Glutathione
Das wichtigste körpereigene Antioxidans. Glutathion neutralisiert aggressive Sauerstoffverbindungen, unterstützt die Entgiftung in der Leber und hilft, Schwermetalle auszuscheiden.

In 30 Sekunden verstanden
- Was ist es?
- Antioxidans · Einzelsubstanz
- Wofür erforscht?
- Haut und Bindegewebe · Immunsystem und Entzündung
- Datenlage
- Stufe C — Begrenzte Humandaten
- Einschränkung
- Studien zu Hautwirkung und Entgiftung, Umfang begrenzt.
- Darreichungsform
- subkutane Injektion
Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.
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Was Glutathione tut
Glutathion ist das mengenmäßig wichtigste körpereigene Antioxidans im Zellinneren und kommt in praktisch jeder Zelle in Konzentrationen von 1 bis 10 Millimol vor.
Als Dreifachpeptid aus Glutaminsäure, Cystein und Glycin dient es als wichtigster schwefelhaltiger Redoxpuffer: Es neutralisiert reaktive Sauerstoffspezies, unterstützt die Entgiftungswege der Phase II und hilft, körperfremde Stoffe und Schwermetalle auszuscheiden.
Die reduzierte Form gibt Elektronen ab, um freie Radikale unschädlich zu machen, und wird anschließend durch das Enzym Glutathionreduktase aus der oxidierten Form zurückgewonnen.
Klinische und vorklinische Untersuchungen zeigen, dass ausreichende Glutathionspiegel Leberfunktion, Immunzellaktivität, den Schutz der Mitochondrien und das Gleichgewicht der Zelle insgesamt unterstützen.
Beobachteter Nutzen
- Senkt Marker für oxidativen Stress und hilft, das Redoxgleichgewicht der Zelle zu halten.
- Kann die Leberfunktion und die Entgiftungswege der Leber unterstützen.
- Untersuchungen deuten auf immunmodulierende Wirkungen hin, unter anderem auf die Aktivität natürlicher Killerzellen und die Funktion von T-Zellen.
- Klinische Studien zur Haut zeigen bei anhaltender Anwendung mögliche Wirkungen auf Melaninwert und Hauthelligkeit.
Nebenwirkungen
- Im Allgemeinen gut verträglich; gelegentlich leichte Reaktionen an der Einstichstelle wie Rötung oder Juckreiz.
- Selten Magen-Darm-Beschwerden unter hochdosierten Schemata — daher niedrig beginnen und langsam steigern.
Wie gut ist das belegt?
Studien zu Hautwirkung und Entgiftung, Umfang begrenzt.
Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.
Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
- AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
- BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
- CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
- DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
- EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.
Für eine bessere EinstufungFür Stufe B fehlen kontrollierte Studien am Menschen.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Für Glutathione wird empfohlen, das 600-mg-Vial mit 2 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 300 mg/mL.
Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.
Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.
Angewendet wird täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.
Eigene Dosis umrechnen
Gerechnet mit 300 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →
Anmischen
- 2 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
- Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
- Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
- Die Lösung muss klar sein. Ergibt 300 mg/mL.
- Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.
Bei 300 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 3 mg.
Lagerung
- Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
- Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C
- Wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden.
- Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Was du dafür brauchst
- Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
- 12 Wochen: 25 Vials, 84 Insulinspritzen, 109 Alkoholtupfer, 50 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 5 × 10-mL-Flaschen).
- 24 Wochen: 53 Vials, 168 Insulinspritzen, 221 Alkoholtupfer, 106 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 11 × 10-mL-Flaschen).
- Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
- Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Wichtige Hinweise
- Dosis, Datum und Einstichstelle jedes Mal notieren — nur so bleibt der Verlauf nachvollziehbar.
- Schrittweise steigern und Aufbaustufen nicht überspringen.
- Angemischte Vials nie über das angegebene Haltbarkeitsfenster hinaus verwenden.
- Bei trüber Lösung, Flocken oder Verfärbung das Vial verwerfen.
Injektionstechnik
- Vialdeckel und Einstichstelle mit einem Alkoholtupfer reinigen und vollständig trocknen lassen.
- Eine Hautfalte abheben und die Nadel im Winkel von 45 bis 90 Grad in das Unterhautfettgewebe einführen.
- Bei subkutaner Gabe nicht aspirieren. Langsam und gleichmäßig injizieren.
- Nach dem Injizieren einige Sekunden warten, bevor die Nadel zurückgezogen wird — so geht keine Dosis verloren.
- Einstichstellen systematisch wechseln (Bauch, Oberschenkel, Oberarm), um Verhärtungen zu vermeiden.
- Für jede Injektion eine neue sterile Nadel verwenden und sie sofort in einen Kanülenbehälter entsorgen.
Quellen
Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.
- PubMedThe antioxidant glutathione: protective roles, cofactor functions, and regeneration mechanismsQuelle öffnen ↗
- PubMedGlutathione and glutathione-dependent enzymes: coordinated defense against oxidative stressQuelle öffnen ↗
- PMCGlutathione: roles in immune function, detoxification, and clinical applicationsQuelle öffnen ↗
- PubMedThe interplay of glutathione-related processes in antioxidant defenseQuelle öffnen ↗
- PMCÜbersichtsarbeitExploring safety and efficacy of glutathione supplementation: narrative reviewQuelle öffnen ↗
- PubMedSystematische ÜbersichtGlutathione as a skin-lightening agent and in melasma: systematic reviewQuelle öffnen ↗
- PMCGlutathione: pharmacological aspects and implications for clinical use in NAFLDQuelle öffnen ↗
- PubMedOxidative stress: role of mitochondria and protection by glutathioneQuelle öffnen ↗
- PMCEfficacy of glutathione for NAFLD treatment: open-label pilot studyQuelle öffnen ↗
- PMCProtective effect of glutathione against oxidative stress-induced cytotoxicity via Nrf2/HO-1 pathwayQuelle öffnen ↗
- PubMedGlutathione in the treatment of liver diseases: clinical practice insightsQuelle öffnen ↗
- NatureGlutathione system enhancement for cardiac protection against oxidative stressQuelle öffnen ↗
- PubMedSystematische ÜbersichtClinical effect of glutathione on skin color and related conditions: systematic reviewQuelle öffnen ↗
- PMCGlutathione and its antiaging and antimelanogenic effects: RCT at 250 mg/dayQuelle öffnen ↗
- PubMedOxidative stress and regulation of glutathione in lung inflammationQuelle öffnen ↗
Allgemeine Grundlagen (4)
Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.
- PMCÜbersichtsarbeitSubcutaneous drug injection review: pharmacologic considerationsQuelle öffnen ↗
- CDCVaccine administration: subcutaneous route (angle/site; no aspiration)Quelle öffnen ↗
- CDC (Subcut Injection PDF)Amtliche AngabeTechnique diagram and site guidance for subcutaneous injectionsQuelle öffnen ↗
- NCBI BookshelfBest practices for injection (asepsis, preparation, and administration)Quelle öffnen ↗
Ähnliche Peptide
Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.
Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Ursprüngliche Zusammenstellung ↗