Peptikon
AntioxidansEinzelnintramuskulär oder intravenös (Arzneimittel)Evidenz B

Glutathione

Das wichtigste körpereigene Antioxidans. Glutathion neutralisiert aggressive Sauerstoffverbindungen und unterstützt die Entgiftungswege der Leber.

Humanstudien vorhanden18 QuellenRechner verfügbarExternes Produkt verfügbar
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Glutathione 600 mg — Vial mit gefriergetrocknetem Pulver
Glutathione · 600 mg

In 30 Sekunden verstanden

Was ist es?
Antioxidans · Einzelsubstanz
Wofür erforscht?
Haut und Bindegewebe · Immunsystem und Entzündung
Datenlage
Stufe B — Klinische Humanstudien
Einschränkung
Randomisierte Studien am Menschen: in den Muskel und in die Vene gegen die Nervenschädigung unter Cisplatin, zur Haut ausschließlich oral oder äußerlich.
Darreichungsform
intramuskulär oder intravenös (Arzneimittel)
Konzentration nach dem Anmischen
150mg/mL
intramuskulär oder intravenös (Arzneimittel)
Konzentration
150 mg/mL
Anmischen
4 mL
Bereich
—

Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.

Schema

Dosierungsschema

Kein übertragbares DosierungsschemaInjizierbares Glutathion ist ein zugelassenes Arzneimittel — aber nur für eine einzige Anwendung: die Vorbeugung der Nervenschädigung unter einer Chemotherapie mit Cisplatin. Zugelassen sind dafür die intramuskuläre und die intravenöse Gabe mit 600 bis 1200 mg am Tag, ärztlich begleitet. Für jeden anderen Zweck gibt es kein Schema, das sich auf Belege stützen könnte. Zur subkutanen Gabe existiert keine einzige Studie am Menschen.

Der Umrechner weiter unten rechnet dir eine beliebige Menge in Spritzeneinheiten um — er sagt dir nicht, welche Menge sinnvoll ist.

Extern

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Wirkung

Was Glutathione tut

Glutathion ist das mengenmäßig wichtigste körpereigene Antioxidans im Zellinneren und kommt in praktisch jeder Zelle in Konzentrationen von 1 bis 10 Millimol vor.

Als Dreifachpeptid aus Glutaminsäure, Cystein und Glycin dient es als wichtigster schwefelhaltiger Redoxpuffer: Es neutralisiert reaktive Sauerstoffspezies, unterstützt die Entgiftungswege der Phase II und hilft, körperfremde Stoffe auszuscheiden.

Die reduzierte Form gibt Elektronen ab, um freie Radikale unschädlich zu machen, und wird anschließend durch das Enzym Glutathionreduktase aus der oxidierten Form zurückgewonnen.

Klinische und vorklinische Untersuchungen zeigen, dass ausreichende Glutathionspiegel Leberfunktion, Immunzellaktivität, den Schutz der Mitochondrien und das Gleichgewicht der Zelle insgesamt unterstützen.

Zulassung und Recht: Gespritztes Glutathion ist ein zugelassenes Arzneimittel – in Italien als Tationil, dem Natriumsalz. Zugelassen ist es für eine einzige Anwendung: die Vorbeugung der Nervenschädigung unter einer Chemotherapie mit Cisplatin. Die Fachinformation kennt zwei Wege, in den Muskel und in die Vene, mit 600 bis 1200 mg am Tag. Das Wort „subkutan“ kommt darin nicht vor, und zur Gabe unter die Haut gibt es keine einzige Studie am Menschen.

Beobachteter Nutzen

Nebenwirkungen

Datenlage

Wie gut ist das belegt?

B
Klinische Humanstudien
In kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.

Randomisierte Studien am Menschen: in den Muskel und in die Vene gegen die Nervenschädigung unter Cisplatin, zur Haut ausschließlich oral oder äußerlich.

Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.

Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
  1. AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
  2. BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
  3. CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
  4. DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
  5. EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.

Für eine bessere EinstufungFür Stufe A fehlen mehrere große kontrollierte Studien oder eine arzneimittelrechtliche Zulassung.

Grundlage

Worauf sich alle Zahlen beziehen

Das zugelassene Arzneimittel wird nach Fachinformation mit 4 mL Wasser für Injektionszwecke gelöst; aus 600 mg ergibt das 150 mg/mL. Die Zahlen im Umrechner beziehen sich immer auf die Menge, die du dort selbst eingibst.

Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.

Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.

Rechner

Eigene Dosis umrechnen

Aufziehen bis
—
—

Gerechnet mit 150 mg/mL auf der rechnerischen Vial-Konzentration. Vollständiger Rechner →

Zubereitung

Anmischen

  1. 4 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
  2. Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
  3. Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
  4. Die Lösung muss klar sein. Ergibt 150 mg/mL.
  5. Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.

Bei 150 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 1,5 mg.

Haltbarkeit

Lagerung

  • Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
  • Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C
  • Wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden.
  • Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Praxis

Wichtige Hinweise

Injektion zur Hautaufhellung: davon wird abgeratenZwei Übersichtsarbeiten aus der Quellenliste dieser Seite kommen zum selben Ergebnis. Sarkar 2025 schreibt wörtlich, intravenöses Glutathion sei wegen fehlender Wirksamkeit und wegen Nebenwirkungen kontraindiziert; eine Übersicht von 2025 nennt Anaphylaxie und Lebertoxizität und das Fehlen standardisierter Dosierungen. Die philippinische Arzneimittelbehörde hat dazu zwei Warnungen veröffentlicht. Die Studien, die eine Hautwirkung gefunden haben, waren durchweg oral oder äußerlich, nicht injiziert.

Seitenstand: . Veröffentlichungsjahre stehen bei den einzelnen Quellen.

Beleg

Quellen

2Humanstudien
3Übersichtsarbeiten
1amtliche Angabe
12weitere Quellen
2019neueste Quelle
18Quellen insgesamt

Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.

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Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.

Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Für die Gabe unter die Haut gibt es keine Studie und deshalb auf dieser Seite kein Schema; die Mengen des zugelassenen Arzneimittels stehen im Text und stammen aus der Fachinformation.