Oxytocin
Das Bindungshormon. Oxytocin beeinflusst Vertrauen, Nähe und Stressverarbeitung, dämpft Angst und wirkt auf Appetit und Schmerzempfinden. Über die Nase gegeben erreicht es das Gehirn, gespritzt vor allem den Körper.
Erhältlich als 5 mg · 10 mg
In 30 Sekunden verstanden
- Was ist es?
- Hormon · Einzelsubstanz
- Wofür erforscht?
- Gedächtnis, Stimmung und Stress
- Datenlage
- Stufe A — Umfangreiche Humanstudien
- Einschränkung
- Zugelassenes Arzneimittel, dazu zahlreiche Humanstudien.
- Darreichungsform
- intranasale Anwendung
Alle Zahlen unten — Startdosis, Einheiten, Anmischen, Lagerung und Bedarf — gelten für die gewählte Größe.
Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.
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Dosierungsschema
Standard – schrittweiser Aufbau
| Woche | Tagesdosis | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| Woche 1-2 | 0,1 mg | 6 Einheiten (0,06 mL) |
| Woche 3-4 | 0,2 mg | 12 Einheiten (0,12 mL) |
| Woche 5-6 | 0,3 mg | 18 Einheiten (0,18 mL) |
| Woche 7-8 | 0,4 mg | 24 Einheiten (0,24 mL) |
| Woche 9-12 | 0,5 mg | 30 Einheiten (0,30 mL) |
Dosierungsschema
Standard – schrittweiser Aufbau
| Woche | Tagesdosis | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| Woche 1-2 | 0,1 mg | 3 Einheiten (0,03 mL) |
| Woche 3-4 | 0,2 mg | 6 Einheiten (0,06 mL) |
| Woche 5-6 | 0,3 mg | 9 Einheiten (0,09 mL) |
| Woche 7-8 | 0,4 mg | 12 Einheiten (0,12 mL) |
| Woche 9-12 | 0,5 mg | 15 Einheiten (0,15 mL) |
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Was Oxytocin tut
Oxytocin bindet an Oxytocin-Rezeptoren, die als G-Protein-gekoppelte Rezeptoren sowohl im Zentralnervensystem als auch in vielen Geweben des Körpers vorkommen.
Im Gehirn wirkt Oxytocin als Botenstoff: Es wird im Hypothalamus gebildet, über den Hinterlappen der Hirnanhangsdrüse ausgeschüttet und zusätzlich direkt in Hirnregionen freigesetzt, die für Gefühle und Sozialverhalten zuständig sind. Die Aktivierung dieser Rezeptoren beeinflusst andere Botenstoffsysteme — sie verstärkt etwa über Dopamin zuwendungsförderndes Verhalten und dämpft über die Stressachse die Stressreaktion. Darauf beruhen die beobachteten Wirkungen auf Vertrauen, Einfühlungsvermögen und Bindung.
Im übrigen Körper lässt Oxytocin glatte Muskulatur sich zusammenziehen, etwa die Gebärmutter unter der Geburt und die Milchgänge beim Stillen. Es kann außerdem Schmerzempfinden und Entzündung beeinflussen; subkutan gegeben wirkt es örtlich schmerzlindernd, vermutlich über sensible Nerven oder Immunzellen in der Haut.
Entscheidend für die Anwendung: Oxytocin überwindet aus dem Blut heraus die Blut-Hirn-Schranke kaum. Eine Injektion wirkt daher vorwiegend im Körper, während die Gabe über die Nase die Rezeptoren im Gehirn besser erreicht.
Beobachteter Nutzen
- Sozialverhalten: verbunden mit mehr Vertrauen, stärkerer Bindung und weniger Angst in sozialen Situationen. Untersucht wird eine Anwendung unter anderem bei Autismus-Spektrum-Störungen.
- Psyche und Nervensystem: erforscht bei posttraumatischer Belastungsstörung, Depression und Sucht — begründet in der dämpfenden Wirkung auf Stress- und Angstreaktionen über die Amygdala.
- Stoffwechsel und Gewicht: Eine einzelne Gabe über die Nase senkte beim Menschen die Kalorienaufnahme einer Testmahlzeit und steigerte die Fettverbrennung.
- Schmerz und Entzündung: In einer randomisierten Studie an gesunden Erwachsenen verringerte eine subkutane Gabe von 0,004 mg die Schmerzbewertung deutlich.
- Fortpflanzung: Als etabliertes wehenförderndes Mittel wird Oxytocin in weit höheren Dosen zur Geburtseinleitung und gegen Nachblutungen eingesetzt.
Nebenwirkungen
- In veröffentlichten Humanstudien zeigte sich bei etwa 18 bis 40 IE über die Nase je Gabe, also rund 0,03 bis 0,067 mg, ein Sicherheitsprofil wie unter Scheinmedikament.
- Die wehenfördernde Wirkung ist ein wichtiger Warnhinweis: In der Schwangerschaft ist Oxytocin außerhalb ärztlicher Anwendung nicht vertretbar.
- Gelegentlich leichte Reizung der Nasenschleimhaut bei der Anwendung als Spray.
Wie gut ist das belegt?
Zugelassenes Arzneimittel, dazu zahlreiche Humanstudien.
Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.
Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
- AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
- BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
- CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
- DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
- EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.
Für eine bessere EinstufungHöher geht diese Skala nicht — Stufe A ist die oberste.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Diese Seite rechnet nicht mit einer Spritze, sondern mit einer Sprühflasche. Entscheidend ist die geprüfte Abgabemenge deiner Pumpe — üblicherweise 0,10 mL je vollem Sprühstoß.
Solange du nicht weißt, wie viel deine Pumpe tatsächlich abgibt, ist jede Mengenangabe unsicher. Prüf das zuerst.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Diese Seite rechnet nicht mit einer Spritze, sondern mit einer Sprühflasche. Entscheidend ist die geprüfte Abgabemenge deiner Pumpe — üblicherweise 0,10 mL je vollem Sprühstoß.
Solange du nicht weißt, wie viel deine Pumpe tatsächlich abgibt, ist jede Mengenangabe unsicher. Prüf das zuerst.
Anmischen
- Vial, steriles Lösungsmittel, Sprühflasche und die geprüfte Pumpenleistung bereitlegen.
- 3,0 mL Lösungsmittel langsam an der Glaswand hinunter in das Vial geben.
- Vorsichtig schwenken, bis sich alles gelöst hat. Nicht schütteln.
- Die gesamte Lösung in die sterile Sprühflasche umfüllen.
- Mit weiterem Lösungsmittel exakt auf das gewünschte Endvolumen auffüllen.
- Pumpe aufsetzen, Flasche mit Menge, Endvolumen, Konzentration und Datum beschriften.
- Pumpe nach Herstellerangabe vorpumpen und die Sprühstöße notieren.
Bei 1,67 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,017 mg.
Anmischen
- Vial, steriles Lösungsmittel, Sprühflasche und die geprüfte Pumpenleistung bereitlegen.
- 3,0 mL Lösungsmittel langsam an der Glaswand hinunter in das Vial geben.
- Vorsichtig schwenken, bis sich alles gelöst hat. Nicht schütteln.
- Die gesamte Lösung in die sterile Sprühflasche umfüllen.
- Mit weiterem Lösungsmittel exakt auf das gewünschte Endvolumen auffüllen.
- Pumpe aufsetzen, Flasche mit Menge, Endvolumen, Konzentration und Datum beschriften.
- Pumpe nach Herstellerangabe vorpumpen und die Sprühstöße notieren.
Bei 3,33 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,033 mg.
Lagerung
- Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
- Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C
- Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Lagerung
- Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
- Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C
- Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Was du dafür brauchst
- Peptid-Vial in der auf dieser Seite genannten Menge.
- Steriles Lösungsmittel zum Anlösen und zum Auffüllen auf das Endvolumen.
- Sterile Sprühflasche mit 5 mL oder 10 mL, nur für eine Person.
- Dosierpumpe mit dokumentierter Abgabemenge — üblicherweise 0,10 mL je vollem Sprühstoß. Ohne geprüfte Pumpenleistung ist jede Mengenangabe unsicher.
- Sterile Spritzen oder Pipetten, mit denen sich sowohl die 3,0 mL zum Anlösen als auch das genaue Endvolumen abmessen lassen.
- Sterile Aufziehkanüle, falls das Vial einen Gummistopfen hat.
- Alkoholtupfer, Einweghandschuhe und eine desinfizierte Arbeitsfläche.
- Etikett und Notizheft: Peptidmenge, Endvolumen, Konzentration, Pumpenleistung und Datum festhalten.
Was du dafür brauchst
- Peptid-Vial in der auf dieser Seite genannten Menge.
- Steriles Lösungsmittel zum Anlösen und zum Auffüllen auf das Endvolumen.
- Sterile Sprühflasche mit 5 mL oder 10 mL, nur für eine Person.
- Dosierpumpe mit dokumentierter Abgabemenge — üblicherweise 0,10 mL je vollem Sprühstoß. Ohne geprüfte Pumpenleistung ist jede Mengenangabe unsicher.
- Sterile Spritzen oder Pipetten, mit denen sich sowohl die 3,0 mL zum Anlösen als auch das genaue Endvolumen abmessen lassen.
- Sterile Aufziehkanüle, falls das Vial einen Gummistopfen hat.
- Alkoholtupfer, Einweghandschuhe und eine desinfizierte Arbeitsfläche.
- Etikett und Notizheft: Peptidmenge, Endvolumen, Konzentration, Pumpenleistung und Datum festhalten.
Wichtige Hinweise
- Dosis, Datum und Einstichstelle jedes Mal notieren — nur so bleibt der Verlauf nachvollziehbar.
- Schrittweise steigern und Aufbaustufen nicht überspringen.
- Angemischte Vials nie über das angegebene Haltbarkeitsfenster hinaus verwenden.
- Bei trüber Lösung, Flocken oder Verfärbung das Vial verwerfen.
Anwendung
- Vor der ersten Anwendung die Pumpe nach Herstellerangabe vorpumpen.
- Den Kopf aufrecht halten und ein Nasenloch mit dem Finger verschließen.
- Die Spitze knapp in das offene Nasenloch einführen und beim Sprühen ruhig einatmen.
- Nicht kräftig hochziehen — die Lösung soll auf der Schleimhaut bleiben.
- Anzahl und Seite der Sprühstöße notieren, damit die Menge nachvollziehbar bleibt.
- Die Spitze nach Gebrauch abwischen und die Flasche verschlossen kühl lagern.
Quellen
Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.
- Cleveland ClinicOxytocin: What It Is, Function & Effects (overview of oxytocin hormone and its physiological roles)Quelle öffnen ↗
- WikipediaOxytocin (comprehensive encyclopedia entry on oxytocin biochemistry, physiology, and research)Quelle öffnen ↗
- PubMedIntranasal Oxytocin for Obesity (8‑week trial using 96 IU per day in adults)Quelle öffnen ↗
- Aging JournalPeripheral oxytocin treatment ameliorates obesity by reducing food intake and visceral fat massQuelle öffnen ↗
- PLOS OneTiermodellProlonged Subcutaneous Administration of Oxytocin in Male Rats (study on SC oxytocin effects)Quelle öffnen ↗
- Science DirectThe physiology and pharmacology of oxytocin in labor and in the puerperiumQuelle öffnen ↗
- PubMedRandomisierte StudieSubcutaneous Oxytocin Injection Reduces Heat Pain: A Randomized‑Controlled TrialQuelle öffnen ↗
- PubMedÜbersichtsarbeitA review of safety, side‑effects and subjective reactions to intranasal oxytocin in human researchQuelle öffnen ↗
- PubMedThe effects of oxytocin on eating behaviour and metabolism in humansQuelle öffnen ↗
- PMCÜbersichtsarbeitOxytocin: A Potential Therapeutic for Obesity (review of oxytocin’s metabolic effects)Quelle öffnen ↗
- Eurogentec (HiLyte Biosciences)Oxytocin Peptide Technical Data Sheet (peptide storage and handling specifications)Quelle öffnen ↗
- FDA AccessdataÜbersichtsarbeitChemistry Review Document (oxytocin drug chemistry and stability information)Quelle öffnen ↗
Allgemeine Grundlagen (2)
Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.
- Johns Hopkins Arthritis CenterHow to give a subcutaneous injection (step‑by‑step technique guide)Quelle öffnen ↗
- PMCÜbersichtsarbeitPharmacologic Considerations in the Disposition of Antibodies and Antibody‑Drug Conjugates (subcutaneous drug injection review)Quelle öffnen ↗
Ähnliche Peptide
Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.
Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Ursprüngliche Zusammenstellung ↗