CJC-1295 NO DAC
Die kurzwirksame Variante von CJC-1295. Sie erzeugt einzelne, klar abgegrenzte Wachstumshormonstöße statt eines Dauerspiegels — näher am natürlichen Muster, dafür häufigere Gaben.

In 30 Sekunden verstanden
- Was ist es?
- Wachstumshormon-Freisetzer · Einzelsubstanz
- Wofür erforscht?
- Muskelaufbau und Wachstumshormon · Schlaf und Erholung
- Datenlage
- Stufe C — Begrenzte Humandaten
- Einschränkung
- Humandaten zur Hormonausschüttung, keine Endpunktstudien.
- Darreichungsform
- subkutane Injektion
Diese Vialstärke im Rechner öffnen →Dosis und Häufigkeit gibst du dort selbst ein.
Dosierungsschema
Standard – schrittweiser Aufbau
| Woche | Tagesdosis | Einheiten je Injektion |
|---|---|---|
| Woche 1-2 | 0,1 mg | 6 Einheiten (0,06 mL) |
| Woche 3-4 | 0,15 mg | 9 Einheiten (0,09 mL) |
| Woche 5-6 | 0,2 mg | 12 Einheiten (0,12 mL) |
| Woche 7-12 | 0,25-0,3 mg | 15-18 Einheiten (0,15-0,18 mL) |
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Was CJC-1295 NO DAC tut
CJC-1295 ohne DAC, auch Modified GRF 1-29 genannt, ist ein verkürztes GHRH-Analogon mit vier ausgetauschten Aminosäuren. Diese Austausche machen es widerstandsfähiger gegen den Abbau durch Enzyme.
Es bindet an die GHRH-Rezeptoren der somatotropen Zellen in der Hirnanhangsdrüse und regt dort Bildung und stoßweise Ausschüttung von körpereigenem Wachstumshormon an. Anders als die direkte Zufuhr von Wachstumshormon bleibt dabei der natürliche Regelkreis erhalten, sodass keine unnatürlich hohen Spiegel entstehen.
Der entscheidende Unterschied zur DAC-Variante ist die kurze Halbwertszeit von etwa 30 Minuten. Daraus ergeben sich einzelne, klar abgegrenzte Ausschüttungsstöße, die dem natürlichen Muster des Körpers nahekommen — dafür sind häufigere Gaben nötig.
Beobachteter Nutzen
- Regt die stoßweise Wachstumshormonausschüttung an und hebt bei dauerhafter Anwendung den IGF-1-Spiegel.
- Könnte die Körperzusammensetzung verbessern, mit mehr fettfreier Masse und weniger Fettmasse.
- Könnte Regeneration, Schlafqualität und allgemeine Energie unterstützen.
Nebenwirkungen
- Im Allgemeinen gut verträglich.
- Gelegentlich leichte Beschwerden: Reaktionen an der Einstichstelle wie Rötung oder Schwellung, vorübergehendes Hitzegefühl oder Kopfschmerzen.
Wie gut ist das belegt?
Humandaten zur Hormonausschüttung, keine Endpunktstudien.
Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.
Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
- AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
- BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
- CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
- DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
- EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.
Für eine bessere EinstufungFür Stufe B fehlen kontrollierte Studien am Menschen.
Worauf sich alle Zahlen beziehen
Für CJC-1295 NO DAC wird empfohlen, das 5-mg-Vial mit 3 mL bakteriostatischem Wasser anzumischen. Daraus ergibt sich eine Konzentration von 1,67 mg/mL.
Alle Zahlen weiter unten beziehen sich auf genau dieses Mischverhältnis. Die Einheitenangaben in den Tabellen gelten also nur, wenn du dieselbe Wassermenge verwendest.
Nimmst du mehr oder weniger Wasser, ändert sich die Konzentration — und damit jede Einheitenangabe. Die Wirkstoffmenge im Vial bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders. Rechne in dem Fall mit dem Umrechner weiter unten, nicht mit den Tabellenwerten.
Angewendet wird einmal täglich, subkutan. Das Schema arbeitet sich schrittweise nach oben — die erste Stufe dient dazu, die Verträglichkeit zu prüfen.
Eigene Dosis umrechnen
Gerechnet mit 1,67 mg/mL auf einer U-100-Spritze. Vollständiger Rechner →
Anmischen
- 3 mL bakteriostatisches Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen.
- Das Wasser langsam an der Innenwand des Vials hinunterlaufen lassen — nicht direkt auf das Pulver strahlen, sonst schäumt es.
- Das Vial vorsichtig schwenken oder rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Auf keinen Fall schütteln.
- Die Lösung muss klar sein. Ergibt 1,67 mg/mL.
- Vial mit Anmischdatum und Konzentration beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen.
Bei 1,67 mg/mL entspricht 1 Einheit auf der U-100-Spritze (0,01 mL) etwa 0,017 mg.
Lagerung
- Gefriergetrocknet (ungeöffnet): einfrieren bei -8 °C
- Angemischt: im Kühlschrank
- Vor Licht geschützt lagern und das Vial mit dem Anmischdatum beschriften.
Was du dafür brauchst
- Gerechnet mit dem Standardschema oben und 7 Anwendungen pro Woche:
- 12 Wochen: 4 Vials, 84 Insulinspritzen, 88 Alkoholtupfer, 12 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 2 × 10-mL-Flaschen).
- 24 Wochen: 9 Vials, 168 Insulinspritzen, 177 Alkoholtupfer, 27 mL bakteriostatisches Wasser (entspricht 3 × 10-mL-Flaschen).
- Ein Kanülenbehälter für die sichere Entsorgung.
- Die Vialzahl ist aufgerundet; Restmengen im Vial sind dabei berücksichtigt.
Wichtige Hinweise
- Dosis, Datum und Einstichstelle jedes Mal notieren — nur so bleibt der Verlauf nachvollziehbar.
- Schrittweise steigern und Aufbaustufen nicht überspringen.
- Angemischte Vials nie über das angegebene Haltbarkeitsfenster hinaus verwenden.
- Bei trüber Lösung, Flocken oder Verfärbung das Vial verwerfen.
Injektionstechnik
- Vialdeckel und Einstichstelle mit einem Alkoholtupfer reinigen und vollständig trocknen lassen.
- Eine Hautfalte abheben und die Nadel im Winkel von 45 bis 90 Grad in das Unterhautfettgewebe einführen.
- Bei subkutaner Gabe nicht aspirieren. Langsam und gleichmäßig injizieren.
- Nach dem Injizieren einige Sekunden warten, bevor die Nadel zurückgezogen wird — so geht keine Dosis verloren.
- Einstichstellen systematisch wechseln (Bauch, Oberschenkel, Oberarm), um Verhärtungen zu vermeiden.
- Für jede Injektion eine neue sterile Nadel verwenden und sie sofort in einen Kanülenbehälter entsorgen.
Quellen
Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.
- WikipediaModified GRF (1-29): structure, amino acid substitutions, and pharmacokineticsQuelle öffnen ↗
- Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism (2006)2006Teichman et al.: Prolonged stimulation of GH and IGF‑I by CJC-1295 in healthy adultsQuelle öffnen ↗
- American Journal of Physiology (2006)2006Alba et al.: Once‑daily CJC-1295 normalizes growth in GHRH knockout miceQuelle öffnen ↗
- Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism (2006)2006Veldhuis et al.: Pulsatile GH secretion persists during continuous CJC-1295 stimulationQuelle öffnen ↗
- PMCGrowth Hormone Secretagogue Treatment in Hypogonadal Men Raises Serum IGF‑1 LevelsQuelle öffnen ↗
- PMCEffects of GHRH Analog (Tesamorelin) on Endogenous GH Pulsatility and Insulin SensitivityQuelle öffnen ↗
- PMCSermorelin: a better approach to management of adult‑onset growth hormone insufficiencyQuelle öffnen ↗
- PMCBeyond the androgen receptor: role of GHS in body composition in hypogonadal malesQuelle öffnen ↗
- PMCÜbersichtsarbeitThe Safety and Efficacy of Growth Hormone Secretagogues (Review)Quelle öffnen ↗
- PMCGHRH Effects on Brain GABA Levels in Mild Cognitive Impairment and Healthy AgingQuelle öffnen ↗
- PubMedÜbersichtsarbeitSermorelin: review of its use in diagnosis and treatment of GH deficiencyQuelle öffnen ↗
Allgemeine Grundlagen (4)
Diese Quellen stehen auf vielen Protokollen — sie belegen Injektionstechnik, Lagerung und Handhabung, nicht die Wirkung dieses Peptids.
- CDCVaccine administration: subcutaneous route (angle/site; no aspiration)Quelle öffnen ↗
- CDC (Subcut Injection PDF)Amtliche AngabeTechnique diagram and site guidance for subcutaneous injectionsQuelle öffnen ↗
- NCBI BookshelfBest practices for injection (asepsis, preparation, and administration)Quelle öffnen ↗
- Subcutaneous Drug Injection Review (PMC)ÜbersichtsarbeitPharmacologic considerations of the subcutaneous routeQuelle öffnen ↗
Ähnliche Peptide
Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.
Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Ursprüngliche Zusammenstellung ↗