Wachstumshormon-FreisetzerEinzelnsubkutane InjektionEvidenz C

Hexarelin

Der stärkste der klassischen GHRP. Hexarelin löst über den Ghrelin-Rezeptor einen kräftigen Wachstumshormonstoß aus – stärker als GHRH, aber die Wirkung lässt bei täglicher Anwendung deutlich nach.

Begrenzte Humandaten5 QuellenRechner verfügbar

In 30 Sekunden verstanden

Was ist es?
Wachstumshormon-Freisetzer · Einzelsubstanz
Wofür erforscht?
Muskelaufbau und Wachstumshormon
Datenlage
Stufe C — Begrenzte Humandaten
Einschränkung
Mehrere kleine Studien am Menschen zur Hormonausschüttung, keine Studien zu Nutzen im Alltag.
Darreichungsform
subkutane Injektion
Startdosis
0,1 mg (1× täglich)
zweimal täglich · Woche 1-2
Aufziehen bis
10 Einheiten (0,10 mL)
Konzentration
1 mg/mL
Anmischen
2 mL
Bereich
0,1-0,2 mg

Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.

Schema

Dosierungsschema

Standard – schrittweiser Aufbau

Literaturschemazweimal täglich · subkutane Injektion2 mg + 2 mL = 1 mg/mL
WocheTagesdosisEinheiten je Injektion
Woche 1-20,1 mg (1× täglich)10 Einheiten (0,10 mL)
Woche 3-40,2 mg (2x 0,1 mg)10 Einheiten (0,10 mL) per Injektionen
Woche 5-60,2 mg (2x 0,1 mg)10 Einheiten (0,10 mL) per Injektionen
Pause——
Wirkung

Was Hexarelin tut

Hexarelin ist ein Peptid aus sechs Aminosäuren und bindet an den Ghrelin-Rezeptor GHS-R1a in Hirnanhangsdrüse und Hypothalamus. Von dort löst es eine stoßweise Ausschüttung von Wachstumshormon aus, anders als die Zufuhr von Wachstumshormon selbst.

In der Untersuchung an zwölf gesunden Freiwilligen von 1994 war die Wachstumshormonantwort auf Hexarelin etwa doppelt so hoch wie auf die gleiche Menge GHRH. Unter die Haut gespritzt kamen rund 77 Prozent des Wirkstoffs im Blut an; über die Nase waren es 5 Prozent, als Tablette 0,3 Prozent.

Der wichtigste Haken: Bei zwei oder drei Injektionen täglich über mehrere Wochen ließ die Wachstumshormonantwort deutlich nach. Dieser Gewöhnungseffekt ist für die ganze Gruppe der GHRP beschrieben und bei Hexarelin besonders ausgeprägt.

Über den Rezeptor CD36 wirkt Hexarelin zusätzlich auf Herz und Gefäße; das ist in Tiermodellen untersucht, nicht am Menschen als Behandlung.

Zulassung und Recht: Hexarelin ist nirgends als Arzneimittel zugelassen. Im Sport ist es unter dem Namen Examorelin in Abschnitt S2.2.4 der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur 2026 namentlich genannt.

Beobachteter Nutzen

Nebenwirkungen

Datenlage

Wie gut ist das belegt?

C
Begrenzte Humandaten
Kleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.

Mehrere kleine Studien am Menschen zur Hormonausschüttung, keine Studien zu Nutzen im Alltag.

Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.

Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
  1. AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
  2. BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
  3. CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
  4. DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
  5. EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.

Für eine bessere EinstufungFür Stufe B fehlen kontrollierte Studien am Menschen.

Grundlage

Worauf sich alle Zahlen beziehen

Für Hexarelin wird empfohlen, das 2-mg-Vial mit 2 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 1 mg/mL.

Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.

Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.

Angewendet wird zweimal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.

Rechner

Eigene Dosis umrechnen

Aufziehen bis
—
—

Gerechnet mit 1 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →

Zubereitung

Anmischen

  1. 2 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
  2. Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
  3. Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
  4. Die Lösung muss klar sein. Ergibt 1 mg/mL.
  5. Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.

Bei 1 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,01 mg.

Haltbarkeit

Lagerung

  • Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
  • Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C, innerhalb von 30 Tage aufbrauchen
  • Wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden.
  • Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Bedarf

Was du dafür brauchst

  • Gerechnet mit dem Standardschema oben und 14 Anwendungen pro Woche:
  • 12 Wochen: 16 Vials, 168 Insulinspritzen, 184 Alkoholtupfer, 32 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 4 × 10-mL-Flaschen).
  • 24 Wochen: 33 Vials, 336 Insulinspritzen, 369 Alkoholtupfer, 66 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 7 × 10-mL-Flaschen).
  • Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
  • Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Praxis

Wichtige Hinweise

Handhabung

Injektionstechnik

Beleg

Quellen

1Humanstudie
2Übersichtsarbeiten
2weitere Quellen
2026neueste Quelle
5Quellen insgesamt

Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.

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Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.

Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Die Mengen entsprechen den Dosierungen aus den unten aufgeführten Studien; hier nachgerechnet ist die Umrechnung auf Vialgröße und Spritzeneinheiten.

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Änderungshinweis zur Darstellung

10.09.2026: Rückmeldelink, Quellenverweise und Linkvorschau ergänzt. Das ist keine medizinische Prüfung des Eintrags.