IGF-1 LR3
Ein langwirksames Abbild des Wachstumsfaktors IGF-1. Die Bauweise verlängert die Wirkdauer von Minuten auf Stunden. Wegen der insulinähnlichen Wirkung ist der Blutzucker im Auge zu behalten.

In 30 Sekunden verstanden
- Was ist es?
- Wachstumsfaktor · Einzelsubstanz
- Wofür erforscht?
- Muskelaufbau und Wachstumshormon
- Datenlage
- Stufe D — Überwiegend Tierstudien
- Einschränkung
- Nie am Menschen zugelassen, Erkenntnisse aus Tiermodellen.
- Darreichungsform
- subkutane Injektion
Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.
Dosierungsschema
Standard – schrittweiser Aufbau
| Woche | Tagesdosis | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| Woche 1-2 | 0,02 mg | 6 Einheiten (0,06 mL) |
| Woche 3-4 | 0,04 mg | 12 Einheiten (0,12 mL) |
| Woche 5-8 | 0,05 mg | 15 Einheiten (0,15 mL) |
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Was IGF-1 LR3 tut
IGF-1 LR3 ist ein synthetisches Abbild des menschlichen insulinähnlichen Wachstumsfaktors 1. Es trägt eine Verlängerung um 13 Aminosäuren am vorderen Ende und an Position 3 statt der ursprünglichen Aminosäure eine Glutaminsäure.
Diese Veränderungen senken die Bindung an die IGF-Bindungsproteine erheblich. Dadurch verlängert sich die Halbwertszeit von wenigen Minuten beim natürlichen IGF-1 auf mehrere Stunden, und mehr Wirkstoff bleibt im Kreislauf verfügbar.
Die längere Verweildauer erlaubt in Forschungsschemata eine einmal tägliche Gabe, während natürliches IGF-1 sehr häufig gegeben werden müsste. Die Wirkung entfaltet sich über den IGF-1-Rezeptor und betrifft Zellwachstum, Eiweißbildung und Stoffwechselregulation.
Zwei Punkte sind entscheidend: IGF-1 LR3 wurde nie für die Anwendung am Menschen zugelassen und bleibt auf die Forschung beschränkt. Und wegen seiner insulinähnlichen Eigenschaften erfordert es besondere Aufmerksamkeit für den Blutzucker, vor allem zu Beginn und während der Dosissteigerung.
Beobachteter Nutzen
- Untersucht werden Wirkungen auf Zellwachstum, Eiweißbildung und Stoffwechselregulation über den IGF-1-Rezeptor.
- Die verlängerte Wirkdauer gegenüber natürlichem IGF-1 ermöglicht gleichmäßigere Wirkstoffspiegel über den Tag.
Nebenwirkungen
- Wichtigster Punkt: Durch die insulinähnliche Wirkung kann der Blutzucker abfallen. Zu Beginn und bei jeder Steigerung ist besondere Vorsicht geboten.
- IGF-1 LR3 ist nirgends für die Anwendung am Menschen zugelassen; belastbare Sicherheitsdaten fehlen.
- Reaktionen an der Einstichstelle sind möglich.
Wie gut ist das belegt?
Nie am Menschen zugelassen, Erkenntnisse aus Tiermodellen.
Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.
Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
- AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
- BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
- CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
- DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
- EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.
Für eine bessere EinstufungFür Stufe C fehlen Daten am Menschen — auch kleine Studien oder Fallserien.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Für IGF-1 LR3 wird empfohlen, das 1-mg-Vial mit 3 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 0,33 mg/mL.
Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.
Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.
Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.
Eigene Dosis umrechnen
Gerechnet mit 0,33 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →
Anmischen
- 3 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
- Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
- Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
- Die Lösung muss klar sein. Ergibt 0,33 mg/mL.
- Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.
Bei 0,33 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,003 mg.
Lagerung
- Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
- Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C, innerhalb von 30 Tage aufbrauchen
- Wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden.
- Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Was du dafür brauchst
- Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
- 12 Wochen: 4 Vials, 84 Insulinspritzen, 88 Alkoholtupfer, 12 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 2 × 10-mL-Flaschen).
- 24 Wochen: 8 Vials, 168 Insulinspritzen, 176 Alkoholtupfer, 24 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 3 × 10-mL-Flaschen).
- Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
- Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Wichtige Hinweise
- Dosis, Datum und Einstichstelle jedes Mal notieren — nur so bleibt der Verlauf nachvollziehbar.
- Schrittweise steigern und Aufbaustufen nicht überspringen.
- Angemischte Vials nie über das angegebene Haltbarkeitsfenster hinaus verwenden.
- Bei trüber Lösung, Flocken oder Verfärbung das Vial verwerfen.
Injektionstechnik
- Vialdeckel und Einstichstelle mit einem Alkoholtupfer reinigen und vollständig trocknen lassen.
- Eine Hautfalte abheben und die Nadel im Winkel von 45 bis 90 Grad in das Unterhautfettgewebe einführen.
- Bei subkutaner Gabe nicht aspirieren. Langsam und gleichmäßig injizieren.
- Nach dem Injizieren einige Sekunden warten, bevor die Nadel zurückgezogen wird — so geht keine Dosis verloren.
- Einstichstellen systematisch wechseln (Bauch, Oberschenkel, Oberarm), um Verhärtungen zu vermeiden.
- Für jede Injektion eine neue sterile Nadel verwenden und sie sofort in einen Kanülenbehälter entsorgen.
Quellen
Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.
- Biomolecules (MDPI)Insulin-Like Growth Factor-1 (IGF-1) and Its Monitoring in Medical Diagnostic and in SportsQuelle öffnen ↗
- Dopinglinkki (FINCIS Anti-Doping Authority)Insulin-like growth factor 1 (IGF-1) and long chain IGF (LR3IGF-1): Medical information and safety overviewQuelle öffnen ↗
- Mayo Clinic / IBM MicromedexAmtliche AngabeMecasermin (Subcutaneous route): Proper Use and Handling - guidance on IGF-1 administration timing with mealsQuelle öffnen ↗
- Cell Sciences (Research Reagents)Recombinant Human LR3 IGF-1: Product technical datasheet including storage and stability specificationsQuelle öffnen ↗
- Drugs.comIncrelex (mecasermin) Dosage Guide: Clinical dosing and hypoglycemia management for IGF-1 therapyQuelle öffnen ↗
- AnabolicMinds Community Research ForumStorage and cycle considerations for IGF-1 LR3: Practical protocol discussionsQuelle öffnen ↗
- Immunize.org (Immunization Action Coalition)Amtliche AngabeHow to Administer Subcutaneous Vaccine Injections: Site selection and rotation guidanceQuelle öffnen ↗
- ReliaTech GmbHHuman IGF-1 LR3 Protein Technical Specifications: Reconstitution and storage protocolsQuelle öffnen ↗
- Mayo ClinicMecasermin (subcutaneous route): Side effects and proper handling - solution inspection guidelinesQuelle öffnen ↗
- Frontiers in Bioengineering & BiotechnologyInsulin-Like Growth Factor-1: A Promising Therapeutic Target for Peripheral Nerve InjuryQuelle öffnen ↗
- Drug Testing and Analysis (PubMed)Detection of LongR3-IGF-I, Des(1-3)-IGF-I, and R3-IGF-I using immunopurification and high resolution mass spectrometry for antidoping purposesQuelle öffnen ↗
- NCBI Bookshelf5.6 Administering Subcutaneous Medications: Clinical best practices for subcutaneous injection techniqueQuelle öffnen ↗
Allgemeine Grundlagen (1)
Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.
- Centers for Disease Control and Prevention (CDC)Preventing Unsafe Injection Practices: One Needle, One Syringe, Only One TimeQuelle öffnen ↗
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Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.
Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Ursprüngliche Zusammenstellung ↗