Prostamax
Ein Bioregulator für die Prostata. In Rattenmodellen einer Prostataentzündung senkte er Entzündungsmarker und beugte bindegewebigem Umbau vor. Prostatabeschwerden gehören ärztlich abgeklärt.

In 30 Sekunden verstanden
- Was ist es?
- Bioregulator · Einzelsubstanz
- Datenlage
- Stufe D — Überwiegend Tierstudien
- Einschränkung
- Rattenmodelle zu Prostataentzündung.
- Darreichungsform
- subkutane Injektion
Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.
Dosierungsschema
Standard – schrittweiser Aufbau
| Phase / Woche | Tagesdosis | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| Woche 1-2 | 0,5 mg | 5 Einheiten (0,05 mL) |
| Woche 3-4 | 0,75 mg | 7,5 Einheiten (0,075 mL) |
| Woche 5-8 | 1 mg | 10 Einheiten (0,10 mL) |
| Woche 9-12 (optionale Verlängerung) | 1 mg | 10 Einheiten (0,10 mL) |
Was Prostamax tut
Prostamax besteht aus vier Aminosäuren und gehört zu den kurzen Bioregulatoren, die von Chawinson und Kollegen erforscht wurden. Man nimmt an, dass diese Vierfachpeptide über epigenetische Wege die Genaktivität beeinflussen, indem sie mit der Struktur des Erbguts und den Histonproteinen in Wechselwirkung treten.
In gealterten menschlichen Lymphozyten wurde beobachtet, dass die Sequenz das dicht gepackte Erbgut rund um die Zentromere auflockert und dadurch möglicherweise stillgelegte Gene wieder aktiviert.
In vorklinischen Rattenmodellen einer Prostataentzündung senkte die intramuskuläre Gabe Entzündungsmarker und half, bindegewebige Umbauvorgänge im Prostatagewebe zu verhindern.
Beobachteter Nutzen
- In Rattenmodellen der Prostataentzündung verringerte die intramuskuläre Gabe über 15 bis 60 Tage die Entzündung und unterstützte die Normalisierung des Gewebes.
- In Modellen der gutartigen Prostatavergrößerung zeigten sich günstige Wirkungen auf Prostatagewicht und Gewebebild.
- Kurze Bioregulatoren dieser Gruppe zeigen in vorklinischen Arbeiten im Allgemeinen eine gute Verträglichkeit.
Nebenwirkungen
- Wie bei jeder Injektion möglicherweise leichte Reaktionen an der Einstichstelle wie Rötung oder Druckempfindlichkeit; Stellen wechseln.
- Belastbare Studien am Menschen fehlen.
- Wichtig: Prostatabeschwerden gehören ärztlich abgeklärt — insbesondere zum Ausschluss eines Prostatakarzinoms.
Wie gut ist das belegt?
Rattenmodelle zu Prostataentzündung.
Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.
Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
- AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
- BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
- CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
- DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
- EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.
Für eine bessere EinstufungFür Stufe C fehlen Daten am Menschen — auch kleine Studien oder Fallserien.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Für Prostamax wird empfohlen, das 20-mg-Vial mit 2 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 10 mg/mL.
Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.
Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.
Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.
Eigene Dosis umrechnen
Gerechnet mit 10 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →
Anmischen
- 2 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
- Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
- Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
- Die Lösung muss klar sein. Ergibt 10 mg/mL.
- Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.
Bei 10 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,1 mg.
Lagerung
- Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei 4 °C
- Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C, innerhalb von 2 Wochen aufbrauchen
- Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Was du dafür brauchst
- Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
- 12 Wochen: 4 Vials, 84 Insulinspritzen, 88 Alkoholtupfer, 8 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 1 × 10-mL-Flasche).
- 24 Wochen: 8 Vials, 168 Insulinspritzen, 176 Alkoholtupfer, 16 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 2 × 10-mL-Flaschen).
- Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
- Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Wichtige Hinweise
- Dosis, Datum und Einstichstelle jedes Mal notieren — nur so bleibt der Verlauf nachvollziehbar.
- Schrittweise steigern und Aufbaustufen nicht überspringen.
- Angemischte Vials nie über das angegebene Haltbarkeitsfenster hinaus verwenden.
- Bei trüber Lösung, Flocken oder Verfärbung das Vial verwerfen.
Injektionstechnik
- Vialdeckel und Einstichstelle mit einem Alkoholtupfer reinigen und vollständig trocknen lassen.
- Eine Hautfalte abheben und die Nadel im Winkel von 45 bis 90 Grad in das Unterhautfettgewebe einführen.
- Bei subkutaner Gabe nicht aspirieren. Langsam und gleichmäßig injizieren.
- Nach dem Injizieren einige Sekunden warten, bevor die Nadel zurückgezogen wird — so geht keine Dosis verloren.
- Einstichstellen systematisch wechseln (Bauch, Oberschenkel, Oberarm), um Verhärtungen zu vermeiden.
- Für jede Injektion eine neue sterile Nadel verwenden und sie sofort in einen Kanülenbehälter entsorgen.
Quellen
Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.
- Modern Research in Inflammation (2013)2013Experimental study of Prostamax efficiency in chronic aseptic prostatitis therapy and complicationsQuelle öffnen ↗
- Modern Research in Inflammation (2014)2014Experimental study of tetrapeptide Lysyl-Glutamyl-Aspartyl-Proline in benign prostatic hyperplasia modelQuelle öffnen ↗
- Bulletin of Experimental Biology and Medicine (2004)2004Effects of short peptides on lymphocyte chromatin in senile subjects (KEDP and chromatin decondensation)Quelle öffnen ↗
- Stem Cell Reviews and Reports (2020)2020Peptide regulation of cell differentiation: epigenetic mechanisms of short bioregulatory peptidesQuelle öffnen ↗
- NIBSC (MHRA)Peptide handling, dissolution, and storage best practicesQuelle öffnen ↗
- CDCGeneral best practices for immunization: injection technique and safetyQuelle öffnen ↗
Allgemeine Grundlagen (4)
Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.
- CDC (Subcut Injection PDF)Amtliche AngabeTechnique diagram and site guidance for subcutaneous injectionsQuelle öffnen ↗
- CDCAmtliche AngabeVaccine administration: During vaccination (aspiration guidance, aseptic technique)Quelle öffnen ↗
- NCBI BookshelfBest practices for injection (asepsis, preparation, and administration)Quelle öffnen ↗
- Subcutaneous Drug Injection Review (PMC)ÜbersichtsarbeitPharmacologic considerations of the subcutaneous routeQuelle öffnen ↗
Ähnliche Peptide
Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.
Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Ursprüngliche Zusammenstellung ↗