GHK-Cu
Ein Kupferpeptid für Haut und Bindegewebe. GHK-Cu wird im Zusammenhang mit Kollagenbildung, Gewebeumbau und Wundheilung erforscht — die belastbarsten Daten stammen aus der äußerlichen Anwendung.
Erhältlich als 50 mg · 100 mg


In 30 Sekunden verstanden
- Was ist es?
- Geweberegeneration · Einzelsubstanz
- Wofür erforscht?
- Verletzung, Sehnen und Gelenke · Haut und Bindegewebe
- Datenlage
- Stufe C — Begrenzte Humandaten
- Einschränkung
- Humandaten fast ausschließlich aus äußerlicher Anwendung und Wundversorgung.
- Darreichungsform
- subkutane Injektion
Alle Zahlen unten — Startdosis, Einheiten, Anmischen, Lagerung und Bedarf — gelten für die gewählte Größe.
Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.
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Dosierungsschema
Konservativer Aufbau
| Woche / Phase | Dosis je Injektion | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| Woche 1-4 | 1,0 mg | 6 Einheiten (0,06 mL) |
| Woche 5-8 | 1,5 mg | 9 Einheiten (0,09 mL) |
| ab Woche 9 | 2,0 mg | 12 Einheiten (0,12 mL) |
Standard – schrittweiser Aufbau
| Woche / Phase | Dosis je Injektion | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| ab Woche 1 | 2,0 mg | 12 Einheiten (0,12 mL) |
Dosierungsschema
Konservativer Aufbau
| Woche / Phase | Dosis je Injektion | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| Woche 1-4 | 1,0 mg | 3 Einheiten (0,03 mL) |
| Woche 5-8 | 1,5 mg | 4,5 Einheiten (0,045 mL) |
| ab Woche 9 | 2,0 mg | 6 Einheiten (0,06 mL) |
Standard – schrittweiser Aufbau
| Woche / Phase | Dosis je Injektion | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| ab Woche 1 | 2,0 mg | 6 Einheiten (0,06 mL) |
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Was GHK-Cu tut
GHK-Cu ist ein natürlich vorkommendes Tripeptid, das Kupfer bindet. Untersucht wird es im Zusammenhang mit der Signalgebung in der extrazellulären Matrix, mit kollagenbezogenen Stoffwechselwegen, der Abwehr freier Radikale und dem Umbau von Gewebe.
Die Datenlage beim Menschen stammt überwiegend aus Untersuchungen zur äußerlichen Anwendung und zur Wundversorgung. Ein Tiermodell zur Wundheilung liefert zusätzlich Erkenntnisse zur örtlichen Gabe.
Wichtig für die Einordnung: Was beobachtet wird, hängt stark vom Anwendungsweg, der Zubereitung, der Konzentration und dem Studienaufbau ab. Ergebnisse aus einer äußerlichen Anwendung lassen sich nicht ohne Weiteres auf andere Anwendungswege übertragen.
Beobachteter Nutzen
- Grundlage für die Erforschung kollagenbezogener Signalwege, des Umbaus der extrazellulären Matrix und der Gewebereparatur.
- Studien am Menschen zur äußerlichen Anwendung und zur Wundversorgung haben Wirkungen auf Haut und Gewebe untersucht — jeweils bezogen auf eine bestimmte Zubereitung.
- Untersuchungen zur Aufnahme durch die menschliche Haut liefern weitere Anhaltspunkte zur äußerlichen Anwendung.
Nebenwirkungen
- Die berichteten Beobachtungen hängen von Anwendungsweg, Zubereitung, Konzentration und Studienaufbau ab; ein einheitliches Nebenwirkungsprofil lässt sich daraus nicht ableiten.
- Gelegentlich leichte Reaktionen an der Anwendungsstelle.
Wie gut ist das belegt?
Humandaten fast ausschließlich aus äußerlicher Anwendung und Wundversorgung.
Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.
Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
- AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
- BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
- CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
- DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
- EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.
Für eine bessere EinstufungFür Stufe B fehlen kontrollierte Studien am Menschen.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Für GHK-Cu wird empfohlen, das 50-mg-Vial mit 3 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 16,67 mg/mL.
Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.
Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.
Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Für GHK-Cu wird empfohlen, das 100-mg-Vial mit 3 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 33,33 mg/mL.
Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.
Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.
Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.
Eigene Dosis umrechnen
Gerechnet mit 16,67 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →
Eigene Dosis umrechnen
Gerechnet mit 33,33 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →
Anmischen
- 3 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
- Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
- Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
- Die Lösung muss klar sein. Ergibt 16,67 mg/mL.
- Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.
Bei 16,67 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,167 mg.
Anmischen
- 3 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
- Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
- Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
- Die Lösung muss klar sein. Ergibt 33,33 mg/mL.
- Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.
Bei 33,33 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,333 mg.
Lagerung
Lagerung
Was du dafür brauchst
- Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
- 12 Wochen: 4 Vials, 84 Insulinspritzen, 88 Alkoholtupfer, 12 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 2 × 10-mL-Flaschen).
- 24 Wochen: 7 Vials, 168 Insulinspritzen, 175 Alkoholtupfer, 21 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 3 × 10-mL-Flaschen).
- Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
- Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Was du dafür brauchst
- Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
- 12 Wochen: 2 Vials, 84 Insulinspritzen, 86 Alkoholtupfer, 6 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 1 × 10-mL-Flasche).
- 24 Wochen: 4 Vials, 168 Insulinspritzen, 172 Alkoholtupfer, 12 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 2 × 10-mL-Flaschen).
- Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
- Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Wichtige Hinweise
- Dosis, Datum und Einstichstelle jedes Mal notieren — nur so bleibt der Verlauf nachvollziehbar.
- Schrittweise steigern und Aufbaustufen nicht überspringen.
- Angemischte Vials nie über das angegebene Haltbarkeitsfenster hinaus verwenden.
- Bei trüber Lösung, Flocken oder Verfärbung das Vial verwerfen.
Injektionstechnik
- Vialdeckel und Einstichstelle mit einem Alkoholtupfer reinigen und vollständig trocknen lassen.
- Eine Hautfalte abheben und die Nadel im Winkel von 45 bis 90 Grad in das Unterhautfettgewebe einführen.
- Bei subkutaner Gabe nicht aspirieren. Langsam und gleichmäßig injizieren.
- Nach dem Injizieren einige Sekunden warten, bevor die Nadel zurückgezogen wird — so geht keine Dosis verloren.
- Einstichstellen systematisch wechseln (Bauch, Oberschenkel, Oberarm), um Verhärtungen zu vermeiden.
- Für jede Injektion eine neue sterile Nadel verwenden und sie sofort in einen Kanülenbehälter entsorgen.
Quellen
Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.
- Mulder GD, et al. Wound Repair and Regeneration. Human diabetic-ulcer study of topical glycyl-L-histidyl-L-lysine copper.Quelle öffnen ↗
- Miller TR, et al. Archives of Facial Plastic Surgery. 2006. Topical copper tripeptide complex after carbon-dioxide laser resurfacing.2006Quelle öffnen ↗
- Abdulghani AA, et al. 1998. Comparative topical-cream study including a copper-binding peptide preparation.1998Quelle öffnen ↗
- Badenhorst T, et al. 2016. Split-face GHK-Cu nano-serum study of collagen, elastin, and wrinkle-related outcomes.2016Quelle öffnen ↗
- Hostynek JJ, et al. Inflammation Research. 2010. Final human-skin penetration paper for a GHK-Cu preparation.2010Quelle öffnen ↗
- Maquart FX, et al. Journal of Clinical Investigation. 1993. Local GHK-Cu exposure in a rat wound-chamber model.Tiermodell1993Quelle öffnen ↗
- Pickart L, Margolina A. International Journal of Molecular Sciences. 2018. Review of regenerative and gene-expression research involving GHK-Cu.Übersichtsarbeit2018Quelle öffnen ↗
- Maquart FX, et al. 2000. GHK-related modulation of matrix metalloproteinase-2 expression.2000Quelle öffnen ↗
- ClinicalTrials.gov. NCT07437586. Ongoing Phase 2 study of topical GHK-Cu gel for acute skin-wound healing.Phase-2-StudieQuelle öffnen ↗
- U.S. Food and Drug Administration. Compounding safety-risk information that includes injectable GHK-Cu.Quelle öffnen ↗
- U.S. Food and Drug Administration. 503A Categories Update. Route-specific bulk-substance evaluation context for GHK-Cu.Quelle öffnen ↗
- U.S. Food and Drug Administration. 510(k) K953853. Iamin Gel topical wound-dressing device record.Quelle öffnen ↗
- GenScript. General peptide storage and handling guidance.HerstellerinformationQuelle öffnen ↗
- Tocris Bioscience. General stability and storage guidance for laboratory materials.HerstellerinformationQuelle öffnen ↗
- Roswell Park Comprehensive Cancer Center. General self-injection preparation, site rotation, and disposal guidance.KlinikinformationQuelle öffnen ↗
- Salhab Pharmacy. Practice-convention source for commonly published GHK-Cu schedules. This is not a controlled human dose-ranging trial.Quelle öffnen ↗
Allgemeine Grundlagen (2)
Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.
- Centers for Disease Control and Prevention. Current subcutaneous injection technique job aid.Quelle öffnen ↗
- World Health Organization, NCBI Bookshelf. Best practices for injections and related procedures.Quelle öffnen ↗
Ähnliche Peptide
Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.
Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Ursprüngliche Zusammenstellung ↗