Pentadeca Arginat
Der meistverkaufte BPC-157-Nachfolger. Pentadeca Arginat hat dieselbe Kette aus 15 Aminosäuren wie BPC-157 und unterscheidet sich nur im Salzpartner – statt Acetat ist es Arginin. Eine eigene Studie gibt es zu diesem Stoff nicht.
In 30 Sekunden verstanden
- Was ist es?
- Geweberegeneration · Einzelsubstanz
- Wofür erforscht?
- Verletzung, Sehnen und Gelenke
- Datenlage
- Stufe E — Zell- und Laborversuche
- Einschränkung
- Zum Stoff selbst gibt es keine begutachtete Studie; alle Angaben stammen von BPC-157.
- Darreichungsform
- subkutane Injektion
Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.
Dosierungsschema
Standard – schrittweiser Aufbau
| Woche | Tagesdosis | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| Woche 1-2 | 0,25 mg | 7,5 Einheiten (0,075 mL) |
| Woche 3-4 | 0,5 mg | 15 Einheiten (0,15 mL) |
| Woche 5-8 | 0,5 mg | 15 Einheiten (0,15 mL) |
Was Pentadeca Arginat tut
Pentadeca Arginat, kurz PDA, wird seit 2025 als haltbarere und besser verfügbare Fassung von BPC-157 angeboten. Chemisch ist der Wirkstoff derselbe: dieselbe Reihenfolge der 15 Aminosäuren, gebunden an Arginin statt an Acetat. Der Salzpartner verändert die Löslichkeit und kann die Haltbarkeit beeinflussen, nicht aber die Kette selbst.
Alles, was über die Wirkung gesagt wird, stammt deshalb aus der Forschung zu BPC-157: Gefäßneubildung, Unterstützung der Sehnen- und Muskelheilung sowie schützende Wirkungen im Magen-Darm-Trakt, fast alles an Ratten. Am Menschen gibt es zu BPC-157 drei kleine Untersuchungen ohne Vergleichsgruppe.
Zu Pentadeca Arginat selbst ist bis heute keine einzige begutachtete Arbeit erschienen. Eine systematische Übersicht von 2025 durchsuchte 544 Veröffentlichungen und fand zu dem Stoff als eigenständigem Wirkstoff nichts. Die Behauptung, PDA wirke länger oder zuverlässiger als BPC-157, ist bislang nicht geprüft.
Zulassung und Recht: Pentadeca Arginat ist nirgends als Arzneimittel zugelassen. Da es sich um dieselbe Peptidkette handelt, gilt für den Sport dasselbe wie für BPC-157: Abschnitt S0 der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur, verboten zu jeder Zeit. Die US-Arzneimittelbehörde FDA führt BPC-157 unter den zurückgezogenen Nominierungen für Apothekenrezepturen; ein Beratungsgremium stimmte im Juli 2026 mit 8 zu 6 Stimmen dafür, BPC-157 für Rezepturen bei Colitis ulcerosa zuzulassen.
Beobachteter Nutzen
- Dieselbe Peptidkette wie BPC-157 – wer PDA verwendet, verwendet den Wirkstoff, zu dem die BPC-157-Forschung vorliegt.
- Der Salzpartner Arginin kann die Löslichkeit und Haltbarkeit des Pulvers beeinflussen.
- Die Forschung zu BPC-157 deutet in Tiermodellen auf schnellere Heilung von Sehnen, Muskeln und Magenschleimhaut hin.
Nebenwirkungen
- Zu Pentadeca Arginat gibt es keine Sicherheitsdaten – weder am Menschen noch am Tier.
- Für BPC-157 wurden in drei kleinen Untersuchungen am Menschen keine Nebenwirkungen berichtet; die FDA nennt mögliche Immunreaktionen und Verunreinigungen aus der Herstellung.
- Im Sport verboten: Als BPC-157-Salz fällt Pentadeca Arginat unter Abschnitt S0 der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur 2026.
Wie gut ist das belegt?
Zum Stoff selbst gibt es keine begutachtete Studie; alle Angaben stammen von BPC-157.
Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.
Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
- AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
- BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
- CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
- DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
- EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.
Für eine bessere EinstufungFür Stufe D fehlen Ergebnisse aus Tiermodellen.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Für Pentadeca Arginat wird empfohlen, das 10-mg-Vial mit 3 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 3,33 mg/mL.
Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.
Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.
Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.
Eigene Dosis umrechnen
Gerechnet mit 3,33 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →
Anmischen
- 3 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
- Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
- Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
- Die Lösung muss klar sein. Ergibt 3,33 mg/mL.
- Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.
Bei 3,33 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,033 mg.
Lagerung
- Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
- Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C, innerhalb von 30 Tage aufbrauchen
- Wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden.
- Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Was du dafür brauchst
- Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
- 12 Wochen: 4 Vials, 84 Insulinspritzen, 88 Alkoholtupfer, 12 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 2 × 10-mL-Flaschen).
- 24 Wochen: 9 Vials, 168 Insulinspritzen, 177 Alkoholtupfer, 27 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 3 × 10-mL-Flaschen).
- Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
- Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Wichtige Hinweise
- Dosis, Datum und Einstichstelle jedes Mal notieren — nur so bleibt der Verlauf nachvollziehbar.
- Schrittweise steigern und Aufbaustufen nicht überspringen.
- Angemischte Vials nie über das angegebene Haltbarkeitsfenster hinaus verwenden.
- Bei trüber Lösung, Flocken oder Verfärbung das Vial verwerfen.
Injektionstechnik
- Vialdeckel und Einstichstelle mit einem Alkoholtupfer reinigen und vollständig trocknen lassen.
- Eine Hautfalte abheben und die Nadel im Winkel von 45 bis 90 Grad in das Unterhautfettgewebe einführen.
- Bei subkutaner Gabe nicht aspirieren. Langsam und gleichmäßig injizieren.
- Nach dem Injizieren einige Sekunden warten, bevor die Nadel zurückgezogen wird — so geht keine Dosis verloren.
- Einstichstellen systematisch wechseln (Bauch, Oberschenkel, Oberarm), um Verhärtungen zu vermeiden.
- Für jede Injektion eine neue sterile Nadel verwenden und sie sofort in einen Kanülenbehälter entsorgen.
Quellen
Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.
- Superpower – Wirkstoffprofil (2026)Übersichtsarbeit2026Übersicht zu Pentadeca Arginat: gleiche Peptidkette wie BPC-157, kein eigener Studienbestand, rechtliche EinordnungQuelle öffnen ↗
- Sports Medicine (2026)Übersichtsarbeit2026Mendias CL, et al. Sicherheit und Wirksamkeit zugelassener und nicht zugelassener Peptidbehandlungen bei Verletzungen des Bewegungsapparats (Übersicht)Quelle öffnen ↗
- HSS Journal (2025)Übersichtsarbeit2025Vasireddi N, et al. BPC-157 in der orthopädischen Sportmedizin: systematische Übersicht – die Datengrundlage, auf die sich Angaben zu Pentadeca Arginat stützenQuelle öffnen ↗
- FDA – Wirkstoffe mit möglichen SicherheitsrisikenListe der US-Arzneimittelbehörde: BPC-157 unter den zurückgezogenen NominierungenQuelle öffnen ↗
- WADA – Verbotsliste 20262026BPC-157 ist in Abschnitt S0 namentlich genannt und damit jederzeit verbotenQuelle öffnen ↗
Ähnliche Peptide
Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.
Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Die Dosierungsschemata stammen aus Erfahrungsberichten, nicht aus Studien am Menschen; hier nachgerechnet ist die Umrechnung auf Vialgröße und Spritzeneinheiten.