der MC4R-Aktivierung.
Nebenwirkungen
- Übelkeit ist bei beiden Wirkstoffen die häufigste Nebenwirkung und kann sich in der Kombination verstärken.
- Gesichtsrötung, Wärmegefühl, Kopfschmerzen und verminderter Appetit.
- Vorübergehende Blutdruckanstiege. Bei unbehandeltem Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist von der Anwendung abzuraten.
- Melanotan II verändert Pigmentmale: Bestehende Muttermale können dunkler werden und neue entstehen — eine dermatologische Kontrolle ist angeraten.
- Reaktionen an der Einstichstelle wie Rötung oder leichtes Brennen.
Wie gut ist das belegt?
Die Kombination als solche ist nicht untersucht. Die Einstufung der einzelnen Bestandteile findest du auf deren Seiten.
Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.
Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
- AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
- BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
- CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
- DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
- EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.
Für eine bessere EinstufungFür eine Einstufung fehlen belegte Ergebnisse — ohne die steht hier bewusst keine geratene Note.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Für PT-141 (10 mg) + Melanotan II (10 mg) Stack wird empfohlen, das 10-mg-+-10-mg-Vial mit 3 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 3,33 mg/mL.
Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.
Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.
Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.
Eigene Dosis umrechnen
Gerechnet mit 3,33 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →
Anmischen
- 3 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
- Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
- Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
- Die Lösung muss klar sein. Ergibt 3,33 mg/mL.
- Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.
Bei 3,33 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,033 mg.
Lagerung
- Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
- Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C
- Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Was du dafür brauchst
- Für jeden der Bestandteile getrennt: ein Peptid-Vial und bakteriostatisches Wasser in der oben je Bestandteil genannten Menge.
- Insulinspritzen: für jede Injektion und jeden Bestandteil eine neue sterile Spritze.
- Alkoholtupfer: einer für den Vialdeckel, einer für die Einstichstelle — je Injektion.
- Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
- Wichtig: Die Bestandteile werden getrennt angemischt, getrennt gelagert und nicht in einer Spritze zusammengezogen. Ihre Zeitpläne unterscheiden sich.
Wichtige Hinweise
- Dosis, Datum und Einstichstelle jedes Mal notieren — nur so bleibt der Verlauf nachvollziehbar.
- Schrittweise steigern und Aufbaustufen nicht überspringen.
- Angemischte Vials nie über das angegebene Haltbarkeitsfenster hinaus verwenden.
- Bei trüber Lösung, Flocken oder Verfärbung das Vial verwerfen.
Injektionstechnik
- Vialdeckel und Einstichstelle mit einem Alkoholtupfer reinigen und vollständig trocknen lassen.
- Eine Hautfalte abheben und die Nadel im Winkel von 45 bis 90 Grad in das Unterhautfettgewebe einführen.
- Bei subkutaner Gabe nicht aspirieren. Langsam und gleichmäßig injizieren.
- Nach dem Injizieren einige Sekunden warten, bevor die Nadel zurückgezogen wird — so geht keine Dosis verloren.
- Einstichstellen systematisch wechseln (Bauch, Oberschenkel, Oberarm), um Verhärtungen zu vermeiden.
- Für jede Injektion eine neue sterile Nadel verwenden und sie sofort in einen Kanülenbehälter entsorgen.
Quellen
Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.
- FDABremelanotide (Vyleesi) prescribing information: dosing, safety, and use limitationsQuelle öffnen ↗
- NCBI Bookshelf (LiverTox)Bremelanotide: mechanism, clinical use, and hepatic safety profileQuelle öffnen ↗
- PMCÜbersichtsarbeitBremelanotide for treatment of female hypoactive sexual desire disorder: clinical trial reviewQuelle öffnen ↗
- Mayo ClinicBremelanotide (subcutaneous route): side effects, dosage, and precautionsQuelle öffnen ↗
- PubMedEvaluation of Melanotan-II: pilot phase-I clinical study on safety and efficacyQuelle öffnen ↗
- RxListMelanotan-II: uses, side effects, dosing, and precautions overviewQuelle öffnen ↗
- HealthlineAmtliche AngabeSubcutaneous injection: technique, sites, and step-by-step guidanceQuelle öffnen ↗
Allgemeine Grundlagen (4)
Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.
- BachemHandling and storage guidelines for peptides: lyophilized and reconstituted stabilityQuelle öffnen ↗
- NCBI Bookshelf (WHO)Best practices for injections and related procedures: asepsis and techniqueQuelle öffnen ↗
- CDCVaccine administration: subcutaneous injection angle and site selectionQuelle öffnen ↗
- PMCÜbersichtsarbeitSubcutaneous drug injection: pharmacologic considerations and clinical reviewQuelle öffnen ↗
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Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.
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