DSIP
Ein Schlafpeptid. DSIP verlängert den Tiefschlaf und dämpft zugleich die Stressachse. Anders als Schlafmittel normalisiert es den Schlafaufbau, ohne am nächsten Tag benommen zu machen.
Erhältlich als 5 mg · 10 mg
Weitere Aktionen


In 30 Sekunden verstanden
- Was ist es?
- Schlafmodulator · Einzelsubstanz
- Wofür erforscht?
- Schlaf und Erholung
- Datenlage
- Stufe C — Begrenzte Humandaten
- Einschränkung
- Kleine Humanstudien zur Schlafarchitektur.
- Darreichungsform
- subkutane Injektion
Alle Zahlen unten — Startdosis, Einheiten, Anmischen, Lagerung und Bedarf — gelten für die gewählte Größe.
Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.
Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.
Dosierungsschema
Standard – schrittweiser Aufbau
| Woche | Tagesdosis | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| Woche 1 | 0,1 mg | 6 Einheiten (0,06 mL) |
| Woche 2 | 0,15 mg | 9 Einheiten (0,09 mL) |
| Woche 3 | 0,2 mg | 12 Einheiten (0,12 mL) |
| Woche 4-8 | 0,25-0,3 mg | 15-18 Einheiten (0,15-0,18 mL) |
Fortgeschritten – zügiger Aufbau
| Woche | Tagesdosis | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| Woche 5 | 0,35-0,4 mg | 21-24 Einheiten (0,21-0,24 mL) |
| ab Woche 6 | 0,4-0,5 mg | 24-30 Einheiten (0,24-0,30 mL) |
Dosierungsschema
Standard – schrittweiser Aufbau
| Woche | Tagesdosis | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| Woche 1 | 0,1 mg | 3 Einheiten (0,03 mL) |
| Woche 2 | 0,15 mg | 5 Einheiten (0,05 mL) |
| Woche 3 | 0,2 mg | 6 Einheiten (0,06 mL) |
| Woche 4-8 | 0,25-0,3 mg | 8-9 Einheiten (0,08-0,09 mL) |
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Was DSIP tut
DSIP wirkt als Modulator im Schlaf-Wach-Rhythmus und in der Stressverarbeitung. In EEG-Ableitungen erhöht die Gabe durchgehend den Anteil der Deltawellen, also des Tiefschlafs — das spricht dafür, dass es Einleitung und Aufrechterhaltung des traumlosen Tiefschlafs unterstützt.
DSIP überwindet die Blut-Hirn-Schranke gut und entfaltet seine Wirkung damit direkt im Gehirn, vermutlich indem es hemmende Nervenaktivität verstärkt oder auf schlafsteuernde Hirnregionen einwirkt. Zusätzlich dämpft es die stressbedingte Ausschüttung von ACTH und Corticosteron, wirkt also auf die Achse zwischen Hypothalamus, Hirnanhangsdrüse und Nebenniere.
Anders als herkömmliche Schlafmittel neigt DSIP dazu, den Schlafaufbau zu normalisieren, ohne am nächsten Tag benommen zu machen.
Zulassung und Recht: Die US-Arzneimittelbehörde FDA führt DSIP auf ihrer Liste von Wirkstoffen, deren Verarbeitung in Apotheken erhebliche Sicherheitsrisiken bergen kann; genannt werden mögliche Immunreaktionen und fehlende Sicherheitsdaten für die vorgeschlagenen Anwendungswege. Der Antrag, den Stoff für Apothekenrezepturen zuzulassen, wurde zurückgezogen. Zugelassen ist DSIP nirgends. Ein Beratungsgremium der FDA befasste sich im Juli 2026 mit dem Stoff und stimmte mit 6 zu 7 Stimmen dagegen – DSIP ist der einzige der sieben geprüften Stoffe, den das Gremium abgelehnt hat. Das Votum ist eine Empfehlung, keine Entscheidung; ein Verfahren der FDA läuft noch.
Beobachteter Nutzen
- Verbessert die Schlafqualität und verlängert den Tiefschlafanteil.
- Könnte bei chronischer Schlaflosigkeit helfen, gestörte Schlafmuster zu normalisieren.
- Zeigt Ansätze zur Stressminderung und Stimmungsunterstützung über die Regulierung der Stressachse.
- In Tierstudien ließ sich selbst bei sehr hohen Dosen keine tödliche Dosis bestimmen. Systematische Untersuchungen zur Sicherheit beim Menschen fehlen.
Nebenwirkungen
- In Humanstudien nur leichte, vorübergehende Beschwerden: gelegentlich Kopfschmerzen oder Übelkeit.
- Gelegentlich leichte Reaktionen an der Einstichstelle wie Rötung oder Juckreiz.
Wie gut ist das belegt?
Kleine Humanstudien zur Schlafarchitektur.
Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.
Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
- AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
- BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
- CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
- DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
- EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.
Für eine bessere EinstufungFür Stufe B fehlen kontrollierte Studien am Menschen.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Für DSIP wird empfohlen, das 5-mg-Vial mit 3 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 1,67 mg/mL.
Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.
Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.
Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Für DSIP wird empfohlen, das 10-mg-Vial mit 3 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 3,33 mg/mL.
Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.
Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.
Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.
Eigene Dosis umrechnen
Gerechnet mit 1,67 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →
Eigene Dosis umrechnen
Gerechnet mit 3,33 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →
Anmischen
- 3 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
- Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
- Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
- Die Lösung muss klar sein. Ergibt 1,67 mg/mL.
- Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.
Bei 1,67 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,017 mg.
Anmischen
- 3 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
- Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
- Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
- Die Lösung muss klar sein. Ergibt 3,33 mg/mL.
- Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.
Bei 3,33 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,033 mg.
Lagerung
- Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
- Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C
- Wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden.
- Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Lagerung
- Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -20 °C
- Angemischt: im Kühlschrank bei 2-8 °C
- Wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden.
- Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Was du dafür brauchst
- Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
- 12 Wochen: 5 Vials, 84 Insulinspritzen, 89 Alkoholtupfer, 15 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 2 × 10-mL-Flaschen).
- 24 Wochen: 10 Vials, 168 Insulinspritzen, 178 Alkoholtupfer, 30 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 3 × 10-mL-Flaschen).
- Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
- Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Was du dafür brauchst
- Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
- 12 Wochen: 3 Vials, 84 Insulinspritzen, 87 Alkoholtupfer, 9 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 1 × 10-mL-Flasche).
- 24 Wochen: 5 Vials, 168 Insulinspritzen, 173 Alkoholtupfer, 15 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 2 × 10-mL-Flaschen).
- Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
- Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Wichtige Hinweise
- Dosis, Datum und Einstichstelle jedes Mal notieren — nur so bleibt der Verlauf nachvollziehbar.
- Schrittweise steigern und Aufbaustufen nicht überspringen.
- Angemischte Vials nie über das angegebene Haltbarkeitsfenster hinaus verwenden.
- Bei trüber Lösung, Flocken oder Verfärbung das Vial verwerfen.
Injektionstechnik
- Vialdeckel und Einstichstelle mit einem Alkoholtupfer reinigen und vollständig trocknen lassen.
- Eine Hautfalte abheben und die Nadel im Winkel von 45 bis 90 Grad in das Unterhautfettgewebe einführen.
- Bei subkutaner Gabe nicht aspirieren. Langsam und gleichmäßig injizieren.
- Nach dem Injizieren einige Sekunden warten, bevor die Nadel zurückgezogen wird — so geht keine Dosis verloren.
- Einstichstellen systematisch wechseln (Bauch, Oberschenkel, Oberarm), um Verhärtungen zu vermeiden.
- Für jede Injektion eine neue sterile Nadel verwenden und sie sofort in einen Kanülenbehälter entsorgen.
Seitenstand: . Veröffentlichungsjahre stehen bei den einzelnen Quellen.
Quellen
Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.
- Pflügers Archiv (1977)1977Schoenenberger GA, Monnier M. Erstbeschreibung und Aufklärung des schlafauslösenden Peptids DSIP im KaninchenQuelle öffnen ↗
- European Journal of Anaesthesiology (2001)Übersichtsarbeit2001Delta sleep-inducing peptide: editorial review of mechanisms and clinical contextQuelle öffnen ↗
- Neuropsychobiology (1983)1983Schneider-Helmert D, Schoenenberger GA. Wirkung von DSIP beim Menschen: kontrollierte Studie zu Schlaf und BefindenQuelle öffnen ↗
- The Lancet (1981)Randomisierte Studie1981Schneider-Helmert D. Randomisierte Studie: DSIP verbessert den Schlaf bei Menschen mit SchlaflosigkeitQuelle öffnen ↗
- Schneider-Helmert D (1981)1981Acute and delayed effects of DSIP on human sleep behavior. Int J Clin Pharmacol Ther ToxicolQuelle öffnen ↗
- Journal of Neurochemistry (2006)Übersichtsarbeit2006Kovalzon VM, Strekalova TV. DSIP: ein bis heute ungelöstes Rätsel (Übersicht)Quelle öffnen ↗
- Psychoneuroendocrinology (1995)1995Späth-Schwalbe E, et al. DSIP beeinflusst die Ausschüttung von ACTH und Cortisol beim Menschen nichtQuelle öffnen ↗
- Molecules (2021)Tiermodell2021Tukhovskaya EA, et al. DSIP verbessert die Bewegungsfähigkeit von Ratten nach Schlaganfall (Tiermodell)Quelle öffnen ↗
- NCBI BookshelfMedication Administration: Subcutaneous Injections (Open RN Nursing Skills)Quelle öffnen ↗
- European Journal of AnaesthesiologyDelta sleep-inducing peptide: discovery, structure, and pharmacological overviewQuelle öffnen ↗
- Neuroscience & Biobehavioral Reviews (PubMed)ÜbersichtsarbeitDelta-sleep-inducing peptide (DSIP): a review of sleep-promoting and neuromodulatory effectsQuelle öffnen ↗
- European Neurology (PubMed)DSIP in insomnia: timing and frequency of administration in clinical trialsQuelle öffnen ↗
- Tocris BioscienceStability and storage guidelines for research peptidesQuelle öffnen ↗
- Frontiers in PharmacologyDSIP fusion peptides crossing the blood-brain barrier and efficacy in insomnia modelsQuelle öffnen ↗
- European Neurology (PubMed)Therapeutic effects of delta-sleep-inducing peptide (DSIP) in patients with chronic pain episodesQuelle öffnen ↗
- European Neurology (PubMed)DSIP in the treatment of withdrawal syndromes from alcohol and opiatesQuelle öffnen ↗
- FDA – Wirkstoffe mit möglichen SicherheitsrisikenListe der US-Arzneimittelbehörde: Emideltid (DSIP) unter den zurückgezogenen NominierungenQuelle öffnen ↗
- FDA – Beratungsausschuss Apothekenrezepturen, Juli 20262026Sitzung am 23. und 24. Juli 2026: DSIP als einziger Stoff abgelehnt, 6 zu 7 StimmenQuelle öffnen ↗
Allgemeine Grundlagen (7)
Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.
- CDCVaccine administration: subcutaneous route (angle/site; no aspiration)Quelle öffnen ↗
- European Neurology (PubMed)Effects of delta-sleep-inducing peptide on 24-hour sleep-wake behaviour in severe chronic insomniaQuelle öffnen ↗
- MedlinePlus (U.S. National Library of Medicine)Subcutaneous (SQ) injections: technique, site selection, and procedureQuelle öffnen ↗
- Johns Hopkins Arthritis CenterHow to give a subcutaneous injection: site rotation and best practicesQuelle öffnen ↗
- European Neurology (PubMed)Effects of delta sleep-inducing peptide on sleep of chronic insomniac patients (double-blind study)Quelle öffnen ↗
- NCBI BookshelfBest practices for injection (asepsis, preparation, and administration)Quelle öffnen ↗
- Subcutaneous Drug Injection Review (PMC)ÜbersichtsarbeitPharmacologic considerations of the subcutaneous routeQuelle öffnen ↗
Ähnliche Peptide
Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.
Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Die Dosierungsschemata stammen aus Erfahrungsberichten, nicht aus Studien am Menschen; hier nachgerechnet ist die Umrechnung auf Vialgröße und Spritzeneinheiten.