Peptikon
HypothalamushormonEinzelnEvidenz B

CRH (Corticorelin)

Das Startsignal der HPA-Achse. CRH wird im Hypothalamus freigesetzt, stimuliert in der Hypophyse die ACTH-Ausschüttung und damit die Cortisolbildung. Die synthetische Form Corticorelin wird vor allem diagnostisch eingesetzt; ein zugelassenes Selbstanwendungsschema gibt es nicht.

Humanstudien vorhanden3 Quellen
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In 30 Sekunden verstanden

Was ist es?
Hypothalamushormon · Einzelsubstanz
Wofür erforscht?
Hormonachse, Testosteron und Fruchtbarkeit
Datenlage
Stufe B — Klinische Humanstudien
Einschränkung
CRH ist ein etablierter Bestandteil der menschlichen HPA-Achse. Corticorelin dient der diagnostischen Einordnung von ACTH-abhängigen Störungen, nicht der freien Selbstanwendung.
Diagnostik

Diagnostisches Dosierungsschema

Diagnostische Einzeldosis
1 µg/kg
einmalig · intravenös · ärztlich überwacht
Anwendung
i.v. über 30–60 Sekunden
Zweck
CRH-Funktionstest
Selbstanwendung
nicht vorgesehen

Die Angabe bezieht sich auf den diagnostischen Funktionstest mit Corticorelin. Blutabnahmen, Auswertung und medizinische Entscheidung gehören in ärztliche Hände.

Wirkung

Was CRH (Corticorelin) tut

CRH ist ein 41 Aminosäuren langes Neuropeptid aus dem paraventrikulären Kern des Hypothalamus. Es wird in das Pfortadersystem zur Hypophyse abgegeben und erreicht dort die ACTH-bildenden kortikotropen Zellen.

Über den CRH-Rezeptor 1 steigert CRH zunächst die Freisetzung gespeicherten ACTH und anschließend die Bildung von POMC und neuem ACTH. ACTH regt danach die Nebennierenrinde zur Cortisolbildung an.

Arginin-Vasopressin kann die ACTH-Antwort auf CRH verstärken. Die beiden hypothalamischen Signalstoffe wirken dabei an der Hypophyse synergistisch.

Cortisol bremst über eine negative Rückkopplung die weitere Freisetzung von CRH im Hypothalamus und ACTH in der Hypophyse. CRH aktiviert daher nicht den Hypothalamus im Allgemeinen, sondern ist ein spezifisches Signal innerhalb der Stresshormonachse.

Beobachteter Nutzen

Nebenwirkungen

Datenlage

Wie gut ist das belegt?

B
Klinische Humanstudien
Die physiologische Funktion ist gut belegt; die synthetische Form wird in klinischen Funktionstests untersucht und eingesetzt.

CRH ist ein etablierter Bestandteil der menschlichen HPA-Achse. Corticorelin dient der diagnostischen Einordnung von ACTH-abhängigen Störungen, nicht der freien Selbstanwendung.

Die Stufe beschreibt, wie gut untersucht ein Stoff ist — nicht, wie gut er wirkt. Eingestuft wird von Hand nach den unten aufgeführten Quellen; im Zweifel die schwächere Stufe.

Was die Stufen bedeuten und was hier fehlt
  1. AUmfangreiche HumanstudienZugelassenes Arzneimittel oder mehrere große kontrollierte Studien.
  2. BKlinische HumanstudienIn kontrollierten Studien am Menschen untersucht, Umfang begrenzt.
  3. CBegrenzte HumandatenKleine Studien, Fallserien oder Anwendung außerhalb kontrollierter Studien.
  4. DÜberwiegend TierstudienBelege stammen weit überwiegend aus Tiermodellen.
  5. EZell- und LaborversucheBelege stammen aus Zellkulturen oder Modellsystemen.

Für eine bessere EinstufungFür Stufe A fehlen mehrere große kontrollierte Studien oder eine arzneimittelrechtliche Zulassung.

Praxis

Wichtige Hinweise

Seitenstand: . Veröffentlichungsjahre stehen bei den einzelnen Quellen.

Beleg

Quellen

1amtliche Angabe
2weitere Quellen
3Quellen insgesamt

Eingeordnet nach dem, was in der Quellenangabe selbst steht. Wo die Art nicht eindeutig hervorgeht, zählt der Eintrag als weitere Quelle — nicht als Studie.

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Vorgeschlagen anhand von Wirkprinzip, gemeinsamer Mischung und Forschungsgebiet dieser Sammlung. Das ist keine Aussage darüber, dass die Stoffe gleichwertig oder austauschbar wären.

Quellen und Berechnungsgrundlagen im jeweiligen Eintrag. Für CRH/Corticorelin gibt es kein belastbares Selbstanwendungsschema und deshalb auf dieser Seite keinen Rechner. Die Anwendung erfolgt, falls medizinisch angezeigt, im Rahmen eines ärztlich überwachten Funktionstests.