Melanocortin-WirkstoffEinzelnsubkutane InjektionEvidenz C

Melanotan II

Ein Bräunungspeptid. Melanotan II regt die Pigmentzellen an, sodass die Haut auch ohne UV-Strahlung nachdunkelt. Wichtig: Muttermale können sich verändern — dermatologische Kontrolle ist angeraten.

Begrenzte Humandaten10 QuellenRechner verfügbarExternes Produkt verfügbar
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Melanotan II 10 mg — Vial mit gefriergetrocknetem Pulver
Melanotan II · 10 mg

In 30 Sekunden verstanden

Was ist es?
Melanocortin-Wirkstoff · Einzelsubstanz
Wofür erforscht?
Bräunung
Datenlage
Stufe C — Begrenzte Humandaten
Einschränkung
Nur frühe Phase-1-Studien am Menschen.
Darreichungsform
subkutane Injektion
Startdosis
0,25 mg
einmal täglich · Woche 1
Aufziehen bis
7,5 Einheiten (0,075 mL)
Konzentration
3,33 mg/mL
Anmischen
3 mL
Bereich
0,25-1 mg

Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.

Schema

Dosierungsschema

Standard – schrittweiser Aufbau

Literaturschemaeinmal täglich · subkutane Injektion10 mg + 3 mL = 3,33 mg/mL
Belegt durchDermNet NZ
Woche / PhaseTagesdosisEinheiten je Injektion
Woche 10,25 mg7,5 Einheiten (0,075 mL)
Woche 20,5 mg15 Einheiten (0,15 mL)
Woche 30,75 mg22,5 Einheiten (0,225 mL)
Woche 4-81 mg30 Einheiten (0,30 mL)
Erhaltung (nach Woche 8)0,5-1 mg (1-2× wöchentlich)15-30 Einheiten (0,15-0,30 mL)
Extern

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Wirkung

Was Melanotan II tut

Melanotan II ist ein synthetisches, ringförmig geschlossenes Peptid aus sieben Aminosäuren und dem Hormon alpha-MSH nachgebildet. Es bindet an Melanocortin-Rezeptoren, vor allem an MC1R und MC4R.

Die Aktivierung von MC1R auf den Pigmentzellen regt Bildung und Verteilung von Melanin an — die Haut bräunt also auch ohne UV-Strahlung.

Frühe Phase-I-Studien am Menschen ermittelten 0,025 mg je Kilogramm Körpergewicht und Tag als geeignete Menge, für einen durchschnittlichen Erwachsenen etwa 1,5 bis 2 mg. Eine messbare Bräunung zeigte sich bereits nach fünf niedrigen Gaben über zwei Wochen.

Die Wirkung auf MC4R erklärt die zusätzlichen Effekte auf Appetit und Sexualfunktion.

Beobachteter Nutzen

Nebenwirkungen

Datenlage

Wie gut ist das belegt?

C
Begrenzte Humandaten
Kleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.

Nur frühe Phase-1-Studien am Menschen.

Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.

Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
  1. AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
  2. BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
  3. CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
  4. DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
  5. EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.

Für eine bessere EinstufungFür Stufe B fehlen kontrollierte Studien am Menschen.

Grundlage

Worauf sich alle Zahlen beziehen

Für Melanotan II wird empfohlen, das 10-mg-Vial mit 3 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 3,33 mg/mL.

Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.

Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.

Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.

Rechner

Eigene Dosis umrechnen

Aufziehen bis

Gerechnet mit 3,33 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →

Zubereitung

Anmischen

  1. 3 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
  2. Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
  3. Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
  4. Die Lösung muss klar sein. Ergibt 3,33 mg/mL.
  5. Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.

Bei 3,33 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,033 mg.

Haltbarkeit

Lagerung

  • Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
  • Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C
  • Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Bedarf

Was du dafür brauchst

  • Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
  • 12 Wochen: 8 Vials, 84 Insulinspritzen, 92 Alkoholtupfer, 24 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 3 × 10-mL-Flaschen).
  • 24 Wochen: 16 Vials, 168 Insulinspritzen, 184 Alkoholtupfer, 48 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 5 × 10-mL-Flaschen).
  • Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
  • Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Praxis

Wichtige Hinweise

Handhabung

Injektionstechnik

Beleg

Quellen

1Humanstudie
3amtliche Angaben
6weitere Quellen
2012neueste Quelle
10Quellen insgesamt

Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.

Allgemeine Grundlagen (3)

Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.

  • CDCVaccine Administration Guidelines - Subcutaneous injection technique, site selection, and best practices from the CDCQuelle öffnen ↗
  • NCBI BookshelfBest Practices for Injection Safety - Clinical guidelines for aseptic preparation and administration of injectable medicationsQuelle öffnen ↗
  • MedlinePlusAmtliche AngabeSubcutaneous Injections - U.S. National Library of Medicine patient instructions for subcutaneous injection techniqueQuelle öffnen ↗
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Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.

Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Ursprüngliche Zusammenstellung ↗

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10.09.2026: Rückmeldelink, Quellenverweise und Linkvorschau ergänzt. Das ist keine medizinische Prüfung des Eintrags.