BioregulatorEinzelnsubkutane InjektionEvidenz E

Ovagen

Ein sehr kurzes Bioregulator-Peptid mit Bezug zu Darm und Leber. In Zellversuchen beeinflusste es alterungsbezogene Gene und wirkte zellschützend.

Labor- und Zelldaten10 QuellenRechner verfügbar
Ovagen 20 mg — Vial mit gefriergetrocknetem Pulver
Ovagen · 20 mg

In 30 Sekunden verstanden

Was ist es?
Bioregulator · Einzelsubstanz
Wofür erforscht?
Magen und Darm
Datenlage
Stufe E — Zell- und Laborversuche
Einschränkung
Zellversuche; klinische Daten fehlen.
Darreichungsform
subkutane Injektion
Startdosis
0,01 mg
einmal täglich · Woche 1-2
Aufziehen bis
0,1 Einheiten (0,001 mL)
Konzentration
10 mg/mL
Anmischen
2 mL
Bereich
0,01-0,15 mg

Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.

Schema

Dosierungsschema

Standard – schrittweiser Aufbau

Literaturschemaeinmal täglich · subkutane Injektion20 mg + 2 mL = 10 mg/mL
Belegt durchNature · 2022
WocheTagesdosisEinheiten je Injektion
Woche 1-20,01 mg0,1 Einheiten (0,001 mL)
Woche 3-40,02 mg0,2 Einheiten (0,002 mL)
Woche 5-60,05 mg0,5 Einheiten (0,005 mL)
Woche 7-80,1 mg1 Einheiten (0,01 mL)
Woche 9-160,1-0,15 mg1-1,5 Einheiten (0,01-0,015 mL)
Wirkung

Was Ovagen tut

Ovagen besteht aus den Aminosäuren Glutaminsäure, Asparaginsäure und Leucin. Man nimmt an, dass dieses sehr kurze Peptid in die Zelle gelangt, dort an die DNA bindet und so Genaktivität und Eiweißbildung beeinflusst.

Zellversuche zeigen, dass es in Nierenzellkulturen die Zellteilung steigert und alterungsbezogene Genmarker verändert — darunter p16, p21, p53 und SIRT-6 —, was für eine zellschützende Wirkung spricht.

Von sehr kurzen Peptiden dieser Art ist bekannt, dass sie über die Genregulation Zellteilung, Ausdifferenzierung und programmierten Zelltod beeinflussen. Zusätzlich wurde für diese Sequenz eine hemmende Bindung an die HIV-1-Protease beschrieben.

Beobachteter Nutzen

Nebenwirkungen

Datenlage

Wie gut ist das belegt?

E
Zell- und Laborversuche
Belege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.

Zellversuche; klinische Daten fehlen.

Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.

Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
  1. AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
  2. BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
  3. CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
  4. DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
  5. EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.

Für eine bessere EinstufungFür Stufe D fehlen Ergebnisse aus Tiermodellen.

Grundlage

Worauf sich alle Zahlen beziehen

Für Ovagen wird empfohlen, das 20-mg-Vial mit 2 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 10 mg/mL.

Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.

Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.

Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.

Rechner

Eigene Dosis umrechnen

Aufziehen bis

Gerechnet mit 10 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →

Zubereitung

Anmischen

  1. 2 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
  2. Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
  3. Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
  4. Die Lösung muss klar sein. Ergibt 10 mg/mL.
  5. Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.

Bei 10 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,1 mg.

Haltbarkeit

Lagerung

  • Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
  • Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C
  • Wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden.
  • Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Bedarf

Was du dafür brauchst

  • Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
  • 12 Wochen: 1 Vials, 84 Insulinspritzen, 85 Alkoholtupfer, 2 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 1 × 10-mL-Flasche).
  • 24 Wochen: 1 Vials, 168 Insulinspritzen, 169 Alkoholtupfer, 2 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 1 × 10-mL-Flasche).
  • Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
  • Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Praxis

Wichtige Hinweise

Handhabung

Injektionstechnik

Beleg

Quellen

1präklinische Untersuchung
2amtliche Angaben
7weitere Quellen
2022neueste Quelle
10Quellen insgesamt

Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.

Allgemeine Grundlagen (4)

Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.

  • BachemHandling and Storage Guidelines for Peptides (temperature, stability)Quelle öffnen ↗
  • NCBI BookshelfWHO - Best practices for injections and related procedures (asepsis, preparation, administration)Quelle öffnen ↗
  • CDCAmtliche AngabeVaccine administration: subcutaneous route (angle/site guidance)Quelle öffnen ↗
  • CDC (Subcut Injection PDF)Amtliche AngabeTechnique diagram and site guidance for subcutaneous injectionsQuelle öffnen ↗
Verwandt

Ähnliche Peptide

Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.

Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Ursprüngliche Zusammenstellung ↗

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10.09.2026: Rückmeldelink, Quellenverweise und Linkvorschau ergänzt. Das ist keine medizinische Prüfung des Eintrags.